Jahresrückblick 2023: Von Null Konsum zu Beharrlichkeit

Jahresrückblick 2023 (erstellt mit canva.com, Foto: Valerie Wagner)
Jahresrückblick 2023 (erstellt mit canva.com, Foto: Valerie Wagner)

Nun gut, ich hab es nicht geschafft gar nichts zu konsumieren. Mein Amazonkonto gibt es noch, denn wenn ich es auflösen würde, wären auch meine Kindle-Inhalte weg. Geschickt gemacht dieser Amazon-Kosmos. Über mein Motto kannst du in meinem Text “Logbuch: Null Konsum” nachlesen oder im Jahresrückblick 2022. Im Vergleich zu den Jahren davor, vor allem in den Corona-Jahren, war die Menge meiner Bestellungen 2023 verschwindend gering. Bücher hab ich meistens gebraucht gekauft oder bei einem anderen Onlinehändler. Und auch sonst hab ich weniger in Konsumgüter investiert und viel mehr in Erlebnisse. Davon gab es einige 2023. In diesem Jahresrückblick 2023, inspiriert von Judith Peters, blicke ich zurück auf ein ereignisreiches und sehr emotionales Jahr. In dem ich wieder viel über mich selbst gelernt habe, dankbar bin für die Erfahrungen, aber auch froh wenn’s rum ist 😉.

„Mein Motto 2023 war: Null Konsum und Fokus

Für 2024 lautet es „Beharrlichkeit“

Für 2024 lautet das Motto „Beharrlichkeit“

Beharrlich an etwas dranbleiben. Zielgerichtet sein. Nicht das ich nicht zielgerichtet bin, aber beharrlich heißt für mich auch, Widrigkeiten aushalten. Beharrlich bleiben, zu etwas stehen, auch wenn es mal nicht so gut wird oder ist. Nicht, dass ich das bisher nicht war oder getan habe, allerdings kann ich bisher mit Widrigkeiten nicht so gut umgehen. Daran will ich 2024 arbeiten. Und beharrlich passt auch super zu meinem neuen Alter. Ich bin dieses Jahr 40 geworden und liebäugle dazu mit einer Kolumne auf meinem Blog. Aber das ist anderes Thema an dem ich beharrlich rumdenke.

Dieses Jahr hab ich ein paar Blogartikel und viele Podcastfolgen veröffentlicht

Mittlerweile hoste ich 4 +1 Podcastsendungen. Die +1 ist stillgelegt und ist mein erster Podcast über digitales Hotelmanagement. Damals übrigens der erste deutschsprachige Podcast über Hotelmanagement überhaupt. Auch wenn das andere auch behaupten.

Die Podcast-Reportage

Ist ein Interview-Podcast in dem ich mich mit Menschen aus der kreativen und schreibenden Zunft unterhalte. Eigentlich wollte ich damit meine Recherchen begleiten, aber das ist alles One-Woman-Show nicht so einfach, zeitlich und vom Aufwand generell her, für mich nicht zu schaffen. Deshalb bleibt es ein Interview-Podcast für Gäste die schreiben und kreativ arbeiten. Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag und am 30. Dezember kommen nochmals Interviews raus. Da freue ich mich schon auf die Veröffentlichung, weil ich mit zwei tollen Frauen gesprochen habe.

Format Follows Story

Mein erster Podcast bei dem ich Co-Host bin und ich muss sagen, es gefällt mir gut, die Aufgaben zu teilen. Mit Heike Stiegler spreche ich darin über Geschichten und wie sie gemacht werden. Und warum eine Geschichte bestimmt in welchem Format sie erzählt wird und nicht anders herum.

Zum Format follows Story Podcast

Die Bücherstaplerinnen Podcast

Ein Podcast über Bücher. Und weil mir das mit dem Co-Hosting so gut gefällt, haben Antje Tomfohrde und ich uns zusammen getan. Beide stapeln, lesen und besprechen wir gerne Bücher. Es ist eine Mischung aus Empfehlungen, thematischen Interviews und Specials aus der Bücherwelt.

Zum Die Bücherstaplerinnen Podcast

Text & Podcast Podcast

Ganz frisch geschlüpft ist mein Podcast übers Podcasten. Darin zeige ich interessierten Podcastern und denen die es werden wollen, wie das mit dem Podcast funktioniert. Mal im How-to-Stil, mal Gedanken zum Podcasten, eine Mischung aus Wissensinhalten und konkreten Anwendungstipps, Updates und News aus der Szene – das sind die Inhalte die ich hier teile. Das neue und besondere für mich: Es wird hauptsächlich Solofolgen geben. Und das ist eigentlich gar nichts für mich und fühlt noch seltsam an. Aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben.

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Meine schönsten Momente waren das Gletschertrekking geschafft zu haben und einen Artikel darüber auf meinem liebsten Reiseblog zu veröffentlichen

Ich bin ein Angsthase. Ich hab Angst vor Höhe und vor Tiefe, ich hab Angst vor senkrechten Wänden und Treppenstufen im Wind, ich hab vor allem Angst, was ich nicht kontrollieren kann. Obwohl ich es kann, weil ich ja entscheiden kann, wie ich mich bewege und wo ich hintrete. Und dieses Jahr wollte ich mir beweisen, das ich kein Angsthase bin und hab ich mich auf einen Urlaub der besonderen Art eingelassen: Mein Mann und ich sind zum Gletschertrekking ins Wallis. Wir wollten den Aletschgletscher mal von Nahem sehen und erfahren, wie es sich anfühlt auf über 3000 Meter Höhe zu schlafen. Und ich kann dir sagen: Es ist schrecklich. Mein Körper verträgt Höhe überhaupt nicht und ich hatte Kopfweh, mir war schlecht und alles. Aber: Es war ein gigantisches Erlebnis! Im Schönste Zeit Magazin von Reisejournalistin Charis Stank hab ich darüber geschrieben: “Aletschgletscher Wanderung: 5 Tage Gletschertour zwischen Berner Oberland und Wallis”.

Und hier gibt es ein paar Impressionen vom Gletscher

Meine schlimmsten Momente 2023

Wo Licht ist, ist auch Schatten und es gab so ein paar schlimme Momente auf dem Gletscher. Die senkrechte Treppe zur Konkordia-Hütte oder die Leiter zur Oberaarjochhütte waren da meine kleinsten Probleme. Am schlimmsten war mein „Sturz“ in eine Gletscherspalte. Bis zum Schritt bin ich urplötzlich ins Leere getreten und eingesackt. Ekliges Gefühl.

Und den zweiten schlimmsten Moment, der handelt vom Scheitern. Die Gewissheit dass ich etwas tatsächlich nicht schaffen kann, weil mein Körper nicht mitspielt. Das ist ein ekliges Gefühl. Doch noch schlimmer ist es, wenn eine weitere Person, mein Mann, daran auch zu knabbern hat, weil der das könnte und aufgeben muss, weil ich es nicht kann. Auf dem Paznauner Höhenweg war das so und wir haben vier Tage gebraucht um das zu verdauen.

Was dieses Jahr gar nicht nach Plan gelaufen ist

Ich kann aus vollem Herzen sagen: auch wenn ich viele tolle Erlebnisse hatte, bin ich doch froh, wenn das Jahr endlich vorbei ist. Denn die großen und kleineren und sehr persönlichen Katastrophen haben sich in diesem Jahr die Klinke in die Hand gegeben. Das war zwar lehrreich und ich bin gewachsen, aber ich hab auch gelitten und vieles tat sehr weh.

Ein Jobwechsel hat nicht so geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe. Das ist an sich nichts Schlimmes und kommt bestimmt häufiger vor. Allerdings kann ich bis heute nicht sagen, was ich hätte anders machen können, um die Situation zum Besseren zu wenden. Es lag außerhalb meines Einflussbereichs und dennoch hatte ich sehr lange daran zu knabbern.

Eine schwere Entscheidung musste ich wegen meiner nebenberuflichen Selbstständigkeit treffen. Die lief ziemlich erfolgreich, ganz besonders 2021. Doch seitdem musste ich auch etwas zurückfahren und hatte nicht mehr so viele Einnahmen. Klar im Nebenberuf sowieso nicht und als freie Journalistin, naja, die Bezahlung ist einfach prekär. (Ich sag nur, 3 Stunden Recherche, 2 Stunden für Texte, Einnahme ca. 50 Euro) Der Aufwand, also Buchhaltung, Steuern etc. stand in keinem Verhältnis zum Ertrag. Ich hab entschieden, das ganze sein zu lassen und meine nebenberufliche Selbstständigkeit aufgegeben. Das tut richtig weh, weil ich sehr gerne schreibe und journalistisch tätig bin. Ich hab es geliebt und liebe es noch.

Meine liebsten Blogartikel und liebsten Podcastfolgen

In diesem Jahr stehen viele meiner liebsten Blogartikel auf anderen Blogs und Websites. Klingt komisch, ist aber so. Den ersten hab ich oben schon beim Gletschertrekking verlinkt.

Digitales Erbe

Den Text über das digitale Erbe hat eine besondere Bedeutung für mich, denn das war mein Text zur Abschlussarbeit im Journalismusstudium. Da hätte ich noch weitere Texte im Angebot, bin aber noch nicht sicher, ob die ich die veröffentlichen will.

Du findest ihn hier: ““Der letzte Wille: Vorsorge für die digitale Identität”

Kurztrip ins Montafon

Der Kurztrip Anfang 2023 war auch ein Horrorszenario. Ich bin 30 Meter in die Tiefe geschlittert, beim Schneeschuhwandern. Ich hab das verbloggt und du kannst es im Text nachlesen: “Kurztripp ins Montafon”

Podcastfolge Die Kritik von Filmen und Serien

Seit Februar bin ich im Redaktionsteam vom DFJV-Podcast und hab dieses Jahr eine Folge veröffentlicht: “Wie schreibt man eine Filmkritik?”  Zwei weitere sind in Planung und ich freu mich schon auf die Umsetzung. Denn es geht um gebaute Beiträge und die dürfen in unserem Fall maximal 5 Minuten lang sein. Ich bin gespannt, wie mir das gelingt. Die O-Töne hab ich schon. Jetzt muss ich nur noch das Skript ausformulieren. Anders als in meinen Podcasts, in denen ich ohne Skript arbeite, ist es für den gebauten Beitrag wichtig, den Ablauf zu haben. Das hab ich im Radiojournalismus-Lehrgang gelernt und erleichtert gerade für so kurze und scharf abgegrenzte Formate die Arbeit.

Meine Gastartikel

Ich schreibe auch für andere Blogs und in diesem Jahr hab ich mehr veröffentlicht als im Vorjahr. Alle meine Texte findest du auf der Seite „Fachartikel und Gastbeiträge“.

Für das Fachjournalist Magazin hab ich über die E-E-A-T-Methode von Google geschrieben, für audiobeitraege.de von Brigitte Hagedorn darüber wie man mit GarageBand von Apple Podcasts aufnimmt und bearbeitet und für das OMR-Magazin hab ich über Corporate Podcasts geschrieben. Für die Badische Zeitung war ich in der Kommunalpolitik unterwegs oder hab über die Menschen in unserer Region geschrieben. Schön wars!

Mein Ausblick auf 2024

Ich hab mit Andrea Yildiz von sternundberg für meinen Die Podcast-Reportage Podcast eine Folge über Markenidentität und Markenkern aufgenommen.

Sie heißt “Wie Journalisten zur Marke werden” und während dieser Folge ist es passiert. Ich hatte plötzlich wieder eine Identität und genau vor Augen was ich mit meinem Blog und Podcast machen will. Unglaublich!

Seit ich Hotel-O-Motion aufgegeben habe und journalistische Darstellungsformate und der neue Podcast „Die Podcast-Reportage“ meine Themen waren, bin ich irgendwie so rumgewabert. Ich wusste nicht so recht. Denn den Journalismus konnte ich nicht vollständig ausleben, auch wenn ich tausend Ideen habe und Energie das alles zu umzusetzen. Auch mein Tag hat nur 24 Stunden und das musste ich dieses Jahr auch (schmerzlich) lernen.

Durch ein Gespräch mit Daniela Sprung von Bloggerabc hatte ich dann eine konkrete Idee und Vision zur Umsetzung und worüber ich genau schreiben und podcasten will. Denn es steht schon einige Zeit auf meiner Website: Text & Podcast. So nah und doch hat es fast zwei Jahre gedauert.

Das Text & Podcast Magazin, kurz TPM

Endlich hab ich auch ne fancy Abkürzung 😉. Den versende ich anfangs wöchentlich und ab Februar, März 2024 zweiwöchentlich. Darin zeige ich interessierten Podcastern und solchen die es werden wollen, wie man podcastet. Denn es ist so: ich podcaste viel und gerne. Ich hab 5 Sendungen. Und daher dachte ich, ich schreib auch mehr darüber. Damit noch mehr gute Podcasts an den Start kommen oder du Lust bekommst, vielleicht auch Podcast-Gast zu sein in einem Podcast. Und das du weißt, das das mit der Technik gar nicht so schwer ist. Und natürlich gehts beim Podcasten auch um Text. Ums Schreiben fürs Hören usw. Ich will dich mit meinem Newsletter informieren, inspirieren, unterhalten und dir zeigen, was für ein tolles Format Podcast ist.

Melde dich am besten gleich an!

Text und Podcast Podcast, kurz und fancy TPP

Der passende Podcast zum Newsletter oder andersherum. Ein Henne-Ei-Problem? Keine Ahnung. Jedenfalls soll es im Magazin einfach auch magazinig zugehen. Also ein Newsletter nur für Menschen die wirklich, wirklich interessiert sind und den wöchentlichen Newsletter abonnieren und der vertonte Inhalt. Aber nicht einfach nur abgelesen – das macht heute „meine“ KI – sondern schon noch mit etwas mehr Substanz und vielleicht auch dem ein oder anderen Experten. Doch das wichtigste: Maximal 15 Minuten, auf den Punkt und hauptsächlich Solofolgen oder maximal gebaute Beiträge. 😎

Atomic Podcasting (täglicher Newsletter)

Und weil das bei mir (manchmal leider) so ist, das mein Hirn nie rastet und ich alles aufsauge, wie ein Naturschwamm in den Tiefen des Ozeans, wird es 2024 einen täglichen Newsletter geben. Im Atomic Podcasting Newsletter erhältst du täglich, außer an Sonn- und Feiertagen, drei nützliche Links, die dich und deinen Podcast voran bringen. Ich bin so gespannt wie das wird und ob ich das tägliche Senden auch einhalten kann.

Zugegeben, ein bisschen irreführend vielleicht oder zumindest etwas gedehnt hab ich den Begriff für mich. Inspiriert hat mich Brigitte Alice vom Newsletter Newsletter. Sie hatte das Thema in ihrem Newsletter und ich hatte sofort die Blitzidee “Atomic Podcasting” und hier sind wir. Es kommt von Atomic Essays:

Atomic Essays, then, are how you test your ideas with readers before you decide to invest more time in that direction—whether it’s a long article, a business idea, a book, an online course, or even creating a whole new category.

In short, writing Atomic Essays will help you:

  • Think clearly
  • Publish with prolific momentum
  • Eliminate the friction of sharing ideas online
  • And create your niche by gathering data

Quelle: How to Write An Atomic Essay: A Beginner’s Guide

Damit kann ich also testen, welche Inhalte gut ankommen und wozu ich auch mal schreiben oder podcasten könnte. Je nachdem wie oft der Link geklickt wird.

Interessiert? Dann kannst du dich hier anmelden.

Ich wünsche dir eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Bleib gesund und munter – und wenn du magst, schreib mir doch wie dein Jahr so war und was du 2024 vorhast, gerne hier unter den Text ins Kommentarfeld.

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Valerie Wagner Journalistin und Podcasterin
Ich bin Valerie Wagner. Meine Formate sind Text und Podcast und auf meinem Blog, im Podcast und meinem Newsletter zeige ich dir wie du gute Texte schreibst und deine Podcast-Sendung on Air bringst!

4 Kommentare

    • Hallo Annette,

      die Idee da den Fokus draufzulegen ist auch erst in den letzten drei Monaten entstanden. Aber ja 2021 und 2022 hab ich mit dem Storytelling-Podcast und dem Bücher-Podcast angefangen. Beides Projekte mit Partnerinnen, also Co-Hosts. Neben meinem “Die Podcast-Reportage”, ein Interview-Podcast, kam nun noch der “Text und Podcast Podcast” dazu. Darin zeige ich wie einfach podcasten ist. Vielen Dank für deinen Kommentar! Deine Artikel zu vertonen wäre doch auch was 😉.

      Guten Rutsch!
      Valerie

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