Mobiles Bezahlen in der Hotellerie: Einfache, digitale Payment-Lösungen für dein Hotel!

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In meinem letzten Blogartikel „Bargeldloses Bezahlen – Gäste fordern einfache, schnelle und mobile Lösungen“ kamen einige Fragen zum Thema digitales bezahlen auf. In dieser Podcast-Folge unterhalte ich mich mit Sven-Moritz Becker, Executive Director Enterprise Business bei PAYONE, über digitale Bezahllösungen. Er gibt Antworten auf die gestellten Fragen. Außerdem sprechen wir über unsere bevorzugten Zahlarten und Bitcoins.

Wenn du weitere Fragen zum Thema Payment hast, findest du Informationen im Studio One von PAYONE!

Viel Spaß beim Hören und wenn du lieber liest, kommt hier der Blogbeitrag zum Podcast!

PAYONE – Joint Venture aus BS Payone und Ingencio Payment Service

Valerie: Herzlich Willkommen Moritz, schön dass du da bist. Erzähl mal wer bist du und was machst du?

Sven-Moritz Becker: Ich verantworte das Großkunden- und Projektgeschäft. Unter Projektgeschäft verstehen wir, Kunden die von dem normalen Standard-Payment-Prozess abweichen. Die also Lösungen suchen, die halt nicht dem normalen Standard entsprechen. Dabei geht es darum individuelle Kundenlösungen zu realiseren.

Valerie: Was genau ist PAYONE und was macht ihr?

Sven-Moritz Becker: Gerne! PAYONE ist ein Joint Venture kommend von der ehemaligen BS Payone und der Ingenico Payment Service.

Kurz zum Hintergrund: Die BS Payone ist das Unternehmen, was zum deutschen Sparkassenverlag gehört und dort für das Thema Kartenzahlung verantwortlich war. Auf der Ingenico Payment Service Seite haben wir ein Unternehmen, das zum französischen Unternehmen Ingenico gehört. Hier in Deutschland bzw. in der DACH-Region ein Full-Payment-Service-Dienstleister bis dato war. Diese beiden Unternehmen haben sich zusammengeschlossen und daraus ist PAYONE entstanden.

Wie du dir vorstellen kannst, gerade im Bereich Payment, ist Größe alles. Zudem sind die Themen immer, sowohl regulatorisch als auch technisch komplexer geworden. Mit diesem Zusammenschluss möchte man unseren Kunden oder den Kunden am Markt noch umfangreichere Lösungen anbieten.

Es kommt Schwung in das digitale bezahlen in der Hotellerie

Valerie: Da ist ja im letzten halben Jahr in der Hotelbranche richtig Schwung reingekommen. Es gibt ein Restaurant in Hamburg, das hat komplett auf digital Payment umgestellt und auch die Hotelgruppe Prizeotel hat komplett auf digitales bezahlen umgestellt; also die Branche wandelt sich. Es gibt natürlich immer wieder Leute die dem Bargeld hinterweinen und nicht wollen, dass das abgeschafft wird.

Sven-Moritz Becker: Absolut. Wobei gerade die Hotellerie und Gastronomie hat sicherlich schon immer eine gewissen Vorreiterstellung. Wenn wir ins Ausland schauen, sehen wir dass das Thema Kartenzahlung eine deutlich höhere Akzeptanz genießt als in Deutschland. Letztes Jahr (2019) sind wir bei 50 Prozent Karten- bzw. Bargeldzahlungen angekommen sind bezogen auf das gesamte Wertvolumen. Wenn man da in die Nordics kuckt, liegt das weit über 90 Prozent.

Nichtsdestotrotz im Bereich Hotellerie, sicherlich auch durch das Thema Geschäftsreisen, war die immer schon deutlich höhere Kartenakzeptanz bzw. Nachfrage feststellbar.

Digitales Bezahlen und der digitale Meldeschein

Valerie: Vor allen Dingen mit der Änderungen, dass der digitale Meldeschein möglich ist, da werden die Prozesse komplett umgekrempelt. Ich vermute da wird es mehr Vorauskassen geben, um den Gast zu validieren. Ich hab einen Artikel über PAYONE verfasst und daraufhin gab es aus meiner Community einige Fragen zum Zahlungsdienstleister erhalten. Ich würde die gerne mit dir durchgehen und dich bitten, die kurz und knackig zu beantworten.

Fragen aus der Hotel-Community!

Sven-Moritz Becker: Gerne!

Valerie: Genau also zum Beispiel eine erste ganz brennende Frage, die kam auch mehrmals: Wie entwickelt sich das Bezahlverhalten der Gäste und Kunden in der Hotellerie und Gastronomie?
Da ist von besonderem Interesse der DACH-Raum.

Sven Moritz Becker: Wir sehen jedes Jahr eine deutliche höhere Nachfrage was das Thema Kartenzahlung angeht. Das ist noch nichts spezielles im Bereich der Hotellerie. Was wir hier feststellen ist, dass natürlich das Thema kontaktlos auch hier massiv Einzug gehalten hat und auch nachgefragt wird. Weil es auf das Thema Einfachheit einzahlt. Dann neue Zahlarten, ganz wichtiges Thema. Alipay für die chinesischen Gäste, welche auch immer stärker Deutschland bzw. die DACH-Region als Urlaubsregion erkannt haben, gefolgt von WeChat. Ansonsten sehen wir aber auch neue Zahlarten, hier ist zum Beispiel Bluecode aus Österreich zu nennen, was schon eine sehr hohe Akzeptanz und Nachfrage genießt und was derzeit in Deutschland Fuß fasst.

Dann muss man sicherlich auch feststellen, es ist immer eine Generationsfrage. Wir sehen gerade in den jüngeren Generationen das Thema Apple Pay oder Google Pay. Das sowohl am Terminal aber natürlich auch schon in der Reservierungsphase. Das sind, sag ich mal, Tendenzen, die den Zahlungsmarkt in den letzten Jahren geprägt und verändert haben. Nichtsdestotrotz kuckt man sich jetzt die eigentlichen Zahlarten an, sind die klassischen Zahlarten in der DACH-Region: Mastercard, Visa. Deutschland ist nach wie vor ganz klares Girocard-Land, da kommt kaum jemand dran vorbei.

Ansonsten natürlich, wenn dann der Deutsche auch die Girocard im Ausland einsetzt ist nachher wieder eine Maestro-Zahlung, auch hier es einfach wichtig, das anzubieten.

Valerie: Es ist ja auch bei Apple Pay interessant, wenn du ein neues iPhone hast oder nach einem Update, wirst du immer wieder darauf aufmerksam gemacht, hinterlege da deine Zahlungsdaten, damit du mit dem Wallet zahlen kannst. Es wird sehr gepusht.

Sven-Moritz Becker: Es wird sehr gepusht und Apple ist da Vorreiter, die wissen wie es geht, wie man den Kunden überzeugen kann und die auch den nötigen Druck erzeugen, um ihn zu überzeugen. Ich glaube aber auch und das zeigen auch die Marktbefragungen, wenn man sich dann der Überzeugung oder diesem Druck gebeugt hat und es selber nutzt, ist man von der Einfachheit auch immer wieder begeistert.

Valerie: Du hast einige Zahlungs-Kanäle aufzählt, welche Kanäle deckt PAYONE ab?

Welche Zahlungskanäle deckt PAYONE ab?

Sven-Moritz Becker: Wir sind Full-Service-Dienstleister. Das heißt wir denken und arbeiten kanalübergreifend. Das ist eigentlich auch das was der Kunde immer stärker erwartet. Der Kunde möchte eigentlich heute im Zuge einer Reise oder Reservierung, sich keine Gedanken machen müssen, wie kann ich jetzt wo bezahlen. Muss ich vor Ort an einem Terminal bezahlen? Kann ich das ganz übers Internet machen? Hab ich die Möglichkeit mit meinem Smartphone oder meiner Uhr zu bezahlen?

Da sprechen wir unseren Kunden immer die Empfehlung aus, das wir sagen, das Thema omni-channel, mulit-channel ist das Thema für dich. Der Kunde erwartet das einfach.

Wie ist der Stand der Dinge bei PSD2?

Valerie: Du hast vorher auch die Regularien angesprochen. Die PSD2 – Payment Service Directive 2, Zahlungsdiensterichtlinie 2 – kommt. Sie wurde etwas aufgeweicht und greift, glaube ich, erst Ende 2020. Wie ist da der Stand der Dinge?

Sven-Moritz Becker: Ganz genau. Das Thema ist etwas verschoben worden – nur verschoben, nicht aufgehoben. Wir als PAYONE bieten hier PSD2-konforme Lösungen an und um halt dem Kunden auch weiterhin das Thema einfache Zahlung zu ermöglichen, kann ich nur allen Hörern empfehlen, sich diesem Thema zu stellen. Ich bin mir durchaus bewusst, dass es nichts angenehmes ist. Das hat sich auch die Payment-Branche selber überlegt, es ist ein regulatorisches Thema, was natürlich auf das Thema Sicherheit einzahlt.

Hier einfach die Empfehlung uns gerne anzusprechen und bei einer Entscheidung auf jeden Fall darauf achten, dass die PSD2-konform ist.

Valerie: Ein „Nicht-Spezialfall“ in der Hotellerie; nicht speziell, weil es bei der Bahn und bei Airlines auch angewendet wird; der Gast bezahlt, bevor er die Leistung in Anspruch nimmt. Also mit Vorkasse. Wenn es vertraglich vereinbart war und der Zimmerpreis nicht stornierbar ist, der Gast nicht anreist, dann kann der Zimmerpreis als No Show abgebucht werden. Das ist durchaus ein ganz normaler Zahlungsvorgang und PAYONE kann das auch abbilden, oder?

Sven-Moritz Becker: Absolut. Wir sind seit über dreißig Jahren im Geschäft und das ein elemantares Feature, worauf keiner verzichten möchte. Sicherlich absolut nachvollziehbar und daher gehört das auch zu unserem Standard-Reportoire.

Gibt es ein Dashboard auf dem ich alle Zahlungen sehen kann?

Valerie: Ich habe mich auch eben im Vorfeld mit oder nach dem Blogartikel mit Hoteliers unterhalten, die mir dann auch die Frage gestellt haben: Man hat unterschiedliche Zahlungseingänge, Giro, Paypal, Kreditkarte usw. Und jetzt natürlich die brennende Frage: Kann der Hotelier seine Zahlungen auf einem Dashboard sehen?

Sven-Moritz Becker: Das ist für alle ein wichtiges Thema. Das bieten an und auch in Echtzeit Transaktionen zu sehen. Jemand befindet sich gerade in der Telefonhotline, schickt die Transaktion durch und um auf Nachfragen reagieren zu können, bieten ein Online-Tool an, worüber der Hotelier bzw. der Kunde die Möglichkeit hat ein sogenanntes PAYONE Merchant Interface, genau zu sehen, wie die Transaktionen verarbeitet wurden und ob es erfolgreich war.

Wichtig auch natürlich, trotz des Online-Tools gibt es nach wie vor die Möglichkeit die Daten dann natürlich auch komprimiert für alle Transaktionen im Hotel vor Ort zu Verfügung gestellt zu bekommen. Das bieten wir auch an. Dann in Absprache mit der Finanzabteilung des jeweiligen Hotels im Hinblick auf die individuellen Anforderungen. Teilweise sind die Daten ja automatisiert einzulesen. Wir bieten die Möglichkeit an, das über ein Serviceportal zu machen, wo der Hotelier selbst die Möglichkeit hat, sich gewissen Kennzahlen selber zu ziehen, aber auch in regelmässigen Reports, sprich wöchtenlich, monatlich, je nach Wunsch zur Verfügung zu stellen.

PAYONE arbeitet institutübergreifend

Valerie: Ist es egal, bei welcher Bank ich bin?

Sven-Moritz Becker: Wir arbeiten hier institutsübergreifend und arbeiten mit allen gängigen Instituten aus der DACH-Region zusammen. Das hat keiner Einfluss auf unser Geschäft, sondern wir haben eine breite Palette an Serviceleistungen und der Hotelier kommt und kann sich das modular zusammenstellen, ganz nach seinen Bedürfnissen. Je nachdem welche Serviceleistungen er nutzen möchte.

Valerie: Ich denke das ist einzigartig, gerade wenn ich mir das wie ein Baukasten zusammenstellen kann, was ich vom Zahlungsdienstleister haben möchte.

PAYONE ist ein modularer Zahlungsanbieter

Sven-Moritz Becker: Ja, hier geht’s wirklich darum zu sagen, ich möchte nicht dem Kunden vorschreiben wie er zu arbeiten hat. Er muss eigentlich uns sagen, wie er heute arbeitet. Wir möchten nicht den heutigen Prozess im Unternehmen, der technisch etabliert ist, wo die Mitarbeiter wissen, wie sie damit umzugehen haben, wo der Wechsel des Dienstleisters ändern müssen. Es geht darum, wie müssen wir uns aufstellen, um den bekannten etablierten Prozess bestmöglich zu unterstützen.

Valerie: Eventuell wiederhole ich die Frage, aber es gibt die Möglichkeit ein einziges Dashboard zu nutzen und dort auch auf Statistiken zurückzugreifen?

Sven-Moritz Becker: Genau. Vielleicht auch hier noch ein Hinweis und gerade im Bereich der Hotellerie ein ganz wichtiges Thema. Wir sind Zahlungsdienstleister aber wir sind auch Acquirer.
Das heißt auf der einen Seite wickeln wir rein technisch betrachtet, die Zahlen ab und alle Serviceleistungen, die damit einhergehen. Auf der anderen Seite bieten wir dann halt auch die Möglichkeit an entsprechend Acquirering-Verträge über uns abzuschließen und somit sind wir dann in der Lage einheitlich das Richtung Kunde zu dokumentieren und zu reporten.

Valerie: Jetzt wird es ein bisschen technisch. Wir buchen ja immer direkt und nicht über einen OTA. Auf der Hotel-Webseite gibt es die Booking Engine für Direktbuchungen im Hotel. Da könnt ihr euch ganz easy andocken, oder?

Welche Schnittstellen zu Booking Engines gibt es?

Sven-Moritz Becker: Da können wir uns in Anführungszeichen ganz andocken. Also man muss ja und das wissen die Hotels selbst. Es gibt eine wirklich breite Anzahl an technischen Schnittstellen, immer fokussiert auf des jeweilge Buchungssystem des Hotels, im Hintergrund. Wir sind natürlich in der Lage, die gängisten abzubilden. Wir sind gerade dabei eine strategische Partnerschaft einzugehen mit dem Unternehmen DreiC, sicherlich dem ein oder anderen ein Begriff und einer der großen Player in dem Bereich. Zusammen sind wir in der Lage 17 Schnittstellen zu bedienen. Wenn man sich dann überlegt, allein die Oracle Hospitality Schnittstelle hat einen Marktanteil von 75 Prozent, und wir haben 17 Schnittstellen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir auch etwas exotischeren Anforderungen bedienen können.

Valerie: Das hört sich gut an. Jetzt hab ich ein etwas heikle Frage und ich musste gleich an die DSGVO denken. Die Frage lautet: Gibt es einen Datentresor, in dem Kreditkarten von Stammkunden gespeichert werden können?

Sven-Moritz Becker: Ja genau. Das ist ein wichtiger Punkt und sollte auch im Interesse jedes Hoteliers sein. Das Worst-Case-Szeniario war, jemand macht eine Online-Bestellung und hinten läuft der Drucker und druckt am besten noch die Kreditkartendaten mit Kartennummern und allen relevanten Informationen in Klarsicht aus. Derjenige nimmt diesen Zettel und heftet ihn irgendwo ab und speichert ihn womöglich auch online in seinem System ab. Die Erfahrungen die man da gemacht hat, nicht im Bereich Hotellerie, sondern generell, war genau ein Angriffspunkt für mögliche Hacker. Die waren natürlich darauf aus große Stückzahlen, großen Mengen an Daten zu generieren und an die Kreditkartendaten zu kommen.

Das hat natürlich dazu geführt, da müssen wir grundlegend etwas ändern und das spielt dann auf dieses Thema Datentresor an, das du angesprochen hast. Hier geht es darum, das die Kreditkartendaten, nicht mehr Richtung Hotelier weitergereicht werden, sondern ersetzt werden durch eine sogenannte Pseudo-Kartennummer. Das heißt, ich ersetze die eine Nummer durch eine andere, die aber wenn sie gehackt werden sollte, nicht für Missbrauchsfälle genutzt werden kann. Das heißt der Hotelier ist hier auf der sicheren Seite. Er kann mit der Pseudo-Kartennummer entsprechende Verarbeitungen tätigen. Ist halt über den Datentresor geschützt. Das ist das Thema wo man sagt, dass die echten Daten in dem Datentresor auf Seiten des Dienstleisters bevorratet werden.

Valerie: Ist das auch die sogenannte virtuelle Kredikarte?

Sven-Moritz Becker: Virtuelle Kreditkarte ist ein anderes Thema. Die virtuelle Kreditkarte wird von den Banken selbst ausgegeben. Das ist der sogenannte Issuer. Das muss man unterscheiden und hat inhaltlich mit der Pseudo-Kreditkarte nichts zu tun. Da geht es eher darum die physische Kreditkarte nochmals für gewissen Wearables zu generieren und dann in Produkte einzubringen, wo eine physische Karte keinen Platz findet.

Valerie: Ich komme schon zur letzten Frage. Welche sind die Top 3 Zahlungsmethoden laut PAYONE?

Welches sind die Top 3 Zahlungsmethoden laut PAYONE?

Sven-Moritz Becker: Na ja also wenn man jetzt in die DACH-Region kucken, erstmal natürlich das Thema Kreditkarte, ganz klar. Da VISA, Mastercard sind immer gleich auf und würde ich keinen Unterschied machen. Dann ein ganz wichtiges Thema, in Deutschland ist die Girocard ein sehr beliebtes Zahlungsmittel. Hier sollte der Hotelier sicherstellen, dass er die Akzeptanz gewährleistet und anbieten kann. Und was wir auch sehen, sind nach wie vor Zahlarten wie Lastschrift. Die ist für den Kunden sehr einfach, gerade auch wenn ich eine Reise buche. Und sie bietet natürlich auch den Vorteil, das gegenüber einer Girocard, ich kein Problem mit dem Tageslimit habe und ein bisschen mehr Flexibilität biete, was die Höhe des Zahlbetrags angeht.

Valerie: Du hattest eingangs erwähnt, dass ihr Full-Service-Dienstleister seid. Was ist denn damit genau gemeint?

Was bedeutet Full Service Provider?

Sven-Moritz Becker: Damit meine ich eigentlich dass wir ja das komplette Thema rund um Kartenzahlung unseren Kunden anbieten. Angefangen vom Terminal über das Processing, also über den Transport der Transaktion zu den entsprechenden Authorisierungsplattformen. Dann als Acquirer zur Verarbeitung der Kreditkartenzahlung, aber darüber hinaus das ganze nicht nur am PoS (Point of Sale) sondern auch im E-Commerce über entsprechende Online-Plattformen anbieten. Immer mit der Zielsetzung wirklich sämtliche geforderte Lösungen, die notwendig sind um eine Kartenzahlung zu tätigen aus einer Hand anbieten zu können.

Wie sieht’s eigentlich mit Bitcoins aus?

Valerie: Spannend! Aber mir fällt doch noch eine Frage ein. Wie sieht’s mit Bitcoins aus?

Sven-Moritz Becker: Bitcoins sind natürlich wie verschiedene kryptische Währungen immer wieder ein Thema, auch bei uns. Da wird immer wieder überlegt, muss man die Akzeptanz von Bitcoins irgendwo anbieten. Wir haben Marktbefragungen gemacht, die sind bisher noch sehr verhalten. Ich sehe es momentan eher im Bereich der sehr spekulativen Währungen. Die Leute die damit handeln oder beschäftigen, da ist die primäre Zielsetzung, nicht morgen damit einkaufen zu gehen. Daher, Stand heute, können wir es noch nicht. Wir verfolgen das Thema sehr genau und schauen wie sich hier der Markt und die Anforderungen ändern und würden dann die Akzeptanz auch anbieten. Das Thema haben wir im Blick.

Wie bezahlen Moritz und Valerie vorzugsweise?

Valerie: Ein spannendes Thema, Payment und digital Payment. Jetzt noch eine persönliche Frage: Wie zahlst du denn überwiegend?

Sven-Moritz Becker: Ich zahle überwiegend mit Karte. Spätestens seit ich in der Payment-Branche angefangen habe, was nahezu 17 Jahre her ist, weil es einfacher ist. Inzwischen hat sich natürlich mein Zahlverhalten geändert. Das heißt dort wo ich kontaktlos bezahlen kann, zahle ich gerne so. Dort wo ich mit dem Telefon bezahlen kann, mache ich das auch gerne. Vielleicht hier noch eine Anekdote, die ich immer ganz gerne bringe, weil sie auf das Thema Mehrwert eingeht. Natürlich ist es auf der einen Seite rein buchhalterisch angenehm digitale Zahlungen zu verarbeiten, das Thema Bargeld-Handling, das Thema Missbrauch zu umgehen, ist immer so das eine.

Es gibt aber auch, finde ich, ganz nette Erlebnisse, wo ich sage, da bietet die Kartenzahlung Vorteile. Wenn ich vom Sport komme, da hab ich meistens mein Bargeld dabei, kein Portemonnaie, sondern einen kleinen Schein oder Münze und das aushändige – da kommt das Thema Hygiene zum tragen. Das sind so die kleinen Nettigkeiten, wo man sagt, Mensch da denkt man im ersten Augenblick nicht dran. Das geht rein über den Prozessvorteil deutlich hinaus.

Du sagtest gerade eben die ersten Hotels und Gastronomiebetriebe, die nur die Kartenzahlung akzeptieren und ich kann das erweitern, wir sehen das im klassischen Retail-Bereich, die ersten Händler die rein auf das Thema Kartenzahlung setzen. Wenn wir österreichische Hörer haben, kann ich noch das Beispiel Bäckerei nennen, die auch Kartenzahlung akzeptieren. Gerade bei den kleinen Beiträgen verlängert das den Bargeldzahlungsvorgang. Das ist ganz wichtig, dass der Kunde das Thema Zahlvorgang nicht als unangenehm empfindet oder als Hürde. Das soll eine totale Selbstverständlichkeit sein und fließend und reibungslos funktionieren.

Digitales Bezahlen ist auch für den Gast übersichtlicher

Valerie: Also ich bin auch eher ein Kartenzahler, liebäugle aber schon mit Apple Pay, überlege aber noch.

Sven-Becker: Viele haben Vorbehalte, sagen sie verlieren den Überblick, geben vielleicht mehr aus, als sie ursprünglich geplant haben. Ich will jetzt nicht zu sehr die Werbetrommel rühren, aber die Transparenz, die zum Beispiel bei Apple Pay angezeigt wird, dadurch dass jede Zahlung dort auch angezeigt wird, finde ich als sehr angenehm und ist ein technischer Fortschritt.

Valerie: Natürlich ist es übersichtlicher. Du kannst 100 Euro vom Konto abheben in der Woche, wenn es weg ist, ist es weg und du siehst nicht wofür du es ausgegeben hast. Wenn Apple Pay das auflistet ist das doch super.

Sven-Moritz Becker: Genau! Du sagst es.

Valerie: Ja gut Moritz, ich hab keine weitere Fragen und bedanke mich für das ausführliche Gespräch.

Sven-Moritz Becker: Valerie, ich bedanke mich auch. Bis bald.

Valerie: Tschüss.

Shownotes

03:02 PAYONE – Joint Venture aus BS Payone und Ingenico Payment Services
04:15 Es kommt Schwung in das digitale Bezahlen in der Hotellerie
05:48 Digitales Bezahlen und der digitale Meldeschein
06:21 Fragen von Hoteliers an Zahlungsanbieter
06:46 Wie entwickelt sich das Bezahlverhalten der Gäste in Hotellerie und Gastronomie besonders in der DACH-Region?
09:46 Welche Zahlungskanäle deckt PAYONE ab?
10:47 Wie ist der Stand der Dinge bei PSD2?
11:27 PSD2 ist nicht angenehm, aber notwendig und zahlt auf das Thema Sicherheit ein
11:56 Können Zahlungsbedingungen wie Vorkasse und No Show-Gebühren abgebucht werden?
12:51 Gibt es ein Dashboard auf dem ich alle Zahlungen sehen kann?
14:44 PAYONE arbeitet institutsübergreifend
15:30 PAYONE ist ein modularer Zahlungsanbieter
16:12 Über das Dashboard können alle Zahlungseingänge überblickt werden und Statistiken eingesehen werden
17:06 Welche Schnittstellen zur Booking Engine gibt es?
18:33 Gibt es einen „Datentresor“ in dem Kreditkarten von Stammkunden gespeichert werden können?
20:48 Virtuelle Kreditkarten ist ein Thema der ausgebenden Banken
21:46 Welches sind die Top 3 Zahlungsmethoden laut PAYONE?
22:55 Was ist ein Full Service Provider?
23:47 Wie sieht’s eigentlich mit Bitcoins aus?
24:44 Wie bezahlen Moritz und Valerie vorzugsweise?
28:12 Digitales Bezahlen ist auch für den Gast übersichtlicher

Am 13. Februar 2020 fand der erste Live-Stream der Payment-Branche statt. Hier findest du die Aufzeichnungen aller Panel Talks!

Über den Gesprächspartner: Sven-Moritz Becker, Director Key Account Management & Project Sales bei PAYONE GmbH

 

Meine Begeisterung für das Thema Payment begleitet mich inzwischen seit 18 Jahren. Als besonders reizvoll empfinde ich dabei, mich täglich mit den unterschiedlichsten Kundenanforderungen zu beschäftigen und in einer Branche zu arbeiten, die sich stetig und mit großer Dynamik weiterentwickelt. Es vergeht zudem kaum ein Tag, an dem ich nicht noch etwas dazulerne. Aktuell verantworte ich bei der Payone das Enterprise-, also das Großkunden und Projektgeschäft. Wenn ich mich nicht mit kartenbasierten Zahlungen beschäftige, verbringe ich die Zeit mit meiner Familie, reise gerne und treibe Sport. Dazu gehört ganzjährig das Laufen, im Winter das Skifahren und sobald es trocken ist, dass Rennradfahren. Wenn ich die letzten Jahre in der Payment Branche Revue passieren lasse und überlege, wie schnell sich diese stetig verändert hat, bin auch schon auf die nächsten 10 Jahre gespannt und was uns dort erwartet. Es bleibt also spannend.

*Werbung: Für die Erstellung dieses Podcasts erhielt ich ein Honorar von sugarandspice, die Kommunikationsagentur von PAYONE. Der Inhalt und meine Meinung wurden dadurch nicht beeinflusst.

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