Video Marketing und 360 Grad Fotos – So gelingt dein visueller Auftritt

„Bilder sagen mehr als tausend Worte“, so abgedroschen diese Floskel klingt so wahr ist sie. Nicht umsonst ging Pinterest im April 2019 an die Börse. Die Bildersuchmaschine wird oftmals unterschätzt und zumindest in Deutschland nur auf Blogger, DIY oder Rezepte beschränkt. Auch Instagram entdecken viele Hoteliers für ihr Unternehmen.

Es ist offensichtlich dass der Fokus auf beiden Kanälen auf visuellen Inhalten liegt.

Hast du schon mal überprüft, wie oft ein Website-Besucher über die Google-Bildersuche auf deine Website kommt? Falls du keine Besuche über die Bildersuche erhältst, kann das auch an schlechten Bildern liegen…

Du ahnst es vermutlich: In diesem Podcast geht es um Videos und 360° Bilder. Gerd Schröder’s Expertise liegt insbesondere in visuellen Inhalten für Social Media und das Social Web.

Du ahnst es vermutlich: Mit meinen Gesprächspartner Gerd Schröder spreche ich über Video und 360° Bilder.

Und wenn du lieber liest, kommt hier der Artikel für dich.

Warum Video, wenn alle über Podcasts sprechen?

Valerie: Hallo Gerd, schön dass du da bist. Warum sprechen wir heute über Videos und Fotos, wenn alle über Podcasts sprechen?

Gerd: Podcasts kannst du überall hören. Beim Bügeln, beim Autofahren, im Zug. Also immer dort wo du nur die Ohren frei hast und die Augen hoffentlich auf der Straße oder anderen Dingen. Es gibt also gute Gelegenheiten Audioinhalte zu konsumieren.

Auf der anderen Seite kannst du Videos oder visuelle Inhalte immer dann einbauen, wenn sich der Mensch der sich das anschaut, voll und ganz darauf konzentrieren kann. Selbst wenn er sich nur zu 50 Prozent darauf konzentriert, kannst du mit sehr guten Videos seine volle Aufmerksamkeit einfangen.

Wir produzieren Videos für Youtube, Instagram oder eben Webseiten. Unser Schwerpunkt liegt auf Social Media und Social Web. Und dann machen wir auch noch ein paar Sonderformate die wir machen. Zum Beispiel Messe-Videos, die z.B. auf Monitoren laufen. Da gibt es auch eigene Spielregeln.

Unterschiede zwischen YouTube und Instagram

Valerie: Lass uns mal über die unterschiedlichen Formate sprechen. Also was unterscheidet ein Video auf Youtube von einem auf Instagram? Oder was unterscheidet ein Imagevideo von einem Messevideo?

Gerd: Puh, das ist ein großes, weites Feld. Wir nehmen jetzt einfach mal Instagram und Youtube.

Ganz plakativ: Du kannst auf Instagram Videos im Querformat hochladen – und jetzt bin ich ganz Ost-Westfale, kann man machen… muss man aber nicht.

Auf Instagram ist es besser wenigstens ein quadratisches Video hochzuladen oder besser noch Hochkant-Videos.

Der simple Grund: Schau dir dein Smartphone an, also das Handy ohne Kabel.

Jetzt lädst du ein Video in Querformat hoch. Dafür nutzt du nur 20 Prozent des Bildschirms. Das ist schade, oder. Gerade wenn du eine schöne Location hast oder eine schöne Landschaft. Du könntest auf den andere 80 Prozent soviel zeigen und im Querformat geht das verloren.

Besser ist es, wenn du etwas im Hochkant-Timeline-Format für Instagram aufbereitest, dann hast du 8:10 Pixel im Feed oder 9:16 in deiner Instagram-Story . Also wenn du so willst einen klassischen PC-Monitor hochkant gedreht.

Valerie: Und das ist dann schon der einzige Unterschied oder beeinflusst das schon, wie du was aufnimmst?

Gerd: Das hat schon Auswirkungen darauf, wie du etwas filmst. Und YouTube machst du überlicherweise in Querformat. Weil das die Leute so gewohnt sind von YouTube. Dann kippen die das Handy oder Tablet auch. Bei Instagram geht das gar nicht.

Es hat noch mehr Unterschiede. Stichwort: Länge des Videos. Klassisch auf Instagram im Feed kann ein Video nur 60 Sekunden lang sein. Es gibt einen Trick, wie du ein 10-Minuten-Video auf Instagram bekommst.

Stell dir vor du machst ein Video im Format 1:1 im Seitenverhältnis. Das sind 1080 x 1080 Pixel. Jetzt gibt es bei Instagram im Feed die Möglichkeit, 10 Bilder aneinander zu reihen. Also du swipest nach rechts und es kommt das nächste Bild oder eben Video.

Dort kannst du auch 10 Videos reinpacken.

Eine Alternative, also Plan B: Du nimmst ein Video – ein Hochkant-Video – lädst das auf IGTV (Instagram TV) hoch. Das wird auch in der Timeline angezeigt.

Oder du machst ein längeres Hochkant-Video, muss Hochkant sein, packst das in deine Instagram-Story, dann verschwindet das Video nach 24 Stunden ABER du kannst danach ein Highlight machen. Dann hält das auch länger.

Das sind so kleine Hacks für längere und haltbarere Videos, eher quadratisch oder hochkant, auf Instagram.

Wie du dein Publikum bei Laune hältst

Valerie: Da komme ich schon zur nächsten Frage. Denn jetzt hast du ein Video im Feed oder in der Story – aber was brauche ich denn damit sich das einer ansieht?

Gerd: Sei dir darüber im Klaren, was sind die Rahmenbedingungen unter denen der Zuschauer sich das ganze anschaut. Hat der nur das halbe Auge frei oder ist er grad in guter Stimmung. Dann der nächste Punkt, um nochmal einen Unterschied zwischen Instagram und Youtube herauzustellen, die Fragen gehen alle ineinander über. Denn Videos die du für YouTube aufbereitest, kannst du auch für die Suchmaschine optimieren.

Das heißt Leute suchen gezielt nach – keine Ahnung – Destinationsname St. Peter-Ording und Strand. Dann kannst du in den Titel des Videos St. Peter-Ording und Strand reinschreiben oder St. Peter-Ording und Yoga oder was auch immer.

Da gibt’s nämlich ein Yoga-Hotel, nur mal so als Stichwort. Oder du machst irgendwas mit Skifahren und Tirol, um was für die Bergfans einzubauen. Das kannst du natürlich da sehr gut steuern. Leute suchen gezielt über YouTube, Google nach bestimmten Begrifflichkeiten, weil sie dazu Informationen suchen.

Bei Instagram funktioniert das nicht. Da kannst du mit Hashtag ein bisschen steuern, aber das funktioniert so semi-gut. Da musst schon ganz anders einsteigen in Videos. Bei einem YouTube-Video hast du 10 – 15 Sekunden Zeit um die Leute abzuholen. Abholen heißt, die haben bevor sie das Video gestartet haben, den Titel und das Titelbild gesehen und gesagt, sieht gut aus, starte ich. Dann musst die Leute in den nächsten 15 Sekunden abholen und sagen „Hallo wir sind hier in Tirol beim Skifahren“. Im Prinzip die W-Fragen beantworten, wie bei einem klassischen, redaktionellen Text: wer, wie, wo, was, wann.

Was du auf keinen Fall machen solltest: dein Logo zeigen. Machen sehr viele in den ersten 15 Sekunden dein animiertes Logo zeigen.

Valerie: Interessiert keinen Menschen.

Gerd: Doch zwei. Den Geschäftsführer und den Marketingleiter.

Das ist immer mein berühmter Spruch an der Stelle. Ich sage nicht, dass man Logoelemente oder ähnliches nicht einbauen sollten. Was man nicht machen sollte, ist zu Anfang das Logo als Einzelbotschaft so lange stehen lassen. Das will am Anfang keiner sehen. In den ersten Sekunden wollen die Zuschauer wissen, jetzt bin ich hier in Tirol und beim richtigen Thema. Oder ein Tagungshotel stellt sich vor oder was auch immer.

Valerie: Ich folge einigen Hotels auf Instagram und dann starten sie ein Live-Video und neulich hab ich eins gesehen, da saß eine Frau und hat was vorgelesen und mit’m Beamer irgendwas an die Wand geworfen, was ich nicht sehen konnte über Instagram.

Was du bei Live-Videos beachten musst

Valerie: Da stand nirgends, wer ist das, um was geht es da. Ich hab auch nicht lange zugesehen. Was sollte man bei Live-Videos auf Instagram oder YouTube beachten?

Gerd: Also über Live-Videos gibt es eine schöne Podcastfolge bei mir und auch ein Video.

Beim Live-Video ist es wie bei einer klassichen Radiosendung. Da sagt der Moderator auch zwischendurch mal, wir reden gerade über folgendes Thema. Ich hab mir mal ein T-Shirt bedrucken lassen, wo mein Name, Thema und ähnliches. Denn die Leute steigen ins Live-Video nicht von Sekunde 1 ein. Selbst wenn du am Anfang eine Anmoderation gemacht hast, wachsen die Zuschauerzahlen erst mit der Zeit. Du musst es nach einiger Zeit nochmal sagen. Und wenn danach Fragen kommen, musst du darauf eingehen und kannst nicht sagen, dass du das schon gesagt hast. Die meisten Menschen haben es nicht von vorne gesehen. Du solltest immer wieder darauf achten, dass viele Zuschauer, erst nachträglich einsteigen.

Brauchst du ein Drehbuch?

Valerie: Gerade wenn wir von Text und Wiederholen oder Beschriftung sprechen, liegt es auch nahe das man ein Drehbuch braucht für den Videodreh im Hotel. Was meinst du?

Gerd: Ich möchte jetzt nicht den Begriff Drehbuch unbedingt dafür nehmen aber habe ein Konzept. Konzept bedeutet, dir darüber klar zu werden

  • was passiert in deinem Video?
  • in welcher Reihenfolge?
  • und warum wählst du diese Reihenfolge?

Du musst kein groß ausgearbeitetes Storyboard haben, aber habe einen Plan was in deinem Video passiert. Gerade im Live-Bereich. Ich hab da gutes Beispiel, das nicht aus dem Tourismusbereich kommt, aber es ist plakativ und erklärt.

Eine indische Tageszeitung hat innerhalb von einem Jahr, 300 Livestreams produziert. Die waren fast jeden Tag irgendwo online. Das waren teilweise große Produktionen, mit mehreren Kameras, Podiumsdisskusionen und auch mit Handykamera. Zum Beispiel auf Instagram.

Am besten funktioniert, im Sinne von beste Interaktionsrate, Abrufe usw. war nicht unbedingt die Podiumsdiskussion. Da kann man weniger gut einsteigen oder hat das Gefühl nicht gut einsteigen zu können. Am besten funktioniert haben die Videos wo sie auch ein Konzept und einen Plan hatten und das waren Live-Berichterstattungen.

Die haben vorher gesagt, wir fangen hier vorne an. Dort vorne steht Person X, mit der werden wir beim Start sprechen. Danach gehen wir zu Person Y, dann ist da ein Marktstand und danach sprechen wir mit Person Z dort. Der eine mit dem Handy, der andere davor, jemand der nett und sympathisch rüberkommt. 80 Prozent ist wie man etwas sagt, 20 Prozent was man sagt. Das gilt in diesem Fall auch. Ganz wichtig: Gilt für Video, wie auch für Podcast, achte auf eine gute Tonqualität. Dann haben diese einfachen Videos – produktionstechnisch einfachen, aber konzeptionstechnisch gut überlegten Videos – gute Abrufzahlen, gute Verweildauern und gute Kommentare erhalten.

Es hilft einfach, sich mit offenen Augen Videos von anderen Leuten als Benchmark anzuschauen, Notizen zu machen, was einem nicht gefällt und lerne daraus für dein nächste, eigene Produktion. Es gilt der alte Satz im Videobereich: Shoot, edit, repeat – drehen, schneiden, von vorne. Lernen und analysieren.

Du brauchst mindestens ein Storyboard!

Valerie: Wenn du zum Kunden gehst, wie ist dein Ablauf. Machst du auch ein Drehbuch bzw. Storyboard? Arbeitest du erst am Konzept oder Inhalt, wie machst du das?

Gerd: Als Geschäftsführer bin ich mit Kunden in Beratungsgesprächen und kläre vielleicht auch mal warum willst du dieses Video haben, wer ist deine Zielgruppe, welche Schmerzpunkte hat deine Zielgruppe, die du mit diesem Video lösen willst. Das gebe ich an mein wunderbares Team weiter und sage, hier ist die Zielgruppe, das sind die W-Fragen und wie können wir das Problem unseres Kunden lösen?
Wie lange dauert eine Videoproduktion?
Valerie: … vom Konzept bis zum fertigen Produkt. Wie lange geht’s?

Gerd: Das hängt davon ab, was du am Ende haben willst. Das Konzept bestimmt die Produktionszeit und Budget. Plakativ und einfach gesprochen. Stell dir vor, ein zwei Minuten langes Video, drehen wir mit dem Handy, holen uns noch zwei Schauspieler, die wir hier im Büro aufs Sofa setzen, die schauen sich verliebt in die Augen, flüstern ein bisschen miteinander, quatschen, knutschen und am Ende sind zwei Minuten rum. Mit’m Handy gefilmt, wird ein toller Liebesfilm.

Produktionstechnisch waren das zwei Leute die da sitzen, nett aussehen und ein Handy.

Jetzt drehen wir ein Video auf Hawaii. Du merkst schon, Reisekosten. Dann machen wir das ganze bei Sonnenuntergang, da reicht das Handy nicht, da brauchen wir eine richtige Kamera. Dann wollen wir das noch richtig ausleuchten, 20 Leute die am Strand tanzen, es ist auch nur ein zwei Minuten Video.

Das Konzept bestimmt den Preis und dadurch auch die Produktionszeit

Es geht los bei drei bis vier Wochen. Du musst zuerst miteinander reden, Fragen klären, was hättest denn gern. Wir hatten auch schon dass Bestandskunden bei uns anrufen und sagen, wir haben total vergessen, demnächst ist Ostern… Oder oh verdammt, in vier Tagen haben wir den Konzernchef bei uns am Standort, könntet ihr mal mitm Kamerateam…

Wenn man das in Ruhe vorbereiten kann, dann sind zwei bis 4 Wochen kein Problem, weil da musst du vielleicht die Location nochmal klären, was soll dort alles passieren. Dann schneiden wir das eben nicht mehr mit Overnight-Servcie, sondern zu normalen Arbeitszeiten und dann kriegt der Kunde den Rohschnitt zugesendet, dann redet man darüber, dann werden vielleicht ein paar Szenen ausgetauscht, dann gibt es am Ende eine fertige Videodatei. Üblicherweise gibt es bei uns nicht ein Video, sondern mein Leitmotiv ist an dieser Stelle: einmal drehen und solange schneiden bis der Arzt kommt.

In der Regel aus einem Videodrehtag, entsteht

  • ein Video für YouTube Querformat
  • ein quadratisches Video
  • ein Hochkant-Video
  • eine Trailerfassung zu Werbezwecken

Oder es muss noch was für die Lobby im Hotel aufbereitet werden. Also ein Video ohne Ton. Es muss dann aber auch ohne Ton funktionieren. Da muss man die Szenen so zusammenschneiden, dass die ohne Text und Ton funktionieren.

Welche Formate brauchst du als Hotelier?

Valerie: Du hast ein paar Video-Formate aufgezählt: Welche braucht man für’s Hotel?

Gerd: Sei dir darüber klar, wer ist deine Zielgruppe? Hast du ein Business-Hotel oder ein Urlaubs-Hotel? Oder bist du ein Hotel mit Eventlocation. Wir hatten zum Beispiel Spielcasino Hohensiegburg mit Sternekoch usw. Da haben wir aus einer Videoproduktion mit 2,5 Drehtagen, fünf Video produziert. Ein Video war nur Gastronomie, ein Video war Spielcasino, eins war die Eventlocations und was man dort machen usw. Es kommt auf die Art des Hotels an. Vielleicht hast du ein Wellness-Hotel und willst das Video auf deiner Website einbetten und darunter den „Hier buchen“-Button einfügen. Kommt darauf an, was dein Schwerpunkt ist.

Was ist mit VR oder AR?

Gerd: Das sind keine Videoformate mehr. Das kann Video sein, aber in der Regel ist damit meistens nicht mehr Video gemeint. Es gibt diese Mischformen, 360 Grad Fotos und Video. Das kennen sicherlich einige aus den hotels. 360 Grad Fotos, damit man sich die Zimmer und Räumlichkeiten auf der Website anschauen kann.

360 Grad Fotos vom Hotel sind wichtig!

Gerd: Wir haben von einige Drehs schon über 360 Grad Foto die Drehplanung gemacht, ohne vorhin hingefahren zu sein. Wenn man auf den Fotos schon sieht, ach da hinten sind Steckdosen in der Wand, dann hat sich die Frage nach Stromquelle schon erübrigt. Oder man kann fragen, sind die auch geschaltet?

Das kann auch schon bei der Planung helfen. Wir betreuen unter anderem die Locations von LazerZone. Da melden sich zum Beispiel Richtung Weihnachtszeit die Unternehmen und sagen, wir haben uns schon auf ihrer Website umgesehen, wir wissen schon wo wir unser Catering hinstellen wollen.

Die Fotos waren eigentlich gemacht worden, damit sich die Leute, die Location auf Google Maps anschauen können. Jugendliche nutzen die Fotos um ihre Spielzüge zu planen und Unternehmen nutzen sie zur Planung ihrer Unternehmensfeier.

Also 360 Grad Fotos ist in meinen Augen heutzutage ein Nobrainer – sollte man haben. Das ist immer eine Frage vom Budget. Was bin ich bereit darin zu investieren.

Dann wäre der nächste Schritt zu sagen, 360 Grad Video. Wir hatten die Anfrage von einer Handelskammer und haben über die Preise gesprochen, dann kam nur „Gibts auch was rationpharm“.

Was wir dann gemacht haben, wir haben 360 Grad Fotos gemacht. Die sind dann auf Google Maps usw. gelandet für die klassischen Einträge. Aus diesem Fotos haben wir dann mit einer Sprecherstimme ein Video gemacht, dass die dann auf ihre Homepage packen konnten.

Das wäre die Zwischenlösung, wenn man das Budget nicht hat für eine große Produktion. Für den reinen Informationsgehalt, muss ich ganz pragmatisch an der Stelle sagen, reicht das auch.

Der nächste Schritt ist eine 360 Grad Video-Produktion. Wird dann eben teurer. Dann kann man auch eine Person vor die Kamera stellen, die durch die Räume führt. Das geht dann auch alles, das geht halt nicht mit Fotos.

Valerie: Ein Tagungshotel könnte VR oder AR Fotos oder Videos machen, um potenziellen Gäste, die Brille aufzusetzen und zu zeigen, so sieht es bei uns aus.

VR vs. AR

Gerd: Kurz zu den Begrifflichkeiten.

Das eine ist erweiterte Realität – augmented reality, AR. Das andere ist künstliche Realität – virutal reality, VR.

Künstlich kann in dem Fall auch Video sein. Bei der erweiterten Realität, kannst du durch ein Betrachtungsgerät, dass kann auch ein iPad sein oder so, dir eine reale Umgebung anschauen. Auf dem Display werden zu dem realen Kamerabild zusätzliche Informationen eingeblendet. Erweiterte Realität kennt man auch aus dem Museum, den Audioguide. Das ist eigentlich auch schon erweiterte Realität. Die meisten verstehen darunter die visuelle Erweiterung.

Bei der virtuellen Realität, kriegst du meinetwegen eine Brille auf die Nase, so eine mit eingebauten Monitor. Einige aus der Tourimusbranche kennen das vielleicht schon. Stell dir vor du sitzt im Reisebüro und bekommst eine VR-Brille auf die Nase und siehst dann 360 Grad Fotos oder Videos von deinem Urlaubsort. Dann weißt du da hinten ist der Strand, links ist die Bar und ganz rechts gehts zum Einkaufszentrum.

So kannst du deine Location extern transportieren. Das nutzen wir für Kunden auch im Recruitingbereich. Da stellen sich bei uns Arbeitgeber vor oder Produktions- und Standorte auf dem Messestand, ohne das du die gesamte Anlage mitnehmen musst.

Valerie: Klasse, was man alles machen kann. Welche Tipps hast du für Hoteliers, die solche Videos haben wollen?

Gerd: Kläre für dich:

  • Was ist dein Kommunikationsziel?
  • Was willst du mit diesen Videos erreichen?
  • Wen willst du damit erreichen?

Das schlechteste Video das du machen kannst ist ein Video das alle auf einmal anspricht.

Valerie: Also man kann mit Videos, der richtigen Einstellung, Zielsetzung und den richtigen Formaten, richtig gut das Produkt zeigen und ein Gefühl verkaufen. Gibt es noch was, was du weitergeben willst?

Gerd: Wer sich näher für das Thema interessiert: Es gibt noch einen anderen Podcast, nämlich meinen und wer mag, kann da reinhören.

Valerie: Gerd, vielen Dank für dieses informative Gespräch über Video-Marketing. Hat Spaß gemacht.

Gerd: Gerne. Tschüss!

Leseempfehlungen

Im Artikel der t3n „Was sind eigentlich AR und VR?“ findest du weitere Erklärungen zu VR und AR.

 

Über den Gesprächspartner Gerhard Schröder von Kreative KommunikationsKonzepte GmbH

Gerhard Schröder hat Kreative KommunikationsKonzepte gegründet. Er berät unsere Kunden strategisch und arbeitet die Konzepte aus, die wir dann gemeinsam umsetzen. Als einer der deutschen Experten für Videomarketing und 360 Grad Video ist Gerd ein sehr gefragter Vortragsredner und Dozent. Wir kennen jedenfalls niemanden, der in Sachen visuelle Kommunikation so weit vorne ist und zugleich einen so klaren Blick auf den Marketingerfolg behält. A propos 360 Grad: Wie Gerd den ganzen Raum einer Bühne ausnutzt, um seine spannenden Inhalte zu verdeutlichen, muss man einfach mal erlebt haben.

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