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Stimmen für die Hotellerie: Nachhaltigkeit im Hotel Janbeck's Fairhaus

Stimmen für die Hotellerie: Nachhaltigkeit im Hotel – Janbeck’s Fairhaus

In Stimmen für die Hotellerie spreche ich mit Menschen aus der Branche für die Branche. In dieser Podcast Episode und dem Artikel geht es um Nachhaltigkeit im Hotel.

Uta Janbeck betreibt mit ihrem Mann einen Bauernhof an der Grenze zu Dänemark. Von der Energiegewinnung über Mobilität bis hin zu selbst produzierten Speisen versorgt sie sich und ihre Gäste überwiegend selbst.

In einem Flächenland wie Schleswig-Holstein hat sie da ihre ganz eigenen Herausforderungen.

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Die Idee vom ressourcenschonenden Arbeiten und Wirtschaften

Valerie: Herzlich Willkommen Uta, schön dass du da bist. Erzähl doch wer bist du und was machst du?

Uta Janbeck: Ich bin Uta Janbeck und ich betreibe ein kleines Hotel bzw. eine ökologischen Pension oben an der Ostsee, kurz vor Dänemark.

Valerie: Ui schön. Wie viele Zimmer hast du denn?

Uta: Wir haben sieben Quartiere. Vom Doppelzimmer bis zu zwei großen Wohnungen mit jeweils 100 m² ist alles dabei. Wir können 21 Gäste unterbringen.

Valerie: Du hast mir im Vorgespräch erzählt, dass du Quereinsteigern bist. Warum bist du in die Hotellerie gegangen?

Uta: Eigentlich fängt es damit an, dass ich ganz früh eine Familie gegründet habe mit meinem Mann Stefan. Ich hab immer gesagt, es ist einfacher Gäste zu betreuen, als die eigenen Kinder.

Als die Kinder dann groß waren, haben wir gedacht, wir machen mal noch was anderes und wollen raus aus der Stadt. Dann haben wir diesen alten Hof hier gefunden, der ziemlich runter gekommen war. Wir haben fast alle unsere Ideen die wir hatten zu ressourcenschonendem Arbeiten und Wirtschaften darin verwirklicht.

Der Dreiseithof

Stimmen für die Hotellerie: Nachhaltigkeit im Hotel

Valerie: Wie kann ich mir den Hof den vorstellen? Was macht das Janbeck’s Fairhaus aus?

Uta: Das ist ein Dreiseithof – so nennt sich das – das sind drei Gebäude: Ein alter Bauernhof mit einem großen Haupthaus in der Mitte mit Reetdach und einer 200 Jahre alten Linde davor.

Dann waren wir immer schon der Meinung, dass es nicht sinnvoll ist, gutes Trinkwasser in der Toilettenspülung zu benutzen. Deshalb haben wir eine große Kläranlage selber installiert. Darin laufen die Feststoffe und andere Abwässer zusammen. Die Feststoffe werden kompostiert. Die flüssigen Stoffe werden in großen Schilfbeeten, von den Pflanzen dort, geklärt. Unser Techniker der das betreut sagt immer, das Wasser ist danach so gut wie das Ostseewasser, das kann man trinken. Dieses Wasser nehmen wir für die Toilettenspülung.

Pro Gast sind das 60 Liter pro Tag und vergleichbare Hotels haben da einen Wert von 200 Liter pro Gast und Tag. Da ist natürlich alles miteingerechnet, Garten bewässern, Putzen, Wäsche usw.

Wir wollen einerseits Trinkwasser sparen, weil es uns am Herzen liegt. Wir denken das ist eine wichtige Ressource und darauf müssen wir achten. Und auf der anderen Seite sparen wir natürlich auch Kosten.

Reetdach und Solarthermie

Valerie: Du hast mir im Vorhinein auch die Vita des Fairhaus’ gesendet. Ihr seid seit 2002 seid ihr dran und die Pflanzenkläranlage hast du gerade schon beschrieben. Da konnten wir auch klären dass ein Reetdach nicht aus Stroh besteht, sondern aus Schilf das bei euch wächst.

Und 2008 habt ihr dann eine Solarthermieanlage in Betrieb genommen. Was ist das?

Uta: Es gibt einmal die Solaranlagen die halt Strom erzeugen. Eine Solarthermieanlage läuft mit Wasser. Dieses Wasser wird durch die Sonne erwärmt. Das ist das Wasser was wir im Sommer für die Duschen haben.

Es ist ganz interessant. Hier in die Deutschland setzt man in erster Linie auf Photovoltaik, als auf Solarthermie. In Dänemark werden große Anlagen nur für Solarthermie gebaut. So sind die regionalen Unterschiede.

Blockheizkraftwerk und Niedrigenergiehaus

Valerie: 2009 habt ihr dann das Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen.

Uta: Ja. Das war das zweite. 2004 haben wir unser erstes schon eingebaut. Und 2009 kam ein zweites dazu, weil wir mehr Gäste bekommen haben und noch ein zusätzliches Haus als Unterkunft eingerichtet haben. Du sagst zwar Großprojekt, aber das haben wir schon sukzessive aufgebaut.

Irgendwann kam dieses Niedrigenergiehaus dazu und das brauchte eben auch Wärme. Dafür ist das zweite Blockheizkraftwerk und Wärmerückgewinnung eingebaut worden.

Valerie: Was ist denn ein Niedrigenergiehaus? Was kann denn das?

Uta: Ein Niedrigenergiehaus muss besonders gut gedämmt werden. Da gibt es Werte die man einhalten muss. Dann darf keine Wärme nach außen dringen und dafür braucht man am Besten noch eine kontrollierte Be- und Entlüftung, sonst wohnt man in einer Tupperdose. Das möchte keiner und wir als Gastgeber haben unter Umstände Schimmel, wenn die Lüftung nicht stimmt.

Rein rechnerisch erzeugen wir auch mehr Energie als das Haus braucht und deshalb ist es sogar ein Plus-Energiehaus. Oben drauf ist noch eine große Photovoltaik-Anlage mit 13,8 Kilowatt Peak.

Mit Kneipp gesund bleiben – Kneipp-Gästehaus

Valerie: Dann gibt es auch noch ein Kneipp-Gästehaus. Was ist das?

Uta: Das ganze ist ein Kneipp-Gästehaus. Ich hab irgendwann mal gedacht, als Selbstständige, solltest du nicht krank werden. Bei mir in der Familie war die Einzige die nie krank geworden ist meine Großmutter. Die ist bei jedem Wetter barfuß übers Gras gelaufen. Alle haben sich drüber lustig gemacht, aber sie war die Einzige die nie krank war. Daraufhin hab ich mich schlau gemacht und herausgefunden, dass sie Kneipp-Anwendungen gemacht hat. Ich hab mich dann zum Kneipp-Gesundheitstrainer ausgebildet und darf unseren Gäste Anwendungen zeigen.

Zum Beispiel wenn ein Fahrradfahrer hier völlig verschwitzt ankommt, kann ich ihm zeigen wie er seine Körpertemperatur runterbringt. Das kann er mit einem kleinen Armbad. Das hab ich draußen auf’m Hof schon stehen. Die sind total begeistert, dass man sich mit simplen Sachen „helfen“ kann.

Dafür hab ich für das ganze Haus eine Zertifizierung. Dazu gehört auch, dass wir ein vollwertiges Frühstück anbieten und ein Kräutergarten.

Stimmen für die Hotellerie: Nachhaltigkeit im Hotel

Das Feinheimisch-Zertifikat

Valerie: Ihr seid auch ein Feinheimisch-Mitglied. Ist das ein Zertifikat?

Uta: Feinheimisch ist ein Verein, der es sich zum Ziel gemacht hat die Produkte aus Schleswig-Holstein und die Produzenten in die Restaurants und an die Gäste zu bringen. Das ist so ähnlich wie Slow Food aber auf Schleswig-Holstein bezogen.

Wir sollen damit Aufklärungsarbeit machen, an Schulen gehen und auch die Rezepte weitergeben. Das wird dann auditiert und ich muss 60 % der Produkte die ich in meinen Café verwende aus Schleswig-Holstein beziehen.

Das hab ich noch gar nicht gesagt, dass ich ein Café hab.

Valerie: Nee, das hast du noch nicht erwähnt.

Uta: Zu den 21 Zimmern haben wir auch ein Café mit 30 Innenplätzen und 30 Außenplätzen. So ein Bauernhofcafé wie man sich das vorstellt. Gut, einfach und bodenständig mit alten Rezepten und das macht richtig Spaß.

Warum willst du dich selbst mit Energie versorgen?

Valerie: Wie kam es zu eurer Entscheidung, dass ihr alles selbst machen wollt? Also Strom, Wärme, Wasser und Produkte.

Uta: Bei mir ist ein guter Motivator, wenn ich mich über etwas oder jemand ärgere.

In unserem Fall war es so, dass wir davon ausgegangen sind, dass das größte Problem die Ver- und Entsorgungskosten sein werden. Wenn man das nicht gleich im Blick hat, dann ist das fahrlässig. Also haben wir das schon mit einbezogen.

Wir hatten so unsere Ideen und unser Architekt, der uns begleitet hat, sagte immer für Heizungstechnik bräuchten wir eine Extraplaner, für Klärtechnik brauchen wir eine Extraplaner, Elektrotechnik brauchen wir einen Extraplaner. Ich hab mir dann eine alte Registrierkasse vorgestellt, die da rattert und mir gedacht, du lieber Himmel wir haben gar nicht so viel Geld. Wir haben ganz wenig Fördergelder hier drin und wie sollten wir das schaffen?

Mein hat sich unsere Ideen dann angelesen, also von der Rotteanlage – das sind alles Dinge die es schon gibt. Er hat sich das dann zusammegepuzzelt. So beschreibe ich das auch immer. Denn wir saugen immer weitere Idee auf, wie ein Schwamm.

Zum Teufel mit der Digitalisierung im Hotel!

Valerie: Die Hotellerie hat ja ihre Herausforderungen. Du hast ein Haus mit sieben Quartieren. Welche Herausforderungen hast denn du ganz persönlich in deinem Hotel?

Uta: Für mich ist – und das haben wir beim Start schon gemerkt – das Thema Digitalisierung ein großes Problem.

Die Netzversorgung ist nicht so gut, wie wir uns das wünschen würden. Wir verbringen viel Zeit mit warten, was am Computer passiert.

Dann würde ich gerne noch enger mit Produzenten zusammenarbeiten. Das ist aber aus bestimmten Gründen nicht möglich. Wir sind in Schleswig-Holstein ein Flächenland und da ist alles weit verteilt. Ich möchte am Liebsten ein 20 km – Frühstück aufbauen, dass ist aber schwierig. Und die Produzenten können nicht liefern und ich hab auch keine zeitlichen Kapazitäten und Transprotmöglichkeiten, um die Produkte abzuholen.

Das größte Problem ist aber die Zeit. Denn ich hab das als One-Woman-Show gestartet und hab jetzt eine feste Mitarbeiterin und 2 Auszubildende. Dadurch dass wir so viel machen, ist die Zeit das größte Problem für mich.

Verzicht auf Booking und HRS

Ich weiß, dass ich mir auch das Leben selbst schwer mache, weil ich nicht bei HRS und Booking gelistet bin.

Valerie: Du bist dort nicht gelistet?

Uta: Nein, ich hab mich ganz bewusst gegen diese Portale entschieden. Ich hab gemerkt, dass das nicht die richtigen Gäste für mein Haus sind.

Ich und mein nachhaltiges Hotel und Booking passen einfach nicht zusammen. Ich war 2,5 Jahre bei Booking und hatte 3 Buchungen. Da stimmt doch was nicht.

Valerie: Du hast die Digitalisierung angesprochen und dass das ein großes Problem für dich ist. Aber du persönlich kannst daran ja nichts ändern. Also es gibt keinen Lösungsweg dafür.

Uta: Ich hatte Gäste bei mir im Café, die sagten ich müsse was am Internet machen. Ich fragte, was soll ich machen, wir können froh sein, dass wir überhaupt Internet haben. Bis vor kurzem gab es hier noch Regionen die gar kein Internet hatten.

Daran muss die Politik etwas ändern. Die kucken nur auf die Städte, dass die gut versorgt sind. Aber hier auf dem Land brauchen wir auch eine gute Netzversorgung. Sonst ist das eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Für eine Hotelbetrieb, der in diesem Geschehen dranbleiben möchte, ist das nicht befriedigend.

Irgendwann haben sich die Leute hier zusammengeschlossen und eine Breitbandinitiative in Bewegung gesetzt. Das dauert aber noch 1 Jahr. Und so lange müssen wir kucken, dass wir über Wasser bleiben.

Valerie: Abgesehen davon dass du deinen Gästen kein WLAN anbieten kannst, betrifft das ja auch deinen internen Abläufe. Deine Solarthermieanlage oder das Blockheizkraftwerk werden ja sicherlich auch digital gesteuert. Wie machst du das?

Uta: Ja, da hab ich zum Glück meinen Mann, der da mit ganz kleinen Mitteln diese Technik installiert hat. Also das was man heute Smart Home nennt, haben wir im Kleinen. Zum Beispiel haben wir Kontaktpunkte an den Fenstern. In dem Moment wo du das Fenster öffnest, geht der Heizkreislauf aus, zum Beispiel. Und wenn du das Fenster schliesst, geht der Heizkreislauf wieder an.

Wir versuchen immer mit den zufrieden zu sein und klar zu kommen was wir haben. So kommunizieren wir das auch an die Gäste.

Ich kuck halt immer, wie wir das machen können. Auch bei den Portalen. Was ist das richtige, was kann das richtige sein, wenn es HRS und Co. nicht sind. Und dann bin ich eben mit den Leuten in Kontakt die hier die nachhaltige Region aufgestellt haben und bewerbe die „Langsam-Zeit“. Dann bin ich bei „Book it Green“ und Portalen die eher zu mir passen.

Elektroautos und Tesla Destination Partner

Stimmen für die Hotellerie: Nachhaltigkeit im Hotel

Valerie: Trotz all dieser Herausforderungen seid ihr ziemlich breit aufgestellt. Zum Beispiel hast du auch Elektroautos. Erzähl mal!

Uta: Wir haben mit diesem Niedrigenergiehaus auch eine Solaranlage aufs Dach gestellt. Dann haben wir ein Jahr lang keine Einspeisevergütung bekommen und wie gesagt, sowas macht mich wütend. Wütend zu sein ist für mich ein guter Motivation und unser altes Auto ist schon auseinandergefallen. Also haben wir in Elektromobilität investiert.

Wir haben gleich eine Ladesäule angebaut in 2010 und seit 2014 das erste E-Auto selbst fahren dürfen. Und wer einmal ein E-Auto fährt, will nichts anderes mehr. Den meisten die ich kenne, ist es so gegangen. Da haben wir uns „infiziert“ und uns selbst eins gekauft. Damit sind wir auch schon diverse Rallyes in die Alpen gefahren. Wir haben gezeigt, dass es funktioniert.

Dann haben wir für das ganze Haus einen CO2 – Fussabdruck ausrechnen lassen und da ist der Knackpunkt das gefragt wird „Wie kommen die Mitarbeiter her?“ Daraufhin haben wir ein gebrauchtes Elektroauto angeschafft für unsere Mitarbeiter. Und weil wir in Schleswig-Holstein ein Flächenland sind und kaum öffentlichen Nahverkehr haben und von Nordsee zur Ostsee sowieso nicht richtig rüber kommen, haben wir ein Elektroauto für unsere Gäste angeschafft. Damit können die die Gegend erkunden.

Mittlerweile haben wir noch ein viertes, das ist das Auto von meinem Mann und mit dem Tesla fährt er eben Langstrecken. Das hört sich dekadent an. Wir haben angefangen mit einem Renault ZOE, das ist meiner, den fahr ich ganz gerne. Der hat 140 km Reichweite und im Winter eher 110 km. Das ist dann schon sportlich in Schleswig-Holstein unterwegs zu sein. Aber es geht ganz gut.

Wir fahren eben mit unserem eigenen Strom, den wir mit der Solaranlage und den Blockheizkraftwerken erzeugen. Und wir versorgen eine ganze Reihe Gäste die mit ihren Elektroautos hierher kommen.

Valerie: Ihr seid auch Tesla Destination Partner. Was bedeutet das?

Uta: Die Firma Tesla hat irgendwann mal die Hotels aufgerufen sich zu bewerben. Man bekommt von denen eine Ladeinfrastruktur gesponsert und muss den Strom zur Verfügung stellen. Da wir halt viel mehr Strom erzeugen als wir brauchen ist das eine gute Möglichkeit für uns. Wir speichern den Gabelstaplerbatterie.

Jetzt muss ich einen Schritt zurück. Wir kaufen immer Technik minus 1. Das heißt, das was heute am Markt üblich ist, aber ein Schritt darunter. Denn das ist erprobt und für uns bezahlbar. 2016 haben wir den Batteriespeicher gekauft und das war das was wir uns leisten konnten.

Valerie: Ich könnte mich jetzt noch stundenlang über das Fairhaus unterhalten, aber wir müssen langsam zum Buzzwording kommen. Es ist in jedem Fall sehr beeindruckend was ihr auf die Beine stellt!

Uta: Wir sagen immer, das was wir können, kann jeder. Man muss es nur wollen! Du kannst nachhaltige Konzepte in allen Betrieben umsetzen, auch in der Hotelbranche. Da ist es sicherlich nicht immer einfach, aber man kann Steine aus dem Weg räumen. Man muss es wollen und total dahinter stehen, sonst geht das nicht.

Valerie: Jetzt muss ich doch nochmal nachhaken. Du hast im Vorgespräch erwähnt, dass du Wert legst auf regionale Produkte und gute Qualität. Aber du verzichtest bewusst auf eine Bio-Lizenz. Warum?

Uta: Ich hab mich damit ganz stark auseinandergesetzt, aber ich hab festgestellt, dass die Bio-Lizenz mich einfach zu sehr einschränkt. Ich möchte mit guten Produzenten zusammenarbeiten, die Menschen kennen, den Betrieb kennen und dann hab ich Geschichten die ich am Tisch erzählen kann. Die Regionalität ist für mich wichtiger, weil ich finde, es ist absurd wie viel Waren durch die Gegend gekarrt werden. Und wir müssen da einfach wieder hinkommen, dass wir vor Ort kaufen.

Buzzwording

Valerie: Ich nenne 5 Begriffe und du antwortest in 1-3 Sätzen. Dafür nehmen wir uns nur 2 Minuten Zeit.

Revenue Management

Uta: Als Quereinsteiger musste ich erst mal nachlesen was das ist. Ich achte auf meine Preise, bin mit meinem Betrieb allerdings sehr speziell. Deshalb muss ich erst mal kucken, dass ich auch vergleichbare Betriebe finde. Natürlich hab ich unterschiedlicher Preise.

Zukunft des Vertriebs

Uta: Wir gehen weiter in Richtung Charge-Hotel, also in Richtung E-Mobilität.
Ich hab ein Klima-Hotel und auch das werde ich weiter verfolgen und werde weiter mein Netzwerk aufbauen. Und ich kucke, dass ich in die richtigen Kanäle komme, die für meinen Betrieb wichtig sind.

Nachhaltigkeit im Hotel

Uta: Das ist für uns eine Herzensangelegenheit, wie du gemerkt hast. Für mich ein Sport ohne den es für mich nicht geht. Ich glaube wir müssen uns da alle auf den Weg machen, damit eine Welt hinterlassen, die einigermassen Enkel-freundlich ist. Bei uns steht für dieses Jahr plastikfrei und Biogas auf dem Plan.

Digitalisierung im Hotel

Uta: Hoffentlich bald besser. Ohne Digitalisierung geht es nicht. Wenn ich an Digitalisierung denke, hab ich glaube ich zu viel Star Wars gekuckt. So ein R2D2 der hier ein bisschen aufräumt wäre klasse.

Selber machen oder zukaufen

Uta: Lieber selber machen und das Argument ist, wir wissen was drin ist und es ist Ausbildungsinhalt. Für uns schafft es auch Flexibilität. Zudem ist es unser USP weil wir auch besser auf Veganer eingehen können. Der Steinofen den wir angeschafft haben, wartet schon und was ist schöner als wenn man ins Café kommt und es duftet schon nach froschgebackenem Brot.

Valerie: Vielen Dank liebe Uta für das tolle Gespräch. Du hast mit deinen Erzählungen und den Einblick in deinen Hotelalltag.

Uta: Ich danke dir auch Valerie, das ist eine ganz tolle Geschichte was du machst. Ich freu mich sehr dass ich mitmachen durfte. Ich würde mich freuen, wenn wir unser Netzwerk erweitern und uns irgendwann mal kennenlernen.

Über die Interviewpartnerin: Uta Janbeck, Inhaberin Janbeck’s Fairhaus

Mein Name ist Uta Janbeck. Ich bin ein Quereinsteiger, Querdenker und kleiner Weltverbesserer.
Ich bin Autodidakt. Technik ist mir manchmal fremd, auch wenn ich seit 5 Jahren begeistert EAuto fahre. Nachhaltig und umweltfreundlich leben zu wollen ist Lebenselixir und ein Sport immer neue Ideen zu finden. Dabei hilft die Leidenschaft am Netzwerken.

Ich betreibe , mit konzeptioneller und technischer Unterstützung meines Mannes, seit 2006 eine kleine klimaneutrale Pension an der Ostsee kurz vor Dänemark. 21 Gäste betreue ich mit meiner Mitarbeiterin und 2 Auszubildenden. Wir wollen wissen was drin ist und machen von den Brötchen bis zur Wäsche alles selber. Natürlich sinnvoll mit eigenem Strommanagement überwacht.
Dabei geht es fröhlich und fair, ambitioniert und anders, inspririerend und interessiert, und regional und ressourcenschonend zu. Das ist unsere Definition für Janbeck*s FAIRhaus.

Wir wollen Kreisläufe schaffen, eine möglichst enkelfreundliche Welt hinterlassen und unseren Gästen einen Urlaub mit gutem Gefühl bieten.

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