Datenschutz-Fallstricke in Corona-Zeiten – Können Hoteliers jetzt einfach einen Newsletter versenden?

Datenschutz-Fallstricke in Corona-Zeiten – Können Hoteliers jetzt einfach einen Newsletter versenden?

Kontaktsperre, Abstand halten, Familie und Freunde nicht sehen dürfen, all das bestimmt, seit Ausbruch des Coronavirus, unseren Alltag. Hoteliers und Gastronome dürfen keine Gäste begrüssen. Die Kommunikation verlagert sich über Facetime, WhatsApp und Social Media ins Netz. Besonders jetzt solltest du deine Gäste informieren. Vielleicht hast du ja „eine Liste“ mit einigen tausend E-Mail-Adressen. Ein Newsletter wäre jetzt von Vorteil!

Ein Newsletter über den du deine Gäste über deine Situation regelmäßig informieren kannst. Doch reicht eine Liste mit E-Mail-Adressen und wie ist das mit dem Datenschutz? Darüber hab ich mit Ingo Busch von der Datenschutzberatung Köln gesprochen.

Viel Spaß beim Hören!

Ich möchte darauf hinweisen, dass weder Ingo noch ich Rechtsanwälte sind und der Podcast keine Rechtsberatung darstellt. Ich möchte dich bitten für deinen speziellen Fall zu dem Anwalt deines Vertrauens zu gehen. Ingo ist Datenschutzbeauftragter und Datenschutzauditor und deshalb spreche ich mit ihm über dieses Thema.

Shownotes

01:29 „Wir haben eine Liste“
01:54 Hoteliers wollen Kontakt halten!
02:34 Die Sache mit dem Opt-In
03:02 Corona macht’s nicht legal
03:07 Woher kommen die E-Mail-Adressen?
03:47 Welchen Zweck soll die E-Mail erfüllen?
04:04 Hab ich tatsächlich eine Einwilligung
04:21 Eine E-Mail an die Liste mit der Bitte um Eintragung in den Newsletter
05:05 Der Zweck ist spätestens mit der Feedback-E-Mail erledigt
05:36 „Berechtigtes Interesse“
06:03 Erwarte ich als Gast, dass ich ständig einen neuen Newsletter erhalte?
06:27 Raus aus dem Datenschutz rein ins UWG…
07:02 Das UWG sieht engere Grenzen vor
07:22 In der Praxis: zweiteiliger Meldeschein
07:44 Nicht vorangekreuzt – sonst Einwilligung hinfällig
08:34 Double Opt-In – Die doppelt qualifizierte Einwilligung
09:04 Das Double Opt-In gibt es schon seit ca.15 Jahren in Deutschland!
09:27 Freiherr Günther von Gravenreuth
11:18 Keine E-Mail-Adressen aus dem Impressum für den Newsletter!
11:50 Informationspflicht im Newsletter: Datenschutz und Impressum
12:20 Adressen kannst du kaufen – aber informiere!
13:31 Was fragt die Aufsichtsbehörde?
13:38 Dann musst du das Verfahren beschreiben…
14:32 Auf keinen Fall „die Liste“ anschreiben!
15:25 Wann war der Gast zuletzt da?
15:36 Berücksichtige: Erwartungshaltung der betroffenen Person
15:47 Gibt’s ein Schlupfloch?
15:51 Zum Beispiel Gäste die in den letzten 300 Tagen da waren – kann ich die anschreiben?
16:16 Datenschutzrechtlich ist das VIELLEICHT sauber – aber da gibt’s noch das UWG…
17:05 E-Mail-Werbung: B2B – B2C
17:30 Kann ich das an der E-Mail-Adresse erkennen?
18:46 Liegt noch ein berechtigtes Interesse vor?
20:38 Meldeschein so gestalten dass sie dem Meldegesetz und der DSGVO nachkommen
21:23 Wie sieht’s mit Stammgästen aus?
21:37 Wer kommt regelmäßig unregelmäßig – ein legitimes Interesse
23:15 Eine Info-Mail an Stammgäste die regelmäßig kommen OHNE werblichen Inhalt, wäre eine Möglichkeit
23:40 Reine Infos wäre in Ordnung
23:49 Keine Werbung!
23:58 Gäste erwarten vielleicht auch Informationen
25:06 Warum nicht eine persönliche E-Mail an treue Gäste senden?
25:35 Startet mit Newsletter-Marketing mit allem Zipp und Zapp
26:00 Newsletter-Marketing und Kommunikation sind nicht nur in der Krise wichtig!
26:55 Hier findest du Ingo Busch von der Datenschutzberatung Köln
27:09 Ein Webinar rund ums E-Mail-Marketing als YouTube-Video abrufbar!

Weiterführende Links & Leseempfehlungen

Ingo spricht im Podcast ein Webinar an, dass auf Youtube verfügbar ist, hier geht’s zur Aufzeichnung des Webinars von Härting Rechtsanwälte über E-Mail-Marketing

„E-Mail-Marketing: Die wichtigsten Anbieter für Newsletter-Tools“ – t3n.de

„Öffnungsrate, Klickrate und Co.: Die 5 wichtigsten Kennzahlen im E-Mail-Marketing 2020“ – basicthinking.de

Über den Gesprächspartner: Ingo Busch, Datenschutzbeauftragter

Ingo Busch - freier DatenschutzberaterIngo Busch ist gelernter Fachinformatiker und langjähriger IT-Projektleiter. Als freier Datenschutzberater unterstützt er Unternehmen bei der Umsetzung des Datenschutzes und ist auch als externer Datenschutzbeauftragter tätig. Nebenbei kümmert er sich als „Blog-Doktor“ um WordPress-Websites und Blogs diverser Blogger und Unternehmen. Auf seiner Website datenschutz-beratung-koeln.de bloggt er zu Datenschutzrelevanten Themen.

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