Roboter, Automaten und Cloud-Lösungen auf der IGEHO – mein Recap zur internationalen Fachmesse für Hotellerie und Gastronomie

Roboter, Automaten und Cloud-Lösungen auf der IGEHO – mein Recap zur internationalen Fachmesse für Hotellerie und Gastronomie

(Kooperation*)

Herbstzeit ist Messezeit. Direkt vor meiner Haustüre fand die internationale Messe für Hotellerie und Gastronomie in Basel statt. Vom 16. November bis 20. November 2019 konnten sich die Experten der Branche über Neuigkeiten im Gastgewerbe informieren.

Während der Messe bot Hotellerie Suisse auf dem Igeho Campus interessante Vorträge und Panels an. Da sie nur unter der Woche stattfanden, konnte ich leider keinen Vortrag besuchen. Stattdessen hab ich die Messe am Sonntag erkundet und ein paar Eindrücke mitgebracht, über die ich in diesem Artikel berichte.

Kuschelige und musikalische Roboter, die begeistern!

In Halle 1.0 Nord gab es Neuigkeiten in Sachen Kücheneinrichtungen und Geräte, Kältetechnik, Reinigungsmaschinen und – das hätte nicht erwartet – musikalische Roboter.

Wenn Pepper und seine Truppe dem Publikum mit offenen Armen entgegengehen, hält der ein oder andere schon mal an und kuschelt mit dem Roboter. DJ Megabot hat seine Kollegen mit rhythmischen Klängen zum Tanzen animiert und auch für ein Spielchen war mal Zeit.

Klicke auf ein Bild und sieh dir die Bildergalerie an.

Welchen Mehrwert bieten Roboter für Hoteliers und Gäste?

Am Stand von Thermoplan gab es ebenfalls einen freundlichen Barista-Roboter, der leckeren Latte Macchiato mit Herz im Schaum zauberte.

Ein echter Hingucker! Viele Leute interessierten sich dafür, wie eine Maschine einen Barista nachahmt. Robotertechnik fasziniert und lockt Leute an. Doch wie nützlich ist das im täglichen Kaffeegeschäft?

Gut, vorstellen könnte ich es mir noch beim Frühstück, wenn Gäste sich den Kaffee selbst holen und zwischen dem Kaffeevollautomat und dem Kaffee-Roboter wählen können. Oder wenn ein Café einmal im Monat einen Wettbewerb veranstaltet, bei dem der menschliche Barista gegen den Roboter-Batista antritt. Das kann für einige Zeit Gäste anziehen und zum Alleinstellungsmerkmal werden. Wie wirtschaftlich das ist und ob sich das tatsächlich lohnt, bezweifle ich. Doch vielleicht kann man den Roboter auch mieten und nur zeitweise einsetzen. Das konnte ich am Stand leider nicht fragen, weil sehr viel los war.

Weitere Informationen zu Service Automation kannst du auch im Robotise-Blog nachlesen.

„3 Perspektiven für Service Automation in der Hotellerie“ und „How Service Automation Improves Hotel Reputation“.

Was hältst du von Robotern im Hotel? Antworte mir einfach unten im Kommentarfeld.

In diesem Video siehst du den Roboter-Barista in Action!

Check-In und Keycard am Automat selbst erstellen

Zugegeben, ich war skeptisch als ich am Stand der Key & Card GmbH angesprochen wurde. Automaten haben ja so ein „Geschmäckle“. Zigarettenautomaten, Kaugummi-Automaten (ja, ja, früher halt – wobei es hier und da schon noch welche gibt), Spielautomaten… usw. Und jetzt also auch der Check-In-Automat.

Was kann der schon, außer dass der Gast sich selbst eincheckt?

Doch die Key & Card GmbH aus Gams und Pfäffikon in der Schweiz, hat mich überrascht. Schon während der Reservierung werden die Daten über das zugehörige Buchungssystem erfasst und stehen dem Automat zur Verfügung. Das ist nicht sehr überraschend, denn es ist logisch.

Das Gerät ist mit einem Passscanner ausgestattet und enthält ein Bezahlterminal. Für den digitalen Meldeschein steht ein Unterschriftenfeld zur Verfügung. Zusätzlich gibt der Check-In-Automat auch Keycards (mit RFID) heraus oder ermöglicht dem Gast den Zugang zum Zimmer mit seinem Smartphone.

Der gesamte Check-In-Prozess ist digitalisiert und kann die Rezeption entlasten. Ich finde das wunderbar. Gerade für Hotels die die Rezeption nicht 24/7 besetzen, finde ich diese Technologie praktisch.

Check-In und Keycard am Automat und die eigene DynaNet Cloud für dein Hotel

Die eigene DynaNet Cloud für dein Hotel

Bisher war mir hotline völlig unbekannt. Doch der Stand zog mich schon allein durch die Farbe magisch an 😉

Guido Knup, Verkauf und Consulting bei DynaNet GmbH, hat mich sehr freundlich beraten und mir den Zusammenhang zwischen hotline und DynaNet erklärt.

DynaNet beinhaltet die Cloud-Lösung Dyna-Access in der auch die Hotelsoftware hotline betrieben wird. Nach eigenen Angaben zählt hotline zu den Top 3 Branchenlösungen in der DACH-Region und wird von 3500 Hotelbetrieben verwendet.

Falls du meinen Newsletter schon abonniert hast, konntest du in der letzten Ausgabe lesen, wie Datenschützer Ingo Busch zu Cloud-Lösungen steht. Viele Anbieter setzen auf AWS oder Microsoft Azure.

DynaNet verfügt über einen eigenen Datencenter und stellt diesen sehr transparent auf der Webseite dar. Diese Datencenter stehen in der Schweiz. Das System wird 24/7 durch Videoüberwachung, Zutrittskontrollen und Alarmanlagen überwacht.

Die eigene DynaNet Cloud für dein Hotel

Die Hotelsoftware hotline scheint die eierlegende Wollmilchsau zu sein 😉
Sie bietet:

  • Anbindung der Kassensysteme
  • digitaler Meldeschein
  • Newsletter
  • EC-Terminal
  • Event Management Software
  • Check-In-Automat
  • Website
  • Hotel-TV
  • Klimasteuerung
  • Room Keycards
  • Wellness Management Software
  • Onlinereservierungen/ Buchungsmachine / Channelmanager
  • Housekeeping
  • Telefonanlage
  • Finanzbuchhaltung

MEWS und ATOMIZE auf der IGEHO

Matthias Heitmann habe ich auf dem REDCamp im Oktober 2019 kennengelernt und mich sehr gefreut ihn erneut auf der IGEHO zu treffen. Über MEWS Systems habe ich in meinem Glossareintrag über Buchungsmaschinen schon mal berichtet und Matthias hat mir die Technologie vor Ort vorgeführt. Wahnsinn was MEWS alles kann!

Neben der Buchungsmaschine „Distributor“ verfügt die Software auch über

  • den Commander, das ist das Property Management System
  • dem Navigator, der als virtueller Concierge dient
  • dem Operator, mit dem Gäste online einchecken können
  • dem Merchant, mit dem Zahlungen abgewickelt werden können

Zudem gibt es noch den „Marketplace“ über den verschiedene Apps und Integrationen hinzugebucht werden können.

Das Rundum-Sorglos-Paket also.

Matthias und seine Kollegen teilten sich den Stand mit Atomize. Das ist eine Revenue Management Software, die dich bei deiner Preissteuerung unterstützt und funktioniert, wie Ertragsoptimierung eben funktioniert 😉

Es werden

  • historische Daten
  • Mitbewerber
  • Suchmuster und Nichtbuchungen
  • Feiertage, Ferien
  • Preishierachie
  • Schultertage

berücksichtigt und der Preis berechnet.

Atomize wurde von Hoteltechreport zur „Top Rated Revenue Management Software 2019“ gewählt. Ich habe bisher nicht viel von Atomize gehört oder gelesen, bleibe aber dran.

 

Wenn du dich für Revenue Management interessierst, dann schau mal in meiner Kategorie Revenue Management nach, lies die Beiträge oder höre meine Podcast-Folge in der ich mit Matthias Trenkwalder von Rateboard spreche.

Mein Fazit zur IGEHO 2019

Als Experte in der Branche kannst du dich hier persönlich über Neuigkeiten informieren. Auch die Themen in den Panels und Vorträgen, wie zum Beispiel „Der Umgang mit dem digitalen Gast“, „Hotelrating vs. Onlinebewertungen“ oder „Filme aus der Hosentasche – Storytelling leicht gemacht“ hätten mich sehr interessiert.

Dass am Sonntag keinerlei Programm geboten wurde, habe ich auch an den Ständen gemerkt. Die Repräsentanten liefen etwas auf Sparflamme und wie ich im Vorbeigehen hörte, spare man sich die Energie für den Montag, wenn es dann richtig los geht. Ob das bei einer fünftägigen Messe der richtige Ansatz ist, kannst du dir jetzt selbst überlegen. Ich hätte mir an vielen Ständen mehr Informationen und Offenheit erhofft.

Dennoch ist die Messe ist ein Besuch wert. Sie findet alle zwei Jahre in Basel statt; das nächste Mal also im November 2021.

*Kooperation: Ich habe mich für die IGEHO als Bloggerin akkreditiert und konnte die Messe kostenlos besuchen. Meine Meinung und redaktionelle Arbeit wurde dadurch nicht beeinflusst.

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3 Kommentare

  1. auf der Internorga in Hamburg ist der Besuch im Pink Cube – Pflicht.
    Ich bekomme in diesem „Kokon“ geballte Informationen in ruhiger und entspannter Atmosphäre, top aufgearbeitet und aktuell, draussen in den Gängen ist Chaos.

  2. Regionale Messe wie in Nürnberg sind als Fachbesucher übersichtlicher und entspannter abzugehen (dazu zähle ich auch Basel) – man findet immer wieder Interessantes und Neues, auf internationalen Messen wie in Hamburg oder Stuttgart muss man im Vorfeld den Messetag sehr genau planen.
    Ich war auf der Iss gut in Leipzig – da lohnt sich eine Anfahrt max.1h.
    Das war mehr eine Servicebund-Messe. Die Zulieferer boten Foodspezialitäten zum Verkosten an.
    Hersteller regionaler Produkte finden sich einfacher.
    Sinnvoll ist, ein Rahmenprogramm mit Workshops/Vorträge etc. anzubieten, möglichst in abgetrennten ruhigen Zonen, dann kann ich als Besucher Wissen und Informationen mit nach Hause nehmen.

    • Hallo Volker,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ja Messen mit Programm besuche ich auch sehr gerne, vor allem weil ich dabei relevante Inhalte und Nutzen für mich mitnehmen kann. Gestern habe ich an einem Twitterchat teilgenommen, der genau das Thema Messen behandelt hat. Sind Messen noch notwendig? Ich denke ja. Gerade in der digitalen Zeit, wollen wir uns persönlich austauschen. Das bisherige Messekonzept sieht sowas eher weniger vor. Deshalb werden wir Formate, wie das von dir genannte Pink Cube auf der Internorga, in Zukunft häufiger vorfinden.

      Grüße
      Valerie

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