Warum Instagrammer keine Blogger sind – Blogger Relations für Hoteliers

Warum Instagrammer keine Blogger sind – Blogger Relations fuer Hoteliers

Im Sommer gab es wieder zahlreiche Artikel über böse Influencer, die sich mit angeblich schlechten Bewertungen, kostenfreie Übernachtungen erschleichen wollen. Eine Zeitung titelte „Influencerin postet negativen Kommentar: Hotel in Binz bietet ihr kostenlosen Urlaub an“. Und wie so oft haben viele Hoteliers auf Facebook & Co. lediglich die Überschrift gelesen und sich entsprechend echauffiert. Bei genauerer Betrachtung – und vor allem beim lesen des vollständigen Artikels – wurde aber klar, das es eine Vereinbarung zwischen der Bloggerin und dem Hotel gab. Diese wurde zudem vom Hotelier vorgeschlagen und nicht, wie der Titel vermuten lässt, von der „Influencerin“. Doch die Stimmung schien so aufgeheizt, dass es in den Kommentarspalten auf Facebook nur so hochkochte.

Ich finde zwei Dinge extrem störend: 1. Eine Überschrift sagt (leider) selten etwas über den Inhalt des Textes aus und 2. lerne das korrekte Wording! Instagrammer sind keine Blogger und nicht jeder Blogger ist Influencer oder jeder Influencer bloggt oder instagrammt. Zu einem Blog gehört eine Website auf der regelmäßig Content veröffentlicht wird. Content kann ein Bild, ein Video, ein Podcast oder ein Artikel sein. Auf Instagram werden Bilder geteilt und mit ein bisschen Text versehen.

Warum diese Unterscheidung so wichtig ist und was du für Blogger Relations noch wissen musst, erzählen Tanja und Ingo im Podcast.

Es kommt selten vor, aber dieses mal war es wieder so weit: Der Podcast dauert 60 Minuten. Ich werde dieses Mal darauf verzichten einen Blogartikel dazu zu schreiben. Wenn du aber lieber liest, kannst du dir hier die Shownotes ansehen und reinhören, wenn dich etwas interessiert.

Viel Spaß beim Hören! Und ich freue mich wie immer über Kommentare und deine Meinung. Antworte einfach im Kommentarfeld unter diesem Beitrag. Und ich freue mich, wenn du den Podcast auf deiner favorisierten Plattform bewertest und in deinem Netzwerk teilst. Vielen Dank!

Shownotes

02:45 Was sind Blogger Relations?
03:41 Wie gehst du eine Kooperation mit einem Blogger ein?
04:43 Warum Instagrammer keine Blogger sind!
08:24 Blogartikel sind Arbeit!
09:21 Influencer, Blogger, Instagrammer wollen doch nur kostenfreie Übernachtungen!
11:27 Hoteliers wollen Meinungen kaufen!
12:06 Tipp: Schau dir den Blogger und sein Blog an!
13:26 Bei Blogger Relations und Blog-Marketing geht es um authentische Berichterstattung!
14:01 Passt der Blogger zur dir und deinem Hotel?
15:44 Gib die Kontrolle ab und lerne mit dem Risiko umzugehen!
16:31 Der Umgang mit Bewertungen
18:47 Blogger berichten authentisch
19:37 Wie gehen Hoteliers am besten auf dich als Reiseblogger zu?
23:31 Ist Reichweite aussagekräftig? – Nano, Mikro usw. Influencer…
23:57 Frag nach einem Mediakit
25:08 Teilt die Artikel, verdammt nochmal!
26:29 Reichweite ist relativ!
31:30 Ist die Hotel-Website eine Voraussetzung für Kooperationen?
32:26 Sei unterwegs auf Social Media!
35:29 Sei leidenschaftlich!
35:59 Kostenfreie Übernachtungen sind keine Wertschätzung!
41:37 Selten geht’s auch gratis – ohne Vorgaben!
44:29 Das kosten Blogger Relations!
45:48 Best Practices: Was begeistert euch als Blogger?
46:04 Langfristige Kooperationen brauchen Zeit
52:47 Bildrechte… und das Urheberrecht…
55:15 Alles was im Netz verfügbar ist, scheint kostenfrei zu sein
55:46 Fotos und Texte haben ihren Wert
56:17 Kennzeichnungspflicht ist ein heißes Thema
59:56 Die Sache mit Do-Follow und No-Follow
01:01:02 Was brennt noch auf den Bloggerherzen?
01:01:31 Das Konzept kann gemeinsam entwickelt werden

Zwei Reiseblogger packen aus

Valerie: Herzlich Willkommen Tanja und Ingo. Schön dass ihr da seid. Stellt euch doch kurz vor, vielleicht fängt Tanja an. Wer bist du und was machst du?

Tanja Neumann: Ja danke Valerie für die Einladung. Ich habe schon lange keinen Podcast mehr gemacht und ich freue mich sehr dabei zu sein. Mein Name ist Tanja Neumann und blogge unter „Vielweib on Tour“, wobei der Name Vielweib auch Programm ist. Das ist ein Reiseblog und ich blogge seit ungefähr 10 Jahren aus Leidenschaft und als Hobby.

Valerie: Vielen Dank Tanja. Ingo, deine Stimme werden die Hörer vermutlich kennen aus unseren unterschiedlichen Folgen zur DSGVO in der du als Datenschützer Rede und Antwort stehst.

Ingo Busch: Heute bin ich nicht als Datenschützer hier sondern als Reiseblogger. Ich blogge unter reise-wahnsinn.de auch schon bald 10 Jahre. Bei mir gehts auf dem Blog unter anderem viel auch um Flüge und Hotels.

Was sind Blogger Relations überhaupt?

Valerie: Unser Thema heute ist Blogger Relations. Was ist das eurer Meinung nach?

Ingo: Das ist die Zusammenarbeit zwischen Bloggern und Leistungsträgern. Das ist der überfassende Begriff. Tanja, siehst du das anders?

Tanja: Das ist im Endeffekt Beziehungsmanagement. Das ist nicht eine Sache die kurzlebig ist, die man mal eben macht, weil es jetzt gerade hipp ist im Online-Marketing, sondern das ist durchaus Kontaktpflege dauerhaft.

Valerie: Wie erlebt ihr das? Wie hat sich das bei euch so angebandelt? Oder wie bandelt man bei euch am besten an, damit so eine Kooperation entsteht?

Tanja: Ja häufig ist es der Zufall. Nehmen wir mal eine aktuelle Bloggerreise, die Ingo und ich zusammen hat im V8 Hotel in Köln. Da hatte ich schon vorher über Twitter Kontakt mit den Hoteliers und mit der Gruppe und darauf hat sich eine Anfrage ergeben, ob ich nicht in das Hotel nach Wuppertal könnte. Was ich auch gemacht habe.

Dann hab ich gesehen, Mensch zu denen gehört auch das V8 Hotel in Köln. Daraufhin hab ich nachgefragt, ich würde das gerne mit dem Ingo zusammen, wir stellen uns das und das Portfolio vor. Das ist ja ein Themenhotel und das ist immer besonders spannend für einen Blog. Und so hat sich das dann ergeben.

Was unterscheidet Blogger von Instagrammern?

Valerie: Es gibt ja oftmals auf Instagram, die Unterscheidung oder eher Nicht-Unterscheidung zwischen Bloggern und Instagrammern. Da geht ja oft auch schon mir die Hutschnur hoch, wenn ich das dann lese, dass irgendeiner Instagrammer sich als Blogger bezeichnet.

Wie ist da eure Gefühlslage dazu?

Ingo: Oh, relativ eindeutig. Mir geht’s ganz genauso, wenn jemand sagt, ich blogge auf Instagram unter… Dann sind das schon wieder Vermischung mehrerer Begriffe, die so nicht zusammenpassen.

Der Begriff Blog kommt hier eigentlich von Weblog, also sprich ich schreibe. Das tue ich eigentlich auf Instagram nicht. Aber aus Marketingsicht, muss man das auch mal berücksichtigen, Instagram versendet sich. Das ist nach maximal zwei, drei Tagen ist das was gepostet wurde aus den Augen und aus dem Sinn.

Bei einem Blog sieht es gänzlich anders aus. Da haben wir noch die Kraft der Suchmaschine im Rücken, das heißt das ganze muss man Longtail betrachten. Wenn jemand nach einem bestimmten Hotel sucht, bleiben wir mal beim Beispiel vom V8 Hotel, was Tanja gerade erwähnte, dann wird man unsere Blogbeiträge über das Hotel eben vor allem über Google finden, was wir dazu geschrieben haben. Das ist eben etwas – ich sag das etwas sarkastisch – das über bunte Bilder hinaus geht.

Blogger arbeiten journalistisch

Bei uns ist eben auch Text dabei, ich erfahre wesentlich mehr über das Hotel, über das Servicekonzept, über die Freundlichkeit des Personals, also etwas was ich auch nahezu unmöglich über Bilder ausdrücken könnte. Dementsprechend würde ich mit Fug und Recht behaupten, Blogger arbeiten journalistisch, recherchieren…

Tanja: Viele oder die meisten.

Ingo: Genau die meisten, aber gerade diejenigen, die schon länger dabei sind. Das ist das Hauptunterscheidungskriterium. Also hier geht es nicht um die kurzfristige Aktion, hey wir machen jetzt mal was mit einem Instagrammer, der postet ein paar nette Fotos über unser Hotel, sondern das bei uns fundierter und ausführlicher Bericht über das Hotel und das Übernachtungserlebnis im Haus, veröffentlicht wird.

Tanja: Und vor allen Dingen, was über Google aufgefunden wird. Es ist nicht so dass Google jetzt bei Instagram sucht. Also Facebook und Instagram und Google mögen sich nicht so. Das wird jetzt auch nicht gegenseitig ohne weiteres ausgelesen. Und wenn jemand einen Urlaub plant, gibt er das zu 98 Prozent, Stand heute, bei Google ein.

Nicht alle sind Influencer – schmeißt nicht alles in einen Topf!

Aber ich würde gerne nochmal was ergänzen zum Thema Influencer. Das ist so ein bisschen – Ach – das wird alles in eine Pott geschmissen. Und Ingo, du gehst da mit Sicherheit mit, das ist manchmal schon ein kleines Stück nervig.

Ich habe gerade eine aktuelle Kooperation, plane ich. Das hat die Destination übernommen, dann hat das eine Agentur übernommen für das weitere Briefing, soweit so gut. Und dann bekomme ich so Fragen für einen Vertrag, was übrigens auch selten ist, darauf können wir auch gleich noch zu sprechen kommen und dann bekomme ich so Fragen: Wie viele Blogbeiträge bloggst du denn auf der Reise?

Also, klar kann ich Fotos schießen, die mal eben hochspielen, aber so einen Blogartikel, da sitzt man schon sechs bis acht Stunden dran, mit Recherche, Fotobearbeitung usw. Ingo, siehst du ähnlich vom Zeitaufwand?

Ingo: Absolut. Das ist auch der Grund warum ich in der Regel nie von unterwegs irgendwas schreibe.

Gute Blogbeiträge brauchen Zeit

Valerie: Richtig! Also das geht ja gar nicht. Ich könnte es nicht. Ich arbeite manchmal bis zu zwei Wochen an einem Artikel. Der muss mal liegen und reifen und dann lösche ich wieder, da steckt ja schon Gehirnschmalz drin. Das macht man nicht eben mal so.

Tanja: Genau. Aber alles wird irgendwie in diese Influencer-Kiste gepackt. Und dann kommt auch viel so, ja die wollen nur umsonst übernachten.
Reiseblogger sind auch nicht glücklich in die Influencerkiste gepackt zu werden und es passt auch nicht wirklich.

„Influencerin erschleicht sich kostenfreie Übernachtung“

Valerie: Mein Beispiel, das ist vor ca. 2 Wochen passiert, da hat ein Hotelier in Binz auf sich aufmerksam gemacht und die Fachpresse titelte „Influencerin erschleicht sich kostenfreie Übernachtung“ oder so ähnlich. Dieser Artikel wurde geteilt, auch von mir bekannten Leuten, die ich persönlich kenne mit dem Kommentar „So kommt also an kostenfreie Übernachtungen“.

Wenn man sich den Artikel durchgelesen hat, konnte man lesen, dass die Dame wohl eine schlechte Bewertung über das Hotel hinterlassen hat und der Hotelier auf sie zugegangen ist, um sie für vier Tage eingeladen hat in sein Hotel. Der Deal war, dass sie auf ihrem Blog einen Beitrag über das Hotel veröffentlicht und gleichzeitig die schlechte Bewertung löschen lässt. So geschehen.

Was macht das für einen Eindruck?

Ingo: Einen schlechten Eindruck. Das hat für mich nichts mit einer klassischen Recherche-Reise eines Bloggers zu tun, sondern hier war die Intention ganz klar, du hast uns schlecht bewertet, wir holen dich jetzt hierher und du schreibst einen äußerst wohlwollenden Artikel. Dafür löscht du auch gleichzeitig deine Bewertung. Das ist Jubelpersertum par Excellence. Eigentlich müsste über dem Artikel Werbung stehen, weil das hat für mich nichts mehr mit neutraler Berichterstattung zu tun. Die Intention ist ganz klar, ich möchte eine Meinung kaufen und das hat auch nichts mit Journalismus zu tun.

Tanja: Wobei ich da einhaken muss Ingo, neutral sind wir da auch nicht Ingo. Hand aufs Herz, wir sind authentisch und das ist, finde ich, das entscheidende. Mich wirst du nicht – also ich blogge über Cabrio Tipps, viel Kulinarik, viel Slow Travel – wenn du mich in ein Sporthotel einlädst, dann sag ich, ja das ist ein Sporthotel, aber nichts für mich. Das heißt, ich würde erstmal schon die Kooperation nicht annehmen. Das wäre Punkt eins. Passiert auch häufig genug leider, immer noch, weil Agenturen oder auch Hotels nicht unbedingt den Blog vorher anschauen. Das wäre auch mein erster Tipp, dass sollten sie aber tun, wenn sie auf der Suche nach einer vernünftigen Kooperation sind.

Blogger berichten nicht neutral, aber authentisch

Neutral wird man wahrscheinlich nicht berichten können, aber authentisch, wenn es zu einem passt und zur Zielgruppe passt.

Ingo: Ja, wobei ich da einhaken will, Tanja. Das ist das eben was ich meine mit der Neutralität. Du würdest jetzt nicht, bleiben wir bei dem fiktiven Beispiel eines Sporthotels, du würdest dieses Hotel jetzt nicht über den grünen Klee loben.

Tanja: Nur wenn ich begeistert bin davon.

Ingo: Richtig, aber wenn du sagst, das ist nicht so ganz meins, dann würdest du das auch schreiben. Das meine ich mit Neutralität. Natürlich schreiben wir subjektiv, ohne Frage. Aber ich schreibe jetzt nicht über ein Haus übertrieben positiv, wenn das nicht auch mein persönlicher Eindruck ist. Das heißt, unsere Meinung lassen wir uns ja nicht abkaufen.

Tanja: Ja das ist richtig. Ich hab mit meinem Hauptjob durchaus Gespräche mit Unternehmen geführt, die dann skeptisch sind. Also auf der einen Seite sind dann Hoteliers mit der Erwartungshaltung, wenn ich dich einlade, kostet mich das was, dann berichtest du positiv. Punkt.

Also diese Erwartungshaltung ist teilweise durchaus vorhanden.

Passt der Blogger zu deinem Hotel?

Valerie: Aber das ist doch genau das was Blog-Marketing oder Blogger Relations ausmacht, eine authentische Berichterstattung. Ich verstehe nicht, warum das so unverständlich ist, dass es genau darum geht. Bei all den Meinungen und Informationen die da im Netz herumschwirren über ein Produkt, werden authentische Meinungen mehr geschätzt.

Das sollte doch auch im Sinne des Unternehmens sein. Das müssen die doch verstehen.

Tanja: Und umso wichtiger ist es den richtigen Blogger auszusuchen. Passt der zu mir und meinem Hotel? Mich kannst du glücklich machen, wenn es ne Teatime gibt oder ostfriesische Teezeit, hab ich auf Twitter gelesen, stand auf einem Blog von einem Hotel. Dachte ich mir super! Oder das V8 Hotel, also hier was mit Motoren, wo ich Cabriotouren anbiete. Das heißt, dass muss passen und kein Hostel. Es gibt aber Outdoor-Blogger, die finden Hostels super.

Ingo: Ich glaube, diese Entwicklung, das Blogger die geborenen Jubelperser sind, das ist ein bisschen diese Vermischung. Das Blogger auf einmal in diesen Top der Influencer mit reingeworfen werden. Oder wenn man sich die Berichterstattung in den klassischen Medien ansieht, dass die Influencer überwiegend dargestellt werden, als reine Mietmäuler. Das war aber und ich glaube Tanja, das kannst du auch bestätigen, noch vor drei oder vier Jahren noch anders.

Damals wurde das nicht so gesehen, wenn ein Blogger eingeladen wird, das der dann eine überaus wohlwollende Berichterstattung liefert. Natürlich wünscht sich das jeder, aber es war damals nicht die Erwartungshaltung.

Für Blogger Relations brauchst du Mut!

Valerie: Aber das zeigt ja schon das Beispiel, das ich genannt habe. Warum können Hoteliers mit negativen Bewertungen nicht umgehen? Warum lässt man diese Bewertung nicht stehen? Warum antwortet man unter dieser Bewertung nicht, so und so haben wir das jetzt gelöst, wir wollen eine zweite Chance, wir haben die Damen eingeladen usw. Das kann man ja auch Marketingtechnisch auch darstellen. Das natürlich ein Hotel ein Risiko eingeht, das verstehe ich schon, ich verstehe auch die Angst, schlecht abzuschneiden, aber es ist ja auch nicht so, dass Blogger grundsätzlich das Haar in der Suppe suchen.

Ingo: Der Umgang mit Bewertungen ist eine schwierige Sache. Ich habe vor sieben oder acht Jahren über ein Hotel in Brüssel geschrieben. Die sind sonst dafür bekannt, dass ihre Zimmer schön eingerichtet sind, hatte das auch auf meinem Blog geschrieben – muss dazu sagen, das war keine Einladung, sondern ich hab im Rahmen einer Geschäftsreise dort übernachtet – und hatte meinen Artikel über Social Media, vor allem über Twitter damals auch bekannt gemacht.

Und anscheinend muss man sagen, gutes Social Media Team hatte die seinerzeit, die haben den Hoteldirektor des Hauses wohl darüber informiert, dass ich mich da etwas negativ geäußert hätte. Also anders gesagt, dass mein Übernachtungserlebnis jetzt nicht so wahnsinnig toll war. Und der hat wiederum, direkt unter meinem Blog kommentiert und gefragt, wann ich denn das nächste Mal in Brüssel sei, würde er sich freuen, wenn ich trotz allem nochmal das Haus wählen würde.

Denn ich hatte wohl bei meiner Übernachtung das Pech, eines der wenigen noch nicht modernisierten Zimmer erwischt zu haben. Das fand ich eine gute Reaktion, weil es zeigte, okay, das Hotel hat das gelesen. Das Hotel bedauert, dass ich nicht zufrieden, dass es aber beim nächsten Mal gerne, sicherstellen will, dass ich beim nächsten Aufenthalt, den Charakter des Hauses erleben kann. Das fand ich einen professionellen Umgang mit meiner Kritik. Auch das Ergebnis wäre offen.

Wie du auf einen Blogger richtig zugehst

Tanja: Es ist halt immer authentisch. Ich war in Maastricht im Crown Plaza, echt schönes Hotel, aber nicht nach meinem Geschmack. Das war alles sauber, das Zimmer war riesig, auch das Bad. Das findet sich auch alles in meinem Artikel wieder. Man sieht ja auch die Fotos. Da steht aber schon, für meinen Geschmack, etwas zu dunkel und nicht so modern. Aber die Bilder zeigen das Haus ja, da kann jeder selber kucken. Und in Maastricht ist das Hotel zentral gelegen, gibt es kein besseres, jedenfalls ist mir keines bekannt und ich würde da auch wieder buchen. Und so steht das halt auch drin.

Valerie: Dann haben wir schon ein paar Best Cases. Wie tritt man denn am besten auf euch zu? Und was habt ihr schon erlebt, nee das geht gar nicht.

Ingo: Klar, wir haben zwei Möglichkeiten. Entweder werden wir angesprochen oder wir sprechen proaktiv Hotels an. Ich mache in der Regel alle zwei Jahre einen größeren Roadtrip durch die USA. Und dort spreche ich natürlich auf meiner Tour Hotels an, die auf der Route liegen, von denen ich auch glaube, dass sie ganz gut reinpassen, weil sie auch zu meinem Reisetyp passen.

Da spreche ich schon proaktiv an. Oder wenn man eine Städtereise durch Deutschland macht, Mensch ich würde Lübeck gerne besuchen, dass ich da auch versuche, ein passendes Hotel zu bekommen. Da ist das schöne, dass das Hotel nicht isoliert steht, sondern ist eingebettet in eine Artikelserie über die Destination.

Der andere Fall, den wir natürlich auch haben, wir werden angesprochen. Das kann mitunter etwas skurril sein, dann wird man angesprochen, „Sie als Familienreiseblogger…“ – Ich habe keine Familie, also ich hab eine Familie, aber kein Kind, kein Kegel. Oder Tanja erwähnte das eben, Sporthotel oder so. Und die dritte Sache – es sind nicht nur zwei – das natürlich eingebettet in eine Reise durch eine Destination, ein Hotelier die Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt. Also eine Presse- oder Bloggerreise, im Rahmen einer Medienreise.

Das ist also drei mögliche Kooperationstypen, die wir so kennen.

Ziel einer Kooperation sollte immer eine Win-Win-Situation für Blogger und Hotelier sein

In den meisten Fällen, entweder wir werden angesprochen und es wird eine Einladung ausgesprochen oder eben wir sprechen proaktiv Hotels an. Das ist natürlich was, da muss man als Blogger hochprofessionell sein. Der Hotelier hat ja auch etwas besseres zu tun, als den ganzen Tag irgendwelche Anfragen zu beantworten. Das heißt, man muss schon von vornherein mit einer Idee kommen. Zum Beispiel, im Rahmen der Berichterstattung würde ich das so und so umsetzen, hier findest du Beispiele vergleichbarer Häuser bei mir auf dem Blog. Das also auch der Hotelier von vorne herein weiß, was er kriegt. Das er eben nicht die Katze im Sack kauft.

Ziel einer guten Hotel-Kooperation zwischen Blogger und Hotel, sollte eigentlich immer eine Win-Win-Situation für beide Seiten sein.

Tanja: Wenn ein Hotelier auf Bloggersuche geht, ist natürlich das erste dass er sich vernünftige Blogs raussucht. Vernünftig heißt: Passen die zu meinem Hotel, ja oder nein?

Fordere ein Mediakit vom Reiseblogger

Das können schöne Blogs sein, die Outdoor oder Hostel machen oder nur für junge Menschen. Die werden sich wahrscheinlich kein fünf Sterne Hotel leisten können. Das heißt welche Zielgruppe steht hinter dem Blogger? Das ist ein ganz wichtiger Punkt.

Der nächste ist, dass auf jeden Fall entweder ein Mediakit verlangt oder angefragt werden sollte oder wenn sich der Blogger beim Hotel meldet, sollte immer in Mediakit dabe sein.

Mediakit heißt, wie hoch ist die Reichweite, wie viel Traffic haben die auf den Seiten, wie viel Besucher und Leser, das man da auch bisschen Transparenz bekommt.

Valerie: Findet ihr denn Reichweite aussagekräftig? Es gibt ja auch Nano-, Mikro-, Blablabla-Influencer und dann liest man in unterschiedlichen Artikel, warum Reichweite wichtig ist, warum Reichweite nicht wichtig ist.

Was denn nun?

Die Sache mit der Reichweite

Tanja: Ja das kommt immer ganz drauf an. Ich hatte eine Kooperation mit dem Land NRW gehabt. Hab da auch eine eigene Kolumne, Tanja’s Bunte Tüte heißt die, so ein bisschen angelehnt an das typische im Ruhrgebiet, kleine Büdchen und mal eine bunte Tüte. Da schreib ich mal über Hotels, mal über Ausflugstipps, was auch immer. Die sind auf mich zugekommen, beziehungsweise hat sich das ergeben, da hatte ich überhaupt noch gar keine richtige Reichweite. Warum haben die das trotzdem gemacht? Die haben gesagt, mir gefällt die Schreibe und mir gefallen die Fotos, die Reichweite haben wir selber oder können wir organisieren mit unseren Unter-Destinationen, wie das Rheinland, Münsterland und ähnliches.

Ich glaube, Reichweite ist schon ein wichtiger Punkt, sollte aber nicht der wichtigste sein. Der wichtigste ist, passt die Schreibe, passen die Fotos zu mir und meinem Hotel, zu meinem Business.

Und dann ein ganz wichtiger Faktor, was ich immer nie verstehe, dann schreibt man einen Artikel, dann wird der von den Hotels nie geteilt. Wo ich mir denke, teilt den doch im Social Web. Ihr findet ihn schön, wir hatten eine Kooperation, warum macht ih das nicht. Das machen echt nur zehn Prozent vielleicht.

Mach Werbung für den Reiseblogger!

Valerie: Ja das hab ich auch schon gehört und weißt du was Hoteliers dann sagen? – Wir machen doch nicht Werbung für den Blogger.

Tanja: Ja das ist dumm. Es geht ja um den Artikel über das Hotel.

Wer das zum Beispiel super macht, ist Lindner Hotels. Ich hab in den letzten Jahren viel mit denen gemacht. Die machen immer tolle Medienreisen, die alles befriedigen, dass man das Hotel ausführlich kennenlernt, aber auch die Umgebung. Es ist zwar schön einen Hotelartikel zu schreiben, aber das ist manchmal ein bisschen tröge, wenn man nicht noch erzählen kann, was man noch mit dabei erleben kann.

Lindner macht das eben sehr spannend und da reizt es mich immer ein Hotelspecial zu schreiben. Das heißt, nicht nur über die Region zu berichten und das Hotel bekommt einen besonderen Absatz, das passiert häufig auf Medienreisen. Sondern da möchte ich über das Hotel einen ganz ausführlichen Bericht schreiben.

Ingo: Ich wollte nochmal auf das Thema Reichweite kommen. Reichweite ist relativ. Wenn man mich jetzt einladen würde auf ein Weingut mit angeschlossenem Beherbergungsbetrieb und einer Weinprobe und dies und jenes…

Tanja: … leitest du das an mich weiter. 😉

Ingo: … Dann bringt das nicht viel, ich bin kein Weintrinker. Da könnte ich die schönste Reichweite haben, da kommt vielleicht über das Hotel ein schöner Artikel bei rum, aber das drumherum nicht. Ich weiß das nicht zu schätzen. Das mein ich nicht böse, aber ich bin nur ein binärer Weintrinker. Ich kann sagen, schmeckt oder schmeckt nicht.

Passt dein Hotel zur Zielgruppe des Reisebloggers?

Wenn ich zum Beispiel ein Hotel habe, was sich überwiegend an Menschen mit körperlichen Beinträchtigungen wendet, also Rollstuhlfahrer, Gehörlose etc. Dann ist es vielleicht geschickt, dass ich einen Blogger einlade, der vielleicht selber im Rolli sitzt. Der vielleicht nicht die Riesen-Reichweite, aber das Umfeld seines Blogs; dieser Blogger schreibt vielleicht wahnsinnig gute Artikel und hat möglicherweise schon sehr viele Artikel über barrierefreie Hotels geschrieben. Das heißt, aus Sicht von Google, wenn jemand nach einem barrierefreien Hotel in der Destination Pusemuckel sucht, wird vermutlich dieser Blogger eher gefunden, als ein Blogger, der über die Luxushotels dieser Welt schreibt und vielleicht eine riesige Reichweite und 100’000 Zugriffe hat im Monat.

Da muss man sich überlegen, hole ich mir jemand rein, der vielleicht über ein Nischenthema schreibt und sich dementsprechend gut auskennt. Das heißt eine positive Berichterstattung aus diesem berufenen Mund, ist möglicherweise mehr wert (Mehrwert!), der hat auch eine treue Stamm-Leserschaft, als wenn ich mir eine Backpacker einlade, der die Reichweite hat, aber das nicht zu schätzen weiß.

Welche Nische bedient dein Hotel?

Tanja: Das nimmt immer mehr zu. Ich bekomme fünf bis zehn Mails pro Woche – das wird häufig nicht kommentiert. Wie lange ist die Stadtführung, kann ich die auch gehen und weil ich halt so der Prototyp der Nicht-Sportlerin bin. Aber es kommen immer wieder Fragen, ist da ein Aufzug im Hotel, weil man nicht den Koffer in den vierten Stock schleppen möchte. Oder, hab ich jetzt im Best Western in Cuxhaven gehabt, die haben Hotelzimmer für Gehörlose eingerichtet gehabt. Das es halt dann leuchtet, wenn das Telefon klingelt oder jemand an der Türe klopft.

Das heißt, die haben sich nochmal ganz andere Gedanken zu Barrierefreiheit gemacht. Oder hier in Bonn, das Kollegium Leonium, das ist ein ganz spannendes Hotelkonzept. Das ist ein altes Gebäude, auf der einen Seite Altenheim, auf der anderen Seite Hotel. Ich habe einen Artikel über barrierefreie Hotels geschrieben, obwohl ich jetzt nicht Rollstuhlfahrer bin, aber es betrifft viele, also es ist breiter und es wird immer mehr nachgefragt, als man denkt.

Ingo: Deswegen, nochmal das Thema Reichweite. Reichweite als solches ist nichtssagend. – als solches, also als absolute Zahl. Wenn ich jetzt jemanden habe, ich sag mal, der auf russisch oder englisch schreibt, die haben natürlich höhere Reichweite, als deutsche Blogger. Ist das jetzt vielleicht die Zielgruppe, die ich irgendwo in ein Schwarzwald Örtchen in mein Hotel holen möchte. Oder möchte ich mich lieber auf deutschsprachige Touristen konzentrieren, möglicherweise weil ich als Hotelier die Fremdsprache gar nicht bedienen kann. Da kann ich mir zwar jemandem aus dem Ausland holen, der hat vielleicht eine tolle Reichweite, das bringt mir als Hotelier nichts.

Passt der Reiseblogger auch sprachlich?

Valerie: Dann muss nämlich auch, bei einem englischsprechenden Blogger, wenn verlinkt wird auf die Webseite, die Webseite auch die auf Englisch umgestellt werden können. Auch der Aufbau der Webseite.

Wie wichtig ist euch das die Hotels eine ordentliche Webseite haben und einen ordentlichen Social Media Auftritt? Ist das ein Grund für euch zuzusagen oder abzusagen?

Tanja: Nö. Also grundsätzlich muss das der Hotelier selber wissen. Ich hatte teilweise ganz tolle Hotels in den Niederlanden, wo ich echt verzückt und begeistert war, die hatten ganz schlimme Webseiten.

Man verschafft denen dann mal die Möglichkeit gebucht zu werden, weil die haben so schlimme Webseiten, dass die sonst gar nicht gefunden worden wären.

Schön ist es natürlich immer, wenn sie eine schöne Webseite haben und auf Social Media unterwegs sind, weil man sich gegenseitig bereichern kann, aber der Hotelier sollte da nur für sich selber machen.

Ingo: Also das kann ich auch so unterschreiben. Natürlich wenn ich ne Webseite habe, die ziemlich gruselig daher kommt, in einem asbachuralt Design, eventuell mit einer Comic Sand und Blink und Laufschrift und so, macht das nicht unbedingt den besten Eindruck. Das heißt aber nichts. Ich hab selbst mal einem ganz kleinen Bed & Breakfast in den Niederlanden übernachtet, auf einem Bauernhof. Die Webseite war grauselig, das Ding war aber gut. Umgekehrt hab ich auf Martinique übernachtet, die hatten damals nur eine Facebook-Seite. Mittlerweile haben sie eine Webseite.

Das ist nicht zwingend ausschlaggebend. Es ist natürlich schon schöner, wenn wir als Service dem Leser weiterführende Informationen geben können, sprich, hier hast du die Hotel-Webseite, da kannst du buchen. Es ist ja schön, wenn ich über tolles Haus schreibe, aber der Leser nicht weiß, wie er dort buchen kann.

Reichweite ist wichtig, aber nicht alles!

Valerie: Du hast vorhin geschnappatmet, als Ingo das über die Reichweite gesagt hat. Hast du dazu eine andere Meinung?

Tanja: Ja, ich glaube schon dass eine gewisse Reichweite muss da sein. Also ich meine wir sind alle keine Modeblogger oder Do-it-yourself oder Kochseiten. Das mit dem Food findet in den Hotels und Restaurant statt über die ich berichte, aber ich hab kein reines Food-Blog.

Food und Mode die gehen ziemlich hoch, die ganzen Muttis lesen das. Das ist Wahnsinn. Ob das nachher welche sind, die dann auch das Hotel buchen, sei dahingestellt. Das heißt es wird immer mehr dazu übergegangen, auch auf Medienreisen, die Fashion Blogger – ich will nicht alle in eine Topf werfen – die Fashion Blogger einzuladen. Nur ich muss ja immer kucken als Hotelier: Kommt das wirklich bie meiner Zielgruppe an?

Deshalb muss ich den Blog sehen und eine gewisse Reichweite muss schon da sein oder hab ich die selber und ich will mir den Content einkaufen. „Einkaufen“ in Anführungszeichen über Preise oder was es kosten sollte, sollten wir nachher auch mal reden; um da ein bisschen mehr Transparenz zu schaffen. Und vielleicht auch dem ein oder anderen die Angst zu nehmen, über solche Kooperationen.

Also insofern Reichweite glaube ich nicht, dass die egal ist. Es gibt genug Reiseblog, die werden auf Google auf Seite 100 gefunden. Das nutzt dann auch nichts.

Ist der Blogger mit Leidenschaft dabei?

Ingo: Da bin ich auch bei dir, Reichweite als solches ist erst mal relativ.
Aber klar, wenn ich ein Reiseblog habe der null Reichweite hat, vielleicht erst seit acht Monaten existiert oder, dann ist das kein guter Kooperationspartner.

Tanja: Man sollte auch immer auf die Leidenschaft kucken. Es gibt auch schlechte Reiseblogger, die durchaus gesagt haben, boah geil, ich will jetzt eine Reise machen, ich mach jetzt einen Reiseblog. Die gibt es leider auch. Muss man so sagen. Ist nicht die Masse, aber sind wir Reiseblogger auch nicht froh darüber dass es die gibt. Da muss so ein bisschen die Spreu vom Weizen trennen. Und dann gibt es noch die, die das aus Leidenschaft machen.

Leidenschaft heißt nicht immer für null Euro. Aber die stehen da voll dahinter. Und das sind, denke ich, gute Kooperationspartner.

Lass uns über Kooperationen sprechen!

Valerie: Ja das ist genau das Thema. Da habe ich jetzt auch in vergangenen Podcasts bzw. in den Vorgesprächen mit ein paar B2B Bloggern gesprochen. Wir haben da einen faulen Apfel im B2B, die wollen immer Kooperationen und Barter Agreements und gerne alles kostenlos. Wenn man dann nach dem Budget fragt, werden sie ganz kleinlaut und Barter Agreement werden nicht eingehalten. Argumentiert wird dann mit ja, die bringt das auch was, du kriegst auch einen Link und dies und jenes und du kannst dann zu der Veranstaltung umsonst usw. Obwohl mir natürlich für die Anreise und Übernachtung Kosten entstehen, denn das zahlen sie auch nicht. Sie geben dir den Ticketpreis als Honorar und das auch nicht Cash, sondern als freien Eintritt.

Da frag ich mich manchmal, was denkt ihr eigentlich. Das wird nicht wertgeschätzt. Habt ihr da so Worst Case Szenarien? Das einer sagt, du bekommst ne kostenfreie Übernachtung, dann schreibst du über uns. Denn so ist ja der Eindruck der Hotelbranche, bekommst eine kostenfreie Übernachtung und twitterst zehnmal und machst ein paar Instagram-Bilder und verlinkst uns noch auf Facebook.

Ingo: Ich hab da auch schon mal so eine Einladung bekommen, aus der Schweiz, mehrfach. Die wollen mich unbedingt haben. Das ist ein Hotel, das mich nicht anmacht. Das hab ich denen auch geschrieben. Die erwarten dann durchaus, dass auf eigene Kosten von Köln in die Schweiz reise und dort das Hotel genießen darf und Gott weiß was daraus machen soll.

Auch Blogger sollten absagen, wenn es nicht passt

Da muss ich ganz ehrlich sagen, da hab ich dem Hotel höflich, aber durchaus bestimmt, mitgeteilt, dass wir das gerne machen können, aber die Anreise auch übernommen werden soll. Ich reise nicht für Jux und Tollerei. Vor allem sollte ich das ganze Wochenende nur im Hotel bleiben, Spat-Bereich und dies und das und jenes kennenlernen. Also da habe ich null Content drumherum, wo ich das mit einbetten könnte und dann auf eigene Kosten anreisen. Da muss ich sagen, da hat der Spaß auch irgendwo ein Loch.

Tanja: Also bei mir kommt’s darauf an, das muss ich ganz ehrlich sagen. Ich verdiene mein Geld mit meinem Hauptjob und stecke viel Zeit und Herzblut in den Blog. Das heißt nicht, dass es das immer umsonst gibt; aber das gibt es durchaus schon.

Wenn ich ein Reise plane…

Ingo: Bin ich bei dir und wir alle machen viele Sachen. Auch ich hab einen Hauptjob, aber manchmal muss man einfach abwägen. Gerade wenn es einen nicht so wahnsinnig anfixt.

Tanja: Ja, das wollte ich gerade ausführen. Es kommt eben darauf an. Mich kriegt man durchaus umsonst, wenn ich da gerade im Urlaub bin oder es nicht so weit ist. Ich sage mal Range 200 – 300 Kilometer, das sind zwei Übernachtungen, das man das übers Wochenende machen kann, das Hotel spricht mich an, das Thema stimmt, ich kann nebenbei noch was machen. Dann wäre das schon so, dass ich komme für kostenfreie Übernachtungen, nach Möglichkeit mit Abendessen, nicht weil ich mich da durchessen will, sondern weil das mit zum Content gehört – Wie kann man im Hotel essen, wie ist es denn da.

Dann gibt es aber auch viele Sachen – die sind im Übrigen dann auch nicht Werbung gekennzeichnet, sondern für mich ist das eine klassische Recherche-Reise. Da geht es auch nicht um weitere Vereinbarungen, ich twittere auch meistens auf Reisen, ich mach auch Instagram und Facebook. Aber wir treffen keine Verabredungen darüber, was ich an Output zu liefern habe. Sobald wir in diesen Part reinkommen, ist das eine Beauftragung und dann wäre es für mich auch Werbung. Dann geht es darum, es ist kein recherchierte Text, den ich mache, sondern ich mache Online-Marketing. Das ist ein ganz wichtiger Unterschied.

Reisekosten

Und Reisekosten werden teilweise übernommen. Ich mache halt viel in Deutschland und ein bisschen Europa, aber nicht sehr weit weg. Reisekosten sind gerne gesehen, vor allen Dingen wenn es über die Wochenend-Homezone hinaus geht. Oder man möchte das unbedingt in der Woche haben, dann muss ich mir Urlaub nehmen, dann muss ich das auch durchrechnen.

Dann kostet das durchaus etwas und dann sind wir auch in der Werbekennzeichnung.

Valerie: Das heißt, wenn man dich einlädt, die Übernachtung und das Abendessen, ohne Vorgaben, dann machst du das gratis?

Tanja: Wenn es für mich interessant ist, für mich und meinen Blog und in der Range für ein Wochenende liegt.

Valerie: Wenn aber eine Vorgabe vom Hotelier kommt, du kuckst dir bitte den Spa an…

Tanja: Nee, das macht man ja eh. Eine Hotelrecherche ist ja, dass man sich die Sachen genau ankuckt. Ich meine damit ganz konkret, der Hotelier möchte fünf Bilder auf Instagram, dann zehn Twitterposts und dann möchte ich noch eine Instagram-Story haben und am besten machst du mir noch einen Film, von 60 Sekunden den ich auf YouTube bringen kann. Das ist dann eine Beauftragung und das ist Online-Marketing.

Valerie: Okay. Und bei dir Ingo?

Ingo: Ja kann ich so unterschreiben, wenn mich das interessiert schreibe ich kostenlos darüber. Das ist ja so wie wenn ich als Hotelier einen anderen Journalisten einlade, egal ob Zeitung, Fernsehen oder Radio. Die machen das genauso und verlangen kein Geld dass sie darüber berichten. Allerdings berichten sie eben auch unabhängig.

Ich habe keine Vorgaben, was Tanja schon sagte, sobald Vorgaben kommen, was und wie etc. Das beginnt schon bei so Sachen, wie ach bevor du den Artikel veröffentlichst, kannst du uns den nochmals zusenden, zum gegenlesen. Da verwehre ich mich schon. Das ist schon eine Form oder ein Beginn ein Einflussnahme, die ich nicht haben möchte und die so nicht abgestimmt war.

Wenn ihr Einfluss nehmen wollt, könnt ihr das machen, dann kann man mich einkaufen. Klar, stelle ich Kooperationspartnern in Aussicht, wenn ich da bin kannst du davon ausgehen, dass ich ein bisschen was twittern werde. Vielleicht auch ein Bild auf Instagram oder eine Galerie auf Facebook.

Daraus sollte sich kein Anspruch ableiten. Aber wenn der Anspruch da ist und das Verlangen da ist, dann müssen wir uns auch darüber unterhalten, wie Tanja schon sagte, das Geld fließt. Wir verlassen dann den journalistischen Bereich und sind ganz klar im Marketing-Bereich oder Werbebereich drin.

Valerie: Jetzt sind wir ja schon recht weit fortgeschritten in der Zeit, wir reden schon über vierzig Minuten…

Vergütung

Tanja: … ich würde gerne nochmal bei der Finanzierung oder Vergütung bleiben. Ich glaube das ist ein ganz wichtiger Punkt, dass man da auch ein paar Zahlen reinwirft. Wenn es um Bezahlung geht und jetzt nicht ich komme zum übernachten und wir reden über Reisekosten, dann reden wir über eine Range von 500 bis 1500 Euro. Wenn es sich um ein bis zwei Übernachtungen handelt.

Ingo siehst du das ähnlich? Das sind so die marktüblichen Preise.

Ingo: Ja, da bin ich bei dir. Wenn wir davon reden: Blogartikel mit Fotos und flankierend Social Media Berichterstattung.

Tanja: Genau, vielleicht noch ein kleines Videos dazu oder so.
Das ist so die Range in der man unterwegs ist, in der auch andere Reiseblogger unterwegs sind. Da reden wir jetzt immer noch nicht über Werbung mit 100 Posts, oder so. Sondern nur dass der Hotelier ein Gefühl dafür bekommt, über welchen Preis wir reden.

Das meiste ist eher im unteren Bereich.

Valerie: Wir haben schon über Worst Practice gesprochen. Aber was begeistert euch als Blogger? Was sind die Best Practice Beispiele, die ihr schon erlebt habt?

Wie funktioniert eine Kooperation richtig gut und wann bleibt ihr auch langfristig dabei? Denn darum geht es ja bei Blogger Relations.
Es geht um langfristige Zusammenarbeit, man muss Vertrauen und eine Beziehung aufbauen, so geht Content Marketing.

Blogger Relations ist nichts für Praktikanten

Was ist für euch Best Practice?

Ingo: Das beste ist immer, wenn mich jemand anspricht, mich gerne in seinem Haus haben möchte und sich intensiv mit meinem Blog und meiner Person auseinander gesetzt hat. Und scho mit einem auf mich zugeschnittenen Vorschlag auf mich zukommt.

Wo ich merke, wow da hat sich jemand mit mir und meinem Blog beschäftigt und der hat Lust darauf. Und es ist nicht der Praktikant, der mal eben 100 Mails abgesetzt hat und alle Reiseblogger angeschrieben hat, die er auf Google finden konnte.

Das ist natürlich für mich das beste schlechthin. Das ich merke, die wollen einen wirklich haben, weil sie überzeugt sind, das passt.

Und das Wochenende das ich dort verbringe, absolut zusammenpasst. Ich denke dabei an das Burgstad Hotel Kastellaun. Die haben da einen Flugsimulator, das hab ich gemacht, da trafen sich meine beiden Leidenschaften: Die Luftfahrt und eben die Hotels.

Das passte so zusammen, da kommt man während des Aufenthalts nicht aus dem Grinsen raus, weil meine Begeisterung geweckt wurde. Da matched Produkt und Blogger.

Ich denke auch wir Blogger täten gut daran, Angebote abzusagen, wenn wir merken, dass es nicht 100-prozentig passt.

Begeistere den Blogger mit Geschichten

Tanja: Mich begeistert es, wenn der Hotelier auch begeistert ist. Das es natürlich zu meinen Themen passt. Ich war auch in einem Hotel in Bremerhaven, die Bienen auf dem Hoteldach hatten. Heute haben das viele Hotels, aber damals war selten. Hotels die selbst kleine Geschichten haben, die man aufgreifen kann.

Ich liebe das, mich mit dem Koch auch mal zu unterhalten und die Geschichte hinter der Geschichte zu bekommen. Auch die Möglichkeiten, die der Hotelier mir gibt, die Menschen kennen zu lernen. Und im Wellnessbereich mich auch mal mit der Kosmetik-Dame zu unterhalten, warum macht sie den Job hier so gerne und was ist das besondere. Also Regionalist ist immer wichtig. Vom Essen bis zum Wellnessbereich, was dort verwendet wird oder ähnliches. Das man die Möglichkeit hat die Leute zu sprechen.

Werbekennzeichnung

Dann gibt es da sinnvolle Kombinationen, wenn man jetzt mal an Best Western denkt, die auch einen eigenen Hotelblog haben. Wo man vorher auch schon mal darüber spricht, hör mal wenn du da jetzt zwei Tage bist, kannst du uns auch einen kurzen Artikel mit zwei, drei Fotos schreiben.

Solche Sachen sind auch denkbar. Das verstehe ich jetzt nicht unter Absprache und Online-Marketing, weil ich ja für meinen Blog trotzdem machen darf was ich will, immer mit der passenden Offenlegung.

Ich war jetzt mit Lindner auf Mallorca, die dann für die Medienreise, das passende drumherum zu dem Thema Hotel bieten. Wenn es halt zu mir passt und die Geschichten da sind.

Der Unterschied zwischen Blogger und Journalist ist, dass der Blogger halt ein bisschen mehr Zeit braucht. Er fotografiert, er hinterfragt vieles und da geht es auch bisschen um das Erlebnis. Ich war auch auf Texel jetzt auf einer Medienreise, da konnte ich aus Strandgut selber ein Kunstwerk machen. Also selber etwas basteln. Da kann man viel mehr Geschichten erleben und das passt danach auch zum Hotel über das Erlebnis drumherum zu schreiben.

Ingo: Deine Erfahrung mit Lindner kann ich so unterschreiben. Ich hatte auch mal eine Medienreise nach Franken, da ging es rund ums Bier, also Oberthema. Das war dann auch rund ums Bier. Wir hatten abends ein Menü mit Bier-Tasting. Ob die Biere alle so geschmeckt haben, sei dahin gestellt, aber es gab eben auch eine Stadtführung durch Bamberg inklusive Brauereibesichtigung. Das passte alles.

Der Faktor Zeit, den Tanja gerade ansprach, den kann ich auch so unterschreiben. Denn die meisten von uns Bloggern veröffentlichen keine PR-Bilder. Wir veröffentlichen fast immer eigene Fotos. Das heißt wir brauchen ein bisschen Zeit, um unsere eigene Fotos zu schießen. Das heißt auch eine Hotelführung sollte auch so sein, dass man jetzt nicht durchs Hotel gescheucht wird, sondern das wir Zeit haben auch nochmal weitere Zimmer zu sehen.

Was auch schön ist, wenn es die reine Hoteleinladung ist, dass drum herum Programm ist, wie Tanja sagte. Ob das jetzt was Do-it-yourself-mäßiges ist, ein Kochkurs oder irgendwas mit der Region. Damit schafft man noch mehr Anreiz schaffen kann, warum soll ich in das Hotel reisen.

Achtung: Urheberrechte!

Valerie: Wie ist das denn mit den Bildern? Gehören die Bilder dann auch dem Hotel?

Tanja: Ingo, das ist dein Thema.

Ingo: Selbstverständlich nicht.

Valerie: Das muss man nochmal dazusagen, glaube ich.

Ingo: Das ist auch ein sehr berechtigter Einwand. Nein, die Urheberrechte liegen bei mir. Leider Gottes kam es in der Vergangenheit vor, dass sich jemand an meinen Bildern bediente, was im Nachklang dann immer zu unschönem Schriftverkehr führen kann. Und vor allem, wenn ich das erst Jahre später feststelle, dann auch zu unschönen Honorarnachforderungen führen kann. Das wünsche ich mir nicht.

Wenn mich ein Hotelier vorher oder nach der Reise anspricht und sagt, die Bilder haben mir toll gefallen, die würden wir gerne auf Facebook verwenden oder auf unserer Webseite, dann kann man darüber sprechen. Die Fotos sind dann allerdings honorarpflichtig.

Das ist genauso, wenn ich gefragt werde, kannst du uns einen Artikel auf unserem Hotelblog liefern. Der ist auch honorarpflichtig, weil da muss man ganz klar sagen, würde man jemanden Dritten beauftragen, würde da auch Geld fließen. Das gilt auch für die Fotos.

Obwohl ich nicht davon leben muss, ist das ein Schutzhonorar. Mit jedem Foto das ich kostenlos abgebe, kann ein anderer Fotograf kein Geld verdienen. Wenn ich als Hotelier eine Fotograf beauftrage, muss ich auch eine Stange Geld in die Hand nehmen. Letztendlich ist das auch Fairness.

Valerie: Und es ist einen Leistung.

Ingo: Ich kann auch nicht sagen, oh das Buffet hat mir so gut geschmeckt, habt ihr eine Doggy Box, dann nehme ich noch was für zuhause mit. Die muss ich auch bezahlen.

Bilder und Texte sind wertvoll!

Valerie: Das nervt mich, dass alles was im Netz verfügbar ist, kostenfrei zu sein scheint.

Ingo: Ja das ist die Anspruchshaltung, jetzt haben wir dich doch schon für zwei Nächte beherbergt, jetzt erwarten dass die Bilder inklusive sind.

Ein Foto hat einen Wert.

Valerie: Und auch Text hat einen Wert.

Tanja, du hast das vorhin noch angesprochen mit der Werbekennzeichnung. Ich hab mich da ein bisschen umgesehen, zur Vorbereitung auf diesen Podcast, da gibt es ein paar Artikel da stand nirgends „Kooperation“ oder „Werbung“. Ist das vorbereitet?

Tanja: Das ist großer grauer Bereich und ein heißes Thema. Ich bin keine Juristin. Ich habe mich mit dem Thema beschäftigt, weil ich damit arbeite und rechtssicher und sauber bleiben möchte. Ich denke die endgültige Rechtssprechung wird kommen. De Facto ist, werde ich bezahlt und gibt es Absprachen zu einem Artikel, das kann durchaus journalistischer Natur sein, dann habe ich den mit Werbung zu kennzeichnen.

Ich habe unter jedem Artikel eine Offenlegung, habe ich Honorar erhalten, ja oder nein und warum und wie kam die Kooperation zustande und was beinhaltet die. Das ist Punkt eins unter jedem Artikel, es sei denn, es war niemand beteiligt. Diese Artikel gibt es auch!

Dann habe ich „enthält Werbung“, das heißt, hab ich jetzt zum Beispiel bei einer Kooperation mit einer Destination abgesprochen, dass ich Filme für die drehe, aber ich produziere für mich trotzdem Content für die Reisen, dazu ist aber nichts abgesprochen, dann schreibe ich „enthält Werbung“. Und hab auch unten dargelegt warum, nämlich das ich für die Filme bezahlt wurde.

Und gibt es sogenannte Advitorials, dass ich ganz klar Werbung für einen Artikel erhalte. Die sind bei mir persönlich selten, aber es gibt sie. Äußerst selten, kann man sich einen Platz auf meinem Blog kaufen, aber das war bisher einmal. Dabei ging es um Hörbücher auf Reisen und das passte gut.

Ingo: Da gibt es nichts hinzuzufügen, Tanja. Unabhängig von einer Rechtssprechung und der Rechtslage ist es auch ein Transparenzgebot. Gerade diese Offenlegung unter dem Artikel, das machen Blogger die das ernsthaft betreiben schon seit vielen Jahren. Da ist ja 2013 der Reiseblogger-Kodex aus der Taufe gehoben worden, der sagt, wenn du als Blogger einen Kooperation eingehst, dann kennzeichne das auch gegenüber den Leser.

Tanja: Kennzeichnen ja, das ist das was ich mit Offenlegung meine, aber das ist nicht zwingend Werbung. Das ist ein wichtiger Punkt.

Blogger-Kodex und Transparenzgebot

Ingo: Das wollte gerade nochmal ausführen. Das Transparenzgebot ist sowieso da. Das wir den Leser darüber informieren, unter welchen Begleitumständen, dieser Artikel zustande gekommen ist. Wie Tanja das eben vollkommen richtig sagte, sobald ich für einen Artikel bezahlt werde oder du hattest dieses Beispiel mit „enthält Werbung“ – genauso handhabt man das eben.

Valerie: Und jetzt kommt ein Hotel und sagt, wir hätten gerne einen Do-Follow-Link. Das passiert ja auch.

Tanja: Das schlimme ist, es gibt auch immer noch Blogger die das machen.

Ingo: Da muss ich mich fragen, möchte ich riskieren, dass ich im Google-Ranking absteige? Das ist für mich ganz leicht beantwortet: nein, bei mir gibt es keine Do-Follow-Links.

Valerie: Gut. Wollt ihr noch was los werden?

Tanja: Ich wollte nochmal ergänzen, zum Programm, was wir vorhin hatten: Das muss nicht der Hotelier selbst liefern. Wenn er keine Idee hat, kann er trotzdem anfragen. Die Geschichten drumherum können wir gemeinsam entwickeln. Das weiß nicht unbedingt jeder Hotelier, was für den Blog das passende ist. Er muss nur dafür offen sein, dass man Geschichten gestalten möchte.

Ingo: Vielleicht dazu auch, da ist es auch hilfreich, im Rahmen der Kooperation, mit dem lokalen Tourismusverband zusammen zu arbeiten. Zum Beispiel als Infoquelle. Bei Städtereisen vielleicht mit einer Citycard ausgestattet wird. Das ist immer sehr hilfreich. Das sind auch Multiplikatoren für den Artikel. Das auch die lokale DMO eingebunden wird.

Valerie: Wie sieht es aus, wenn Fragen reinkommen von den Hörern (oder Lesern), wärt ihr für ein Follow-up, die wir dann im Podcast beantworten?

Ingo & Tanja: Sehr gerne.

Valerie: Vielen Dank an euch beide für die Einblicke in die Welt der Reiseblogger.

Ingo & Tanja: Sehr gerne.

Über die Gesprächspartner: Tanja Neumann & Ingo Busch

Tanja Neumann www.vielweib.de 

Tanja Neumann ist am schönen Niederrhein zu Hause. Von dort schwirrt die leidenschaftliche Bloggerin immer wieder zu neuen Reisezielen aus, um Landschaft, Essen und die Menschen vor Ort näher kennenzulernen und anschließend auf ihrem Blog „Vielweib on Tour“ (vielweib.de) darüber zu berichten. Dabei ist der Name Programm. Den Blog betreibt sie seit fast 10 Jahren als Hobby mit Leidenschaft. Für die hauptberufliche Projektleiterin & Referentin „Internet- und Tourismuswirtschaft“ bedeutet Reisen und Bloggen die perfekte Auszeit und Inspiration neben ihrem Job. Die „nicht digital Native, aber always on“-Kommunikationswissenschaftlerin schreibt auf ihrem Blog gern über Kurztrips, Wochenendreisen, Ausflüge, Cabriotouren/Roadtrips, Wellness, Kreativreisen, ausgefallene Museen und Kulinarik mit besonderen Cafés und Restaurants. Genussreisen und „slow travel“ umschreibt ihre liebste Art, unterwegs zu sein.

und Ingo Busch www.reise-wahnsinn.de
Ingo Busch betreibt seinen Blog Reise-Wahnsinn.de bereits seit 2009 und dieser gehört zu den führenden Reise-Blogs zu den Themen Flugreisen und Hotels. Als Luftfahrtexperte ist Ingo auch gefragter Gesprächspartner u.a. im ARD Morgenmagazin. Neben dem Reise-Blog, den Ingo als geliebtes Hobby betreibt, ist er Datenschutz-Berater und war schon mehrmals hier im Podcast zu Gast.

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