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So rückst du dich mit einem selbst produzierten Video ins rechte Licht

So rückst du dich mit einem selbst produzierten Video ins rechte Licht

Meine Gastautorin Katrin hält beim mbt Meetingplace am 28. November in München einen Vortrag über “Die richtige Software für Ihr Teilnehmermanagement – auf der Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau” und hat dazu ein Video aufgenommen.

In diesem Beitrag zeigt sie dir, wie du Videos produzieren, nachbearbeiten und hochladen kannst und welches Equipment du dafür brauchst.

Videos erfreuen sich in den Sozialen Medien immer größerer Beliebtheit und Live-Videos sind sogar das nächste große Ding im Marketing. Kein Wunder – steigt doch die Reichweite der eigenen Posts steigt häufig enorm, sobald man ein Video eingesetzt hat.

Doch wie kannst du das für dich nutzen? Wie erstellst du dein eigenes Video mit angemessenem Aufwand und in einer Qualität, die in den Sozialen Medien akzeptiert wird?

Gleich eins vorab: Videos müssen nicht immer teuer sein. Wenn sie teuer aussehen sollen, dann engagiere einen Profi. Wenn es dir nur um ein kurzen Live-Eindruck geht, ist ein selbst gedrehtes Video völlig in Ordnung.

In diesem Artikel erfährst du, wie du

  • eigene Videos erstellen und dich selbst mit einer einfachen Kamera filmen kannst
  • wie du das Video mit wenigen Schritten selbst zuschneidest
  • das Video ins Netz stellst

Das brauchst du:

  • ein Ziel – was willst du warum aufnehmen?
  • deinen Text
  • Zeit zum Text üben
  • Smartphone oder einfache Fotokamera mit Videofunktion
  • Stativ
  • einen hellen, ruhigen Ort
  • einen einfarbiger oder seriöser Hintergrund (z.B. Bücherregal)
  • mattes Puder
  • einen YouTube-Account (mit Google erstellen)
  • eine Software zum Schneiden des Kurzfilms

Was willst du warum aufnehmen?

Überlege dir genau, welche Botschaft du deinen Zuhörern vermitteln möchtest. Denke dabei auch daran, dass die Aufmerksamkeitsspanne von Menschen nur sehr kurz ist. Man sagt sogar, sie läge unterhalb der eines Goldfisches (8 statt 9 Sekunden).

Möchtest du, dass dein Video bis zu Ende geschaut wird, muss es einen echten Mehrwert (Rabatte, Sonderaktionen, hilfreiche Tipps o. ä.) für den Zuhörer bringen. Fange daher mit Videos von 30 bis 60 Sekunden Länge an.

Eigene Videos produzieren - zuerst kommt dein #Ziel, dann die Technik #Onlinemarketing Klick um zu Tweeten

Schreib deinen Text auf und übe ihn

Solange du noch kein Profi im Umgang mit der Kamera bist, hilft dir der aufgeschriebene Text sicherlich dabei dennoch selbstsicher und redegewandt beim Zuhörer anzukommen.

Den aufgeschriebenen Text kannst du nun einmal mit laufender Stoppuhr, z. B. mit der in deinem Smartphone stoppen. Wahrscheinlich merkst du jetzt das erste Mal, dass dein Text viel zu lang ist. Zumindest ging es mir bei meinem ersten Video so.

Übe deinen Redetext mehrfach #Videoproduktion #Onlinemarketing Klick um zu Tweeten

Baue deine Technik auf

Jetzt erst baust du die Technik auf. Damit deine Aufnahme nicht verwackelt aussieht, brauchst du ein Stativ mit einem Gewinde oder einer Halterung für deine Kamera. Ob du dabei eine einfache Digitalkamera mit Videofunktion nutzt oder dein Smartphone ist für den Anfang völlig unerheblich.

Investiere lieber in ein gutes Konzept und in einen Text mit Spannungsbogen statt in teure Kameratechnik. Die Marke der Kamera spielt eine untergeordnete Rolle. Teste einmal, wie gut sie den Ton aufnehmen kann und wie hell deine Aufnahme ist. Bist du damit nicht zufrieden, hat bestimmt jemand in deinem Bekanntenkreis eine Kamera, die du dir einmal ausleihen kannst.

Platziere deine Kamera auf dem Stativ so, dass sie etwas “auf dich herabschaut”. Hier spreche ich aus der Erfahrung als Hobbyfotografin. Aufnahmen von schräg oben wirken optisch ansprechender. Auch mein Video habe ich leicht erhöht aufgenommen. Egal wie schlank du bist, Nasenlöcher von unten aufgenommen sehen immer wenig elegant aus 😉

An dein Stativ kannst du übrigens auch deinen Text-Zettel hängen – zumindest einige Stichworte passen da gut drauf.

Am Anfang brauchst du noch gar keine externen Mikrofone oder Adapter. Natürlich wird die Qualität besser, sobald du auch ein Mikrofon nutzt. Doch ganz ehrlich, je komplexer und aufwendiger das Technik-Set-up umso seltener nutzt du die Möglichkeit, eigene Videos in den Sozialen Medien zu veröffentlichen.

Starte bei eigenen Videos mit einfacher Technik #Videoproduktion #Onlinemarketing #YouTube Klick um zu Tweeten

Da du am Anfang also ohne weiteres Zubehör wie ein externes Mikrofon arbeitest, brauchst du eine ruhige Aufnahmeumgebung. Wind, Stimmen oder Musik aus dem Nachbarraum solltest du während deiner Aufnahme vermeiden. Schließe alle Fenster, bitte deine Kollegen oder Familienangehörige um Ruhe oder verlege deine Videoaufnahme in eine ruhigere Zeit.

Nutze dabei das Tageslicht aus. So brauchst du dir um extra Lichttechnik keine Gedanken machen. Das Tageslicht sollte dabei nicht direkt in deine Aufnahme scheinen sondern nur indirekt den Raum erhellen. Mit anderen Worten: Gehe an einem sonnigen Tag zur Mittagszeit in ein Zimmer, das zur Nordseite zeigt.

Wähle bei deiner Aufnahme einen Hintergrund, der zur Botschaft passt. Möchtest du seriös erscheinen, ist ein einfarbiger, heller Hintergrund sicherlich immer eine gute Wahl. Mit einer hellen Tapete, einem hellen Schrank oder aber auch mit einem Bücherregal im Rücken bist du auf der sicheren Seite.

Spätestens jetzt ist es Zeit zu überprüfen, wie deine Haut im Video wirkt. Bist du ausreichend geschminkt (Kameras schlucken viel Make up) und gepudert oder hast du zumindest schwitzende Hautpartien mit einem trockenen Tuch abgetupft? Kameras können so gemein sein 😉

Achte bei eigenen Videos auf Licht, Geräusche und dein Erscheinungsbild #Videoproduktion… Klick um zu Tweeten

Nimm das Video auf

Passend gekleidet und geschminkt sowie vor dem richtigen Hintergrund mit ausreichend Licht machst du dich nun an die erste Aufnahme.

Drücke den Video-Aufnahmeknopf auf deiner Kamera und laufe um das Stativ herum. Stelle dich am besten ein wenig seitlich ins Bild, so dass du nicht mittig im Bild stehst sondern etwas weiter links. Hier kommt die Regel des Goldenen Schnitts ins Spiel. Gelingt dir diese Bildregel bei der Aufnahme nicht, schneidest du es einfach im Nachhinein zu. Dafür sollte noch genügend Platz neben dir auf der Videofläche sein.

Bevor du den ersten Satz sprichst, beruhige deinen Atem, lächle in die Kamera und fange an zu sprechen. Den Vorspann schneidest du später noch weg – ebenso wie das Ende, bei dem du wieder zur Kamera läufst und die Aufnahme beendest. Natürlich kannst du auch jemanden bitten, dich zu filmen statt selbst den Auslöser zu drücken.

Noch eine Variante ist ein Fernauslöser. Doch in diesem Artikel geht es um eine low-Budget-Produktion mit möglichst wenig Technikeinsatz. Schau dir deine erste Aufnahme an. Was gefällt dir und was nicht? Wiederhole die Aufnahme solange bis sie bzw. du dir selbst gefällt.

Lass dir Zeit bei deinen eigenen #Videos - Qualität vor Quantität #Videoproduktion #Onlinemarketing Klick um zu Tweeten

Das “rohe” Video speichern und schneiden

Hast du eine Variante aufgenommen, die dir zu 80% gefällt, kannst du gemäß dem Pareto-Prinzip die Videoaufnahmen beenden. Deine Speicherkarte nimmst du aus der Kamera und kannst sie entweder direkt in deinen PC oder Laptop einstecken oder mit Hilfe eines Speicherkarten-Adapters.

Importiere die Datei, wahrscheinlich das letzte Video, auf deinen Rechner. Jetzt öffnest du das Video mit einem Schnittprogramm. Ich selbst nutze einen Mac, daher kann ich nur über meine Erfahrungen als Mac-User berichten. Hier geht es zu kostenfreien Windows-Alternativen.

Jetzt schneidest du noch den Anfang und das Ende sowie die Seitenränder deines Videos ab. Schau dir dazu am besten die ausführliche Anleitung von iMovie an.

Teste auch, ob du den Ton in deinem Video noch verbessern kannst. Nutze dafür den Button Rauschunterdrückung und Euqalizer. Je lauter dein Ton wird, desto lauter wird auch das Hintergrundrauschen.

Wähle den für dich besten Kompromiss und speicher dein neues Video als mp4-Datei unter einem neuen Namen. Wähle dazu “Ablage” – “Bereitstellen” – “Datei …”.

Das fertige Video auf YouTube einstellen

Die nun erstellte mp4-Datei kannst du bei YouTube hochladen. Dafür brauchst du dort ein Konto. Das kannst du beispielsweise mit deinem Google-Account erstellen. Dann wechselst du in deinem Konto oben rechts mit Klick auf dein Profilbild (oder noch Bildhalter) auf  YouTube “Creator Studio”.

Jetzt kannst du dein Video hochladen und mit einigen allgemeinen Informationen bestücken. Hier wählst du das Vorschaubild deines Videos bei YouTube aus. In meinem Fall haben mir alle drei Vorschläge von YouTube nicht gefallen. Daher habe ich das Video noch einmal durchlaufen lassen und an der Stelle angehalten, von der ich glaube, dass sie gut aussieht. Davon habe ich dann einen Screenshot (Mac: Shift+cmd+4) gemacht und diese Datei als Vorschaubild hochgeladen. In dieser Übersicht findest du auch die Video-URL zum Teilen deines Videos.

Möchtest du dein Video erst einmal zu Testzwecken einem Dritten senden, kannst du dein Video auf “nicht gelistet” stellen. Dann kann es nur von Personen gesehen werden, die den Link von dir erhalten haben oder die auf einer Webseite oder in einem Social-Media-Kanal diesem Link folgen.

Natürlich könntest du dein Video auch direkt vom Smartphone auf facebook hochladen. Das empfehle ich dir, wenn du dir sicher bist, dass du den Ton und den Bildausschnitt schon optimal aufgenommen hast. Meiner Erfahrung nach ist es für Dritte jedoch weitaus einfacher dein Video bei sich einzubinden, wenn du eine YouTube-URL liefern kannst. So können sie es leichter teilen und du wolltest du von Anfang an mehr Reichweite, oder?

Bei YouTube eingebettete Videos sind für Dritte leichter einzubinden und zu teilen #Reichweite… Klick um zu Tweeten

So kann das fertige und eingebundene Video aussehen:

Fazit

Wann sind selbstgedrehte Videos ok?

  • wenn ein low-Budget Video akzeptiert wird, beispielsweise in den Sozialen Medien
  • wenn du eine kurze Grußbotschaft senden möchtest
  • wenn du für dein Hotel, deine Agentur oder deinen nächsten Vortrag einen “ordentlichen” Trailer anfertigen möchtest und  (noch) kein Video-Profi bist

Wenn es anspruchsvoller wird, brauchst du

  • einen Videojournalisten, der sich mit Contenterstellung und -konzeption auskennt
  • eine hochwertigere Kamera-Ausrüstung

Denn wie heisst es:

Machen ist wie wollen, nur krasser!

 

Kannst du dir vorstellen ein Video selbst zu drehen und online zu stellen?

Was wäre der mögliche Inhalt für deine Videos?

Hinterlass mir gerne ein Kommentar unter diesem Beitrag!

Über die Autorin

Katrin Taepke hat an der DHBW Ravensburg Messewirtschaft studiert, erfolgreich die Prüfung zum international anerkannten „Certified Meeting Professional“ absolviert sowie von 2011 bis 2013 ein berufsbegleitendes MBA-Studium an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (Berlin) mit dem Schwerpunkt „Entrepreneurship“ (innovative Geschäftsmodelle in KMU) absolviert. Seit 2003 plant, budgetiert und organisiert sie federführend in verschiedenen leitenden Positionen Personal- und Bildungsfachmessen sowie Wirtschafts- und wissenschaftliche Tagungen mit bis zu 10.000 Teilnehmer/innen.

 

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Ps: Die Links im Beitrag sind KEINE Affiliate-Links. Katrin empfiehlt diese Artikel, weil sie sie selbst für ihre Videoproduktion verwendet.

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