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Social Media im MICE Management

Social Media in der MICE-Branche: Content ist King? Design ist Queen?

Heute gibt es einen Gastartikel zum Thema Social Media im Bereich Meeting, Incentives, Conventions und Events. Als Social Media Managerin (IHK) hat Katrin darüber schon einiges geschrieben und heute geht es insbesondere um das Thema Bilder auf Social Media.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen und freue mich über dein Kommentar unter diesem Artikel. 🙂

Falls du meinen Gastartikel „So entwickelst du eine sinnvolle Social-Media-Strategie Teil 1 und 2“ 
gelesen haben, weißt du bereits, welche wichtigen Fragen ich dir zur Social-Media-Strategie stellen würde.

Zur Erinnerung

  • Wie sieht der Status quo aus?
  • Mit welcher Zielgruppe will ich in den Dialog treten?
  • Was macht der Wettbewerb?
  • Welche Ziele will ich verfolgen?
  • Mit welchem Inhalt kann und will ich präsent sein?
  • Wie will ich die zuvor getroffenen Entscheidungen umsetzen?
  • Wie messe ich den Erfolg?

Verwende hochwertige Bilder

Besonders auf den Punkt 5 „Mit welchem Inhalt kann und will ich präsent sein?“ möchte ich heute genauer eingehen und noch genauer gesagt: Lass uns einen Blick auf die verwendeten Fotos werfen.

Für die professionelle Darstellung deines Hotels oder deiner Tagungslocation auf der Website solltest du einen Profifotografen engagieren. Je ansprechender die Fotos, desto eher wird dein Haus mit einer erstklassigen Qualität und einem erstklassigen Service in Verbindung gebracht.

Du meinst, das interessiert nur eine kleine Gruppe von besonders anspruchsvollen, designverliebten Architekten oder ambitionierten Hobbyfotografen? In meiner Wahrnehmung sind viele von uns visuell „unterwegs“.

Was für viele Menschen in anderen Lebensbereichen gilt, scheint beim Thema Fotoeinkauf und –verwendung plötzlich vergessen zu sein.

Warum glaubst du, gehen die meisten von uns regelmäßig zum Friseur, geben viel Geld für Kosmetikprodukte aus, kaufen teure Anzüge, Handtaschen oder edle Smartphones?
Warum wird ein Sterne-Menü mit viel Liebe zum Detail auf einem großen, weißen Teller aufwendig platziert und dekoriert?

Es muss um mehr gehen als die reine Nahrungsaufnahme und so geht es deinen Kunden auch. Das Auge isst eben mit!

Hast du schon einmal einen ungepflegten Hoteldirektor gesehen? Ist dir schon einmal aufgefallen, wie der typische Geschäftsmann oder die typische Geschäftsfrau im Berufsleben auftritt? Ins eigene Äußere investieren die meisten von uns sehr viel Geld und Zeit.

Queen: Aktueller Content, vor allem bei visuellen Inhalten

All diese Bemühungen und Überlegungen scheinen sofort vergessen, wenn es um attraktive Fotos der Dienstleistungen und Produkte geht. Glaubst du nicht?

Hier ein paar Beispiele

  • Da wirbt die lokale Stadtmarketing-Agentur mit den kostenfreien Fotos, die sie vor 20 Jahren einmal kostenfrei erworben hat. Dabei ist die Zahl der wirklich ansprechenden Fotos enorm und sie wächst stetig – schau dich einfach einmal auf Instagram, Pinterest oder in Fotografie-Foren um. Die Bilder dort laden ein, auch die dargestellten Destination zu besuchen. Ich selbst habe schon erlebt, dass Menschen aus meinem Umfeld eine Destination besucht haben, weil ich davon schöne Fotos aufgenommen und gezeigt habe.
  • Die Event-Agentur, die für ihre Mitarbeiter einen detaillierten Dresscode bei Außenauftritten entwickelt und viel Geld in die Entwicklung eines Unternehmenslogos gesteckt hat, spart bei dem Honorar für die Fotos der nächsten Tagungsankündigung – besonders häufig ist das bei medizinischen Veranstaltungen zu beobachten.
  • Eventlocations posten Fotos von leeren Hallenwänden und weisen im Begleittext auf die kommenden Hochzeitsveranstaltungen hin. Für wen war eigentlich das Posting gedacht? Für die Mitbewerber, die wissen, wie ein Saalumbau aussieht oder für einen potentiellen Kunden?Beim Thema Hochzeit denke ich an ein Brautpaar, an eine Gästeschaar, an eine Hochzeitstorte und an Blumen.

Du auch?

Warum sehen wir das dann so selten auf den zahlreichen Social-Media-Kanälen in der Hotellerie oder MICE-Branche?

Und wenn du dokumentieren willst, wie gut der Saalumbau funktioniert, dann erstelle doch ein Timelapsevideos (Zeitraffer) und poste es mit dem dazu passenden Text.

In den sozialen Medien ist es übrigens durchaus in Ordnung, wenn du auch einmal Schnappschüsse oder Selfies zeigst.

Solange deine Message zum Bild passt und umgekehrt, akzeptieren das die meisten Menschen. Stimmen jedoch redaktioneller Text und Bild in ihrer Aussage nicht überein, wird das von den Usern abgestraft: mit weniger Klicks, Likes, Shares und auch mit einer geringeren Glaubwürdigkeit.

Apropos Glaubwürdigkeit

Kennst du diese Gruppenbilder von Firmenveranstaltungen, Politikerbesuchen, Amtsantritten, Delegationsreisen und ähnliche? Besonders häufig kann man hier Männer in dunklen Anzügen sehen, die nebeneinander stehen und einigermaßen freundlich in die Kamera schauen.

Manchmal sind auch ein paar Frauen auf den Bildern zu sehen. Ist das ein attraktives Bild für die sozialen Medien?

Glaubst du dem Unternehmen, welches über „strahlenden Gesichter, der neuen Auszubildenden“ schreibt und die auf dem Bild weit auseinander stehenden Personen lächeln nur kaum oder gar nicht?

Gelingt es deinem Fotografen partout nicht, die Personen zum Lächeln zu bringen, dann ändere doch den Text! „Unsere Azubis schauen noch etwas schüchtern in die Kamera, wir freuen uns jedoch umso mehr, dass sie da sind …“

Sehr gute Erfahrungen mit Fotos von Menschen, Gruppen, Events und Co. habe ich übrigens mit Franz Pfluegl , Christoph Schöning von cs-photodesign.com und Pamela Meier von bloomoose.de gemacht.

Fotos in sozialen Medien sollten außerdem tagesaktuell sein.

Das heißt wenn du Gastgeber einer Veranstaltung bist, die heute bei dir stattfindet, dann erwarten deine Follower Bilder von heute.

Poste nicht die Bilder aus der Ankündigung dieses Events! Die kennen deine Fans doch längst. Ebenso erwarten die Follower, dass du die Bilder zeitnah und nicht erst eine Woche später postest.

Du wartest noch auf die Aufnahmen von Ihrem Profifotografen? Auch kein Problem!

In diesem Falle kannst du vor Ort ein paar Schnappschüsse posten und die Profifotos nachliefern – das wiederum wird völlig akzeptiert.

Wenn du dennoch keine eigenen Bilder, sondern kostenfreie Fotos nutzen willst oder musst, dann schau bei geeigneten Bilddatenbanken das sind zum Beispiel: StockSnap, Pexels, UnspLash, Life Of Pix, Life Of Vids oder Pixabay.

Fazit

Was für die Werbung – offline, online oder in den sozialen Medien gilt, gilt natürlich auch für deine Fotos

  • Definiere deine Zielgruppe und richte darauf die Bildsprache aus – je relevanter die Fotos für deine Zielgruppe, desto besser.
  • Teste verschiedene Designs bzw. Bilder und kreiere verschiedene Personas, um diese gezielt ansprechen zu können.
  • Beschreibe deine Postings und Fotos mit rationalen und emotionalen Formulierungen, um so ebenfalls die unterschiedlichen Nutzertypen ansprechen zu können.
  • Versehe deine Fotos mit einem „Call to Action“ (Komm vorbei! Testen hier!)
  • Verwende auffallende, ansprechende Bilder, vor allem auffallende Gesichter, damit du in der rasant durchgescrollten Timeline deinen Follower überhaupt auffallen kannst.

Über die Autorin:

Katrin Taepke bloggt auf www.micestens-digital.de und ist Eventprofi mit Leidenschaft für Digitalisierung und interaktive Eventformate. Seit mehr als 20 Jahren organisiert sie Events unterschiedlichster Größe und Ausrichtung.

Ihr Credo: Rettet die Welt vor frontaler Vortragsbeschallung und nutzt digitale Tools für Eure Prozesse!

Und nun zu dir?

Hast du eine Social Media Strategie oder postest du nur ab und zu nach Lust und Laune?

Hinterlass mir gern ein Kommentar unter diesem Beitrag.

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