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20 Jahre lang hat Pina ihren autistischen Sohn Leo allein versorgt. Dann bricht sie auf der Straße zusammen und landet im Krankenhaus. Nun müssen die Nachbarn einspringen, die sich bisher kaum kannten: die 86-jährige Inge, der zurückgezogene Wojtek und die 16-jährige Schulabbrecherin Zola. „Pina fällt aus“ (List, 2026) beginnt fast wie ein Wohlfühlroman. Doch je weiter man liest, desto deutlicher werden die Lücken im Pflegesystem und die Einsamkeit von Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen. Im Gespräch geht es um Solidarität und ihre Grenzen, um Mutterschaft und Erschöpfung und um die Frage, wer eigentlich einspringt, wenn die Mutter ausfällt.
Vera Zischke wurde 1980 im Rheinland geboren und ist ausgebildete Journalistin. Mit ihrem Debüt „Ava liebt noch“ über erschöpfte Mütter gelang ihr ein Überraschungserfolg: Das Buch begann als Geheimtipp und wurde bundesweit gelesen, mehrere Buchclubs gründeten sich darum. Zischke lebt mit ihrer Familie in einem Drei-Generationen-Haushalt im Ruhrgebiet, ist dreifache Mutter und selbst pflegende Angehörige. Diese Erfahrung ist in ihren zweiten Roman eingeflossen. Derzeit arbeitet sie an ihrem dritten Roman.
Die Rezension erschien zuerst in meiner Sendung „Die Büchersammlerin“. Dort findest du auch das Interview: „Pina fällt aus“ von Vera Zischke: Wenn die Mutter ausfällt, wer springt ein?
Rezensionsexemplar: Ullstein List hat mir dieses Buch kostenlos für meine journalistische Recherche zur Verfügung gestellt.
Infos zum Buch
Pina fällt aus von Vera Zischke
Verlag: List Hardcover (Ullstein Buchverlage)
Seiten: 304
ISBN: 9783471370063
Erscheinungstag: 26.03.2026
Preis: DE 21,99 €, AT 22,70 €
Pina fällt aus von Vera Zischke
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