Erfahrungsberichte
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Mein erstes Hotelcamp 2017 – Social Media, die Love Story Airbnb & Hotels und Digitalisierung um jeden Preis TAG 2

Hotelcamp HSMA Tag 2 Ein Erfahrungsbericht

Das Hotelcamp fand in Bendorf in den Konferenzräumen des Hotel Friends Mittelrhein statt.

Eine ruhige Lage, schöne Zimmer und gute Matratzen.

Nach einem erholsamen Schlaf – wohlverdient nach der Waldwanderung vom Vortag – gab es ein leckeres Frühstück im Restaurant Tollkühn.

Gut gestärkt starteten, die einen pünktlich, die anderen etwas später 😉 in den Hotelcamp Tag 2!

Sessionplanung Hotelcamp HSMA Tag 2

Social Media – Auf wie vielen Hochzeiten sollen wir tanzen?

Zunächst wurde abgefragt, wer auf welchem sozialen Netzwerk unterwegs ist.

  • Facebook (viele)
  • Google + (weniger)
  • Instagram (ein paar)
  • Twitter (wenige)
  • Snapchat (kaum)
  • Blog (wenige)
  • Pinterest (ein paar)
  • Xing (wenige)
  • LinkedIn (wenige)
  • YouTube

Nachdem es bei der Session zum Content Marketing darum ging User-generated Content zu nutzen, ging es in dieser Session darum eigenen Content selbst zu produzieren.

Das finde ich im Übrigen auch sinnvoll.

Sicherlich – und da war die Mehrheit auch der Meinung – ist es eine Resourcenfrage, ob man fähig ist eigene Inhalte, wie Texte, Videos oder Audios zu produzieren. Getan werden muss es.

Entweder du stellst jemand dafür ein oder du vergibst es fremd. Aber geht nicht, gibt es nicht!

Die Frage, ob du auf allen Hochzeiten tanzen solltest, musst du dir selbst beantworten und wie so oft ist das abhängig von deiner Zielgruppe.

Wähle deine #socialmedia Kanäle nach deiner #bedarfsgruppe aus! #hotellerie #hcb17 Klick um zu Tweeten

Ein Urlaubshotel, Wellness-Resort oder ein Hotel in den Alpen ist sicherlich mit beeindruckenden und guten Bildern auf Facebook, Instagram und Pinterest gut aufgehoben.

Über Bilder im Tagungsbereich für Social Media findest du hier einen Artikel.

Ein Tagungshotel erreicht die BucherInnen eher über Xing und Linked In.

Wie auch schon beim Hotel Sales & Pricing Day  wurde die Frage, welche Inhalte auf Xing und LinkedIn geteilt werden können, nicht beantwortet.

Es sind sich aber alle einig, dass Social Media gut für die Reichweite ist.

Mit Mehrwert ist es allerdings mehr wert.

Mache mit #Mehrwert auf dich aufmerksam und überzeuge mit #persönlichkeit #hotellerie #socialmedia Klick um zu Tweeten

Ein Hinweis für Facebook: Die Plattform testet gerade den neuen „Entdecker-Feed“ und die Interaktionsraten in den Testländern brechen zusammen.

Ich denke, es ist gut, auf eigene Plattformen zu setzen und über Blogbeiträge auf der eigenen Homepage Reichweite zu erhalten.

Social Media Sketchnotes

Airbnb und die Hotellerie – A Love Story

24% aller Betten in Berlin werden über Airbnb gebucht.

In dieser Session haben wir uns zuerst mit der Frage beschäftigt:

Aus welchen Gründen entscheiden sich Gäste über Airbnb zu buchen?

  • Preis
  • es kann eine ganze Wohnung gebucht werden, nicht nur ein Zimmer
  • einzigarte lokale Erfahrung durch engen Kontakt zum Host/ Gastgeber
  • Gruppenreisen
  • man bekommt genau das, was man sieht und bucht
  • als Familie ist man flexibel und muss sich nicht an Essenszeiten halten
  • statt 3 teure Hotezimmer zu buchen, kann man eine ganze Unterkunft buchen
  • Mehr Freiheit
  • Airbnb bietet für Vermieter im Backend und Frontend eine hohe Nutzerfreundlichkeit
  • Unterküfnte sind buchbar, am Tag der Anreise
  • Nutzerfreundlichkeit: durch Airbnb Icons sieht der Bucher, ob die Unterkunft alles abdeckt, was man sich wünscht
  • digitale Rechnung
#airbnb vs #hotel - was können die besser? Schau es dir und vereinfache #prozesse #hcb17 Klick um zu Tweeten

Die Plattform bietet besondere Unterkünfte an, als Beispiel wird ein Baumhaus genannt.

Von den Hoteliers in dieser Session kam der Einwand, dass sich die Vermieter nicht an die Regeln und Vorschriften halten.

Das liegt jedoch nicht an Airbnb selbst, sondern an den Anbietern. Airbnb stellt die Plattform, um Unterkünfte zu vermieten und ist keine Behörde, die prüft ob die Gesetze eingehalten werden. Es ist Sache des Betreibers sich an die gesetzlichen Regelungen zu halten.

Ein weiterer Hotelier berichtet darüber, dass er Apartments über Airbnb vermietet und damit einen Gästekreis erreicht, den er sonst nicht erreichen würde.

Als Hotelier deine Hotelzimmer über Airbnb zu verkaufen, gestaltet sich als schwierig. Es muss pro Zimmer eine Einheit eingestellt werden und es gibt keine Anbindung bzw. Schnittstelle an PMS.

Ich könnte mir allerdings gut vorstellen, hochwertige Zimmer über Airbnb zu vermieten. Zum Beispiel die Suiten in einem Businesshotel über einen längeren Zeitraum.
Oder natürlich auch die Longstay Zimmer, die einige Hotelmarken im Portfolio haben.

Spacebase, das Airbnb im MICE Markt

Ich habe Spacebase auf dem Hotel Sales & Pricing Day in Zürich kennengelernt und darüber auch schon geschrieben.

In der Session wurde es als das Airbnb der MICE Branch genannt.

Sehr interessant wie ich finde, da die Plattform sich erst jetzt für Hotels öffnet.

Dazu möchte ich noch einen Teilgeber zitieren, der sagte:

„Airbnb – Zimmermietung und Spacebase – Tagungen jetzt fehlt nur noch ein Airbnb für Wellness-Angebote.“

Worin liegt der Erfolg von Airbnb und können Hotels das auch?

Airbnb ist ein zweites Zuhause.

Die Beschreibungen der Unterkünfte sind mit viel Liebe zum Detail erstellt und einige Hosts erstellen professionellere Bilder als ein Hotel.

Airbnb hat einen Weg gefunden, die Verknüpfung vom Gast zum Gastgeber digital möglich zu machen. Das Beziehungsmanagement über die Plattform ist einmalig und die Nähe zwischen Gast und Gastgeber entsteht sofort.

Du als Hotelier solltest also einen Blick auf deine Prozesse werfen und dich einmal fragen:

Wo beginnt die Reise meines Gastes, welche Schritte macht er, bis er bei mir an der Rezeption steht?

Weitere Fragen bleiben offen oder sollest du für dich und dein Hotel beantworten:

  • Wo sind die Touchpoints in meinem Hotel?
  • Warum werden die Prozesse nicht durchdacht?
  • Warum schaffen wir Hoteliers es nicht, diese Schritte zu gehen?
Finde die #touchpoints in deinem #hotel und durchdenke #prozesse Klick um zu Tweeten

Ich denke, anstatt sich über neue Plattformen aufzuregen und dagegen zu wettern, ist es sinnvoller den Blick über den Tellerrand zu wagen und zu schauen, was machen die besser?

Das bedeutet nicht, das alles andere immer besser ist. Aber es ist auch nicht immer gleich schlecht.

Und zu guter letzt: Je mehr Digitalisierung und Automatisierung, desto mehr Touchpoints musst du in deinem Hotel schaffen. People Business!

Sketchnotes Airbnb

Bedingungslose Digitalisierung

Wie digital müssen Hotels sein?

Und müssen sie es um jeden Preis?

Es geht um die Customer Journey, wie so oft und wie du deinen Gast auf dich aufmerksam machen kannst.

Ab welchem Punkt holst du deinen Gast ab und begleitest ihn in dein Hotel?

Ganz am Anfang steht schon die Frage nach der Zielgruppe und ob auch Best Ager über die hoteleigene Web Booking Enging (Buchungsmaschine auf der Homepage) buchen?

Ein Teilgeber im besten Alter – der HSMALiebling 😉 – beantwortet die Frage frei heraus. Er bucht über Booking, weil es da schön einfach ist. Er erhält nach der Buchung sofort die Bestätigung und muss sich nicht mehr gross kümmern.

Die Buchungsmaschinen auf den hoteleigenen Webseiten sind oftmals zu kompliziert und zu langsam.

Ausserdem werden die OTAs (Online Travel Agencies) auch als Suchmaschine oder Landkarte verwendet, um herauszufinden wo das Hotel liegt.

Bei dieser Aussage dachte ich mir, da kann man doch auch Google Maps einbinden und der Gast sieht es auch auf der eigenen Homepage.

Warum macht das keiner?! (naja, kaum einer…)

Sketchnotes Digitalisierung Hotel

Sketchnotes von Sonja Kröll: www.mimikro.de

Digitalisierung IM Hotel

Eine interessant Aussage fand ich auch, dass die Tabletlösungen im Hotel bereits wieder veraltet sind.

Und die Aussage ist meiner Meinung auch richtig, denn jeder hat ein Smartphone und kann dieses Gerät benutzen. Es braucht also nicht mehr ein Tablet im Zimmer.

Ich weiss nicht wie es dir geht, aber ich verwende auch lieber mein eigenes Smartphone oder Tablet.

Und das ist gut!

Denn wie du vielleicht aus meinem Artikel „Digitale Tools im Vergleich – Teil 2“ weisst, werden wir laut einer Studie (Link findest du im genannten Artikel) im Jahr 2021, 3 Billiarden Stunden mit Apps verbringen.

Und auch in meinem letzten Interview  – und meiner ersten Podcast Episode 😉 – findest du die Aussage, dass eine App mit der man 80% der Hotels buchen kann, überlebensfähiger ist, als eine geschlossene App für nur eine Hotelkette oder ein Hotel.

Richtig kundenfreundlich oder schöner gesagt, gastfreundlich ist es, wenn du deinem Gast die Wahl lassen kannst, ob er digital oder persönlich bedient werden will. Es gibt Hotels die das anbieten.

Dein Hotel zu digitalisieren macht nur Sinn, wenn deine Gäste die Tools auch nutzen.

#digitalisiere FÜR deine #gäste #bedarfsgruppe, sie sollen die Tools nutzen #hotellerie Klick um zu Tweeten

Um das herauszufinden könntest du auch einfach mal deine Gäste befragen. Diesen Vorschlag habe ich auch in der Session gebracht.

Meine Herangehensweise wäre, über den Newsletter eine Umfrage zu versenden.

Einige Teilgeber in der Session waren der Meinung, dass das auch von den Mitarbeitern am Empfang erledigt werden könnte.

Eine persönliche Befragung bei Check-In oder Check-Out und dann auch nur EINE Frage.

„Wir planen demnächst einige digitale Neuerung. Sie könnten zum Beispiel Tischreservierungen oder Wellnessanwendungen über ihr eigenes Tablet oder ein Tablet im Hotelzimmer buchen. Würden Sie das nutzen?“

Und wie auch schon in der Session zu Airbnb, waren wir uns alle einig, dass das Menschliche nicht vergessen werden darf.

Digitalisierung ja, doch nur bis zu einem gewissen Grad.

Und eigentlich sprechen wir nur von Prozessen, die digitalisiert werden sollen und auf keinen Fall soll der Mitarbeiter durch Roboter oder Automaten ersetzt werden.

Meine Rede: Digitalisierung ist das neue Guest Relation!

#Digitalisierung ist das neue #guestrelation! #hotellerie Klick um zu Tweeten

Fazit

Es waren zwei spannende, interessante, interaktive Tage beim Hotelcamp der HSMA und ich will da wieder hin!

Ich habe meine Komfortzone verlassen, in ein Mirkophon gesprochen und viele tolle neue Kontakt geknüpft.

Ausserdem habe ich ein Haufen Ideen mit nach Hause genommen, die alle in Blogbeiträge verarbeitet werden wollen 😉

Ich kann das Hotelcamp der HSMA nur empfehlen!

Weitere Artikel zum Hotelcamp

Hier geht’s zu Teil 1.

Der Rückblick von Martin Birchmeier auf dem Blog von Tourismuszukunft.de.

Der Erfahrungsbericht von Lilly Oppitz vom Hotel Kastens Luisenhof.

6 Kommentare

  1. Hallo Valerie,
    na dann sehen wir uns ja auf dem nächsten Hotelcamp wieder. Mal schauen, wie weit die “Digitalisierung” dann vorangeschritten ist -:). Ich bleibe aktive dran ….
    Regnerische Grüße aus dem Süden
    Alexander

    P.S.: die u.a. Homepage ist ab 20. Dezember 2017 online …

    • Hallo Alexander,
      vielen Dank für dein Kommentar.
      Ich freu mich drauf! Und ja, wir müssen aktiv dran bleiben, denn “steter Tropfen höhlt den Stein”.
      Auf deine Homepage freue ich mich schon. Gibts dann auch ein Blog?
      Bei uns im Süden strahlt die Sonne!
      Grüße, Valerie

      • Hallo Valerie,
        zuerst wird die Homepage der “WhiskyConsult” zum 30. November stehen, ohne Blog. Die Seite für “Hotel_and_Web” zieht im Dezember nach und dann mit Blog zu brandaktuellen Themen.
        Herzliche Grüße aus Garmisch
        Alexander

  2. Daniel Tunys sagt

    Wie geil ist das denn… “Eine interessant Aussage fand ich auch, dass die Tabletlösungen im Hotel bereits wieder veraltet sind.” Nur gut, dass ich mein Unternehmen nicht weiter forciert habe, da ich von Anfang an gesagt habe, wir müssen das auf die “Mobile Devices” bringen… Meine ehemaligen Geschäftspartner wollten dass nicht… Ich wusste schon damals, dass der Tag kommen wird, an dem sie sich sehr wundern werden… Mit besten Grüßen aus Nürnberg, Daniel Tunys

    • Hallo Daniel,
      vielen Dank für dein Kommentar.
      Da gibt es sicherlich unterschiedliche Meinungen zum Thema Tabletlösung im Hotel oder doch lieber die App.
      Wie bekommen wir die Gäste dazu, die App vom Hotel herunterzuladen? Warum lädst du dir die App eines Hotels herunter? Ich zum Beispiel würde mir nicht für jedes Hotel – denn ich bin der hybride Gast – eine App herunterladen. In meiner ersten Podcast Episode geht es unter Anderem darum. Es sollte eine App geben, an die sich jedes Hotel anschliessen kann, wenn es will. Der Gast hätte dann eine App für mehrere Hotels. Ein Unternehmen bastelt gerade daran.
      Grüße, Valerie

  3. Pingback: Hotelcamp 2017 - Erfahrungsbericht | www.valerie-wagner.de

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