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Hotel Sales & Pricing Day 2017 #HSPD17 – Von Chat Bots, Digitalisierung, Change Management und Humanität

Zu Gast im beeindruckenden 5 Sterne Hotel Hyatt Park Zürich und mittendrin und unter Schweizer Hoteliers.

Durch das knackige Programm führte Moderator Heiko Siebert und der Tag startete um 8.40 Uhr mit „5 Minuten Ruhm“ und den drei Vortragsrednern über Customer Relation Management.

5 Minuten Ruhm mit 3 Customer Relation Management Tools

  • Serenata CRM (Customer Relationship Management)

Serenata sorgt nach Aussage von Michael Marchand für aufgeräumte Profile. Und gibt Antwort auf die Frage: „Wer sind meine besten Kunden?“ Die Software begleitet den Gast entlang der Customer Journey ins Hotel und bietet damit eine Full Customer Journey.

  • Carlo Fontana von Hoxel kombiniert Technik und Hotelwissen. Er stellt die Frage nach High Tech oder High Touch und stellt Hotelbewertungen, also Guest Experience in den Vordergrund. Er ruft in seinem Vortrag auf zu „back to basics“. Statt Big Data sollten sich Hoteliers auf die Little Data beziehen.

Er sagt: „If you don’t deliver the promise you are totally dead.“

Die Menschen vergessen was du sagst und was du tust, aber wie sie sich in deiner Gegenwart gefühlt haben, vergessen sie nie.Maya Angelou
  • LiveRate ist ein Softwareanbieter für Preisvergleiche auf der Hotelseite. Das Widget wird im Backend der Seite eingebunden und zeigt die Preise auf den verschiedenen Portalen im Vergleich zum Preis auf der Hotelseite.

Ein neues Tool ist der LiveRate Chat.

Ulf Guldi sagt: „Endlich lernt die Branche, die Sprache der Gäste zu sprechen.“
Gäste brauchen die Möglichkeit das zu nutzen, was sie möchten. Sie wollen nicht zum Telefon greifen, wenn sie sich gerade auf der Hotelseite befinden.
Das Eintippen einer Nachricht ist hier einfacher und effizienter.

Ein positiver Nebeneffekt: der Besucher bleibt länger auf deiner Seite und verringert die Absprungrate. Die ist messbar mit Google Analytics.

Im Angebot hat LiveRate zwei Möglichkeiten: Den Telegramm-Dienst zu nutzen oder den Facebook Messenger.

Der Chatbot kann individuell eingerichtet werden.

Das Interface im Hotel sollte dauerhaft geöffnet sein, um bei Fragen die der Bot nicht beantworten kann, einzugreifen. Außerdem werden Emails an dein Hotel gesendet, sollte eine Nachricht nicht innerhalb 30 Minuten beantwortet werden.

Unter anderem kann über den Bot auch gebucht werden.

„Jeder der über einen Bot bucht, bucht nicht über ein OTA.“ Ulf Guldi

„MICE to meet you“ mit Meetingmarket und Martin Munck

Er stellt die These auf: „3 Wege, warum die Tagungshotellerie die Digitalisierung verschläft und was sie jetzt tun muss.“

Am Anfang des Vortrags werden verschiedene Geschäftsmodelle von damals und heute gegenübergestellt:

  • Retail damals: mit dem Einkaufswagen an die Kasse fahren und anstehen, warten bis Omi das Geld abgezählt der Kassierin aushändigt -> Retail heute: Amazon go! Anhand von Technologien registriert das Geschäft, was sich Martin in den Rucksack packt. Die Bezahlung erfolgt über das Amazon-Konto und die hinterlegte Zahlungsart.
  • Taxibranche damals: Anruf in der Zentrale, Durchgabe des Standorts. Die Zentrale schickt einen Fahrer. Heute: App öffnen und mit einem Klick ist ein Taxi bestellt.
  • Banking damals: Ausfüllen des Überweisungsscheins und Abgabe am Schalter, später im Briefkasten. Heute: Online-Banking

Peter Glaser (Journalist) nennt das die „digitale Ungeduld“ und hat auch das Wort „Sofortness“ geschaffen.

Martin Munck stellt drei Punkte heraus

  1. Schnelligkeit gewinnt – Speed wins
  2. Einfachheit gewinnt – Simplicity wins
  3. Automatisierung gewinnt – Automation wins

Anhand dieser Punkte hat meetingmarket eine Maschine gebaut, die mit dem Inventar (Inventory, dh. Ausstattung, Beschreibung), eingepflegten Preisen und Verfügbarkeiten anhand von Schnittstellen, interaktiv und in Echtzeit dem Kunden die Antwort auf seine Fragen im Meetingbereich geben kann.

#speedwins #simplicitywins #automationwins das sagt @meetingmarket beim #HSPD17 Klick um zu Tweeten

Die Standard-Tagungsanfrage zwischen 30-50 Teilnehmern, kann mit meetingmarket abgedeckt werden.

Einige Hotels wie Best Western oder Lindner Hotels und Resorts nutzen meetingmarket bereits. Ausserdem wird es auch von Einkäufern von Grosskonzernen und Agenturen verwendet.

Wie sehr das Thema Digitalisierung im Tagungsbereich umtreibt, erfahre ich in der Pause. In einem Gespräch höre ich heraus, dass die Schwierigkeit in der Umsetzung liegt.

Wenn ein Kunde einen Tagungsraum bucht und die Bestätigung erhält, völlig automatisiert, entfällt das – wie ich es gerne nenne – Tetris-Spiel. Das heißt, die Verschiebung der verkauften Räume im Nachhinein fällt weg, denn der Raum ist bereits definitiv verkauft.

Die Kollegen stellen die Frage: Wie bindend ist die Zuteilung der Räume?

Ist es nicht sinnvoller, statt die Namen der Räume zu nennen, die Grösse des Raums festzulegen? Und ist es dann nicht besser Preise pro Quadratmeter festzulegen? Die liessen sich doch auf viel besser yielden… Und auch die Berechnung des Mindestumsatz ist damit einfacher.

Was meinst du dazu?

MICE – Gesprächsrunde: Es fehlt an Ausbildungsinhalten für MICE und Digitalisierung in der Hotellerie

Im MICE-Gespräch spricht Oliver Stoldt die Situation an Hotelfachschulen an. Er bedauert, dass an diesen Schulen zwar das Management gelehrt wird und wichtige betriebswirtschaftliche Hintergründe. Allerdings sieht er Defizite in der Ausbildung in der Digitalisierung bzw. deren Anwendung in der Hotellerie. Im MICE Segment fehlt es an geeigneten Aus- oder Weiterbildungen.

Und das obwohl jede 5. Logiernacht über das MICE-Segment generiert wird!

Übrigens: Es gibt bereits einige Lehrgänge an der Deutschen Hotel Akademie für:

Moderator Heiko Siebert fasst zusammen, dass weitere Herausforderungen das Sicherheitsdenken, der Datenschutz und die Compliance-Regeln der Großkonzerne sind.

Compliance – das Reglement bringt Herausforderungen

Hinsichtlich Compliance gibt es bei der MICE Service Group und auch Swiss Sales Conferences bieten diesen Konzernen mit der Technologie von meetago hohe Transparenz bei der Buchung und es kann regelkonform gebucht werden.

„Das meetago® Online Meeting Tool bietet Tagungsplanern von Unternehmen, Organisationen, Verbänden, Agenturen und Hotels eine innovative Cloud-Lösung für die Buchung und das Management von Tagungen, Veranstaltungen und Geschäftsreisen jeder Größenordnung: Mit der MICE Procurement Solution und ihrem starken Fokus auf Vergleichbarkeit, Transparenz, strukturierte Prozesse und Compliance schafft das meetago® Online Meeting Tool nicht nur Sicherheit im Buchungsprozess. Dank der integrierten und skalierbaren Event Management Solution geht mit ihm auch das Veranstaltungs- und Teilnehmermanagement leicht von der Hand – bei kleinen Meetings ebenso wie bei großen Events.“

Quelle: www.miceservice.de/files/Mice-service-group_meetago_Medienmitteilung

Für die Hotelseite spricht sich Martin Munck für die Technologie von Meetingmarket aus und sagt, dass auch das Tagungsgeschäft yieldbar ist. Damit wird das Bauchgefühl umgewandelt in Zahlen. Er hat das Gefühl, dass für viele Hoteliers das Revenue Management im MICE-Bereich ein Buch mit 7 Siegeln ist.

Dem widerspricht Christian Badenhop von meetago und ruft auf das Revenue Management aus dem Zimmerverkauf zu übernehmen.

#revenuemanagement ist kein Buch mit 7 Siegeln, es muss umgesetzt werden! Klick um zu Tweeten

Die Notwendigkeit von Portalen oder Partnern in der Hotellerie

Das Park Hyatt Zürich bzw. die gesamte Kette wendet Revenue Management im Tagungsbereich an und Malte Budde bezeichnet es als „Basisarbeit“. Sie halten sich an Buchungsmuster und haben diese immer im Blick.

#yielding im #micemanagement ist Basisarbeit #HSPD17 #hotellerie Klick um zu Tweeten

Der Tagungsbereich der Hotels muss über Google gefunden werden und sichtbar sein. Dafür benötigt man allerdings kein Portal.

Das Gespräch nimmt leicht an Fahrt auf und Badenhop (meetago) wirft ein, dass die Strukturen der Konzerne oftmals keinen anderen Weg zulassen. Daher ist die Sichtbarkeit auf einem Portal sehr wichtig. Die Hoteliers müssen dort sein, wo die Kunden sind. Er nennt drei wichtige Faktoren:

  • Kunde
  • Bucher
  • Gast

Der Mensch vor Ort hat oberste Priorität.

Denn auch wenn die Buchung unpersönlich über ein Portal hereinkam, muss das Hotel vor Ort und beim Gast punkten. Das kann man nur mit Herzlich- und Menschlichkeit schaffen, egal worüber der Gast gebucht hat.

Ein weiterer Punkt für die Listung auf Portalen nennt Sven Bergerhausen von MICE Access. Er betont ganz klar, dass Schnelligkeit gewinnt und das bedeutet, das Hotel das zuerst das Angebot versendet hat einen großen Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb.

Der persönliche Kontakt kann durchaus zwischendrin stattfinden. Doch Fragen und Anliegen der Bucher, müssen innerhalb kürzester Zeit und übersichtlich stattfinden.

Workshop Storytelling auf Social Media

Ab 11.25 Uhr starteten die ersten Workshops.

  1. MICE 4 you mit Ulli Kastner
  2. Storytelling mit Gabriele Bryant
  3. Positionierung mit Ralph Hubacher

Ich habe den Workshop Storytelling von Gabriele Bryant besucht. Viele Hoteliers sind auf den Social Media Plattformen vertreten, haben aber Mühe mit den Ideen, die für eine Social Media Post geeignet sind.

Somit war zunächst Basisarbeit notwendig.

Die Workshop-Teilnehmer fragen nach Strategien, Konzepten und Ideen für Stories auf ihren Social Media Kanälen. Welche Inhalte können Tagungshotels posten die Gefühle wecken und zum Teilen anregen?

Frau Bryant stellt ganz klar heraus, dass reine Werbepostings ob gesponsored oder als Native Advertising ganz schnell die Zahl der Follower oder Fans nach unten treibt.

Gründe für Fans zu Entfolgen – Vortrag von Frau Bryant

Storytelling anhand der AIDA-Formel und der Bedürfnispyramide

A – Attention (Aufmerksamkeit)
I – Interest (Interesse, Inspiration)
D – Desire (Wunsch, Träume)
A – Action (Handlung)

Beiträge die anhand der Maslowschen Bedürfnispyramide aufgebaut sind, sind sehr erfolgreich.

Frau Bryant gliedert diese wie folgt auf:

  1. Physikalische/Biologische Basics: Essen, Trinken, Schlafen, frische Luft, Natur
  2. Sicherheit: heile Welt, Gesundheit, Sicherheit, Kompetenz, Social Proof
  3. Liebe & Zugehörigkeit: Liebe, Romantik, Familie, Kinder, kuschelige Tiere, die „Hotel-Familie“
  4. Selbstwert: alles was den Ich-Faktor anspricht, FOMO (Fear of Missing Out), Selbstprofilierung, Promis
  5. Selbstverwirklichung: Entschleunigung, Meditation, Yoga, Zeit für das Selbst.

Außerdem gilt immer: „Sex sells“ wenn es zur Zielgruppe passt. Das Wort „Foodporn“ wurde dadurch geprägt.

Social Proof erhält der Hotelier durch Bewertungen, Empfehlungen auf den bekannten Portalen oder auch der eigenen Facebook-Seite.

#storytelling in der #hotellerie funktioniert auch anhand der Bedürfnispyramide von Maslow! Klick um zu Tweeten

Klare Handlungsempfehlungen

Beiträge über Hotel-Mitarbeiter transportieren die „Familie“, die Gäste können sich damit identifizieren. Stammgäste können damit noch mehr anfangen, weil sie den Mitarbeiter vielleicht kennen. Wichtig hierbei: Einverständniserklärung unterschreiben lassen.

Für die Selbstverwirklichung und das „Coole Gefühl“ könnte ein Hotel seinen Gästen eine Selfie-Stick zur Verfügung stellen. Der Post geht über die Kanäle des Gasts und er macht damit Freunde und Familie auf das Hotel aufmerksam. Das ist User generated Content und kann prima in die eigenen Kommunikation eingebunden werden. Das heisst, diese Post müssen vom Hotel beantwortet, kommentiert, geliked und geteilt werden.

Weitere Empfehlungen:

  • Facebook-Posts in mehreren Sprachen verfassen bzw. das Übersetzungstool von Facebook nutzen
  • Kontiunität ist wichtig. Es muss regelmässig gepostet werden.

Die Fragen der Teilnehmer zeigen einmal mehr auf, dass es einen grossen Erklärungsbedarf hinsichtlich Handhabung der Social Media Kanäle gibt und das Verständnis stark vertieft werden muss.

Auf Instagram sind Hastags von Bedeutung. Diese können aber nicht einem Account zugeteilt werden, sondern sind frei verfügbar. Eine Möglichkeit den richtigen Hashtag mit dem Hotel zu „verknüpfen“ wäre, diesen Hashtag auf sämtlichen Print-Medien des Hotels zu drucken und auch im Zimmer darauf hinzuweisen.

Frau Bryant empfiehlt noch einige Posting Tools mit denen Beiträge geplant werden können.

„Hotelmanager 2020 = Technologie & Distribution Manager?“

Nach der Mittagspause geht es weiter dem Vortrag von Ulli Kastner von Myhotelshop.com. Er sagt bis zum Jahr 2020 ist der Hotelmanager ein Technologie & Distribution Manager.

Er nennt die Herausforderungen der Branche beim Namen:

  • Prozesse kosten Geld
  • Hotellerie ist operativ durchsetzt von Ineffizienzen
  • 2 Bereiche die Kosten produzieren und den Unterschied machen: Operations und Distribution
  • Abhängigkeiten von alter IT (PMS, Webseiten, Buchungstechnologie)
  • Ausbildung ist zu wenig fokusiert auf Technologie
  • Externe Anbieter sind schneller und fokussierter, das erhöht Abhängigkeiten
  • Wahl zwischen Pest (keep it as it is) und Cholera (work with expensive partners)

Und er nennt Handlungsempfehlungen die Effizienz in der Hotellerie schaffen:

  • Technik schafft Zeit
  • Pareto: 80% des Umsatzes machen wir mit 20% Aufwand – Finde deinen Fokus!
  • Setze auf Aus- und Weiterbildung
  • Outsource dort wo es Sinn macht
  • Gehe ins Risiko
  • Investiere in Produkterfahrung
  • Investiere in das was schlecht läuft und nicht in das was dein Nachbar tut
  • Denke wie ein Investor
  • Entscheidend ist, was der Kunde möchte, nicht was der Hotelier will!
Das grösste Risiko ist, kein Risiko einzugehen!Mark Zuckerberg

Mein Fazit aus diesem Vortrag: Digitalisierung = Prozessoptimierung! Dazu kannst du meinen Artikel über die Bedeutung der Digitalisierung in der Hotellerie hier nachlesen.

In 2020 ist der #hotelmanager ein Technologie & Distribution Manager #digitalisierung… Klick um zu Tweeten

Hotels auf Social Media – Ein Vortrag von Fabian Reichle

Im Sinne der Customer Journey holen sich Gäste die Inspiration für ein Urlaubshotel über Facebook & Co. Das ist nicht neu!

Fabian Reichle hat in seinem Selbsttest herausgefunden über die Google Bildsuche findet er Hotelzimmer mit Bett oder Restaurants mit eingedeckten Tischen. Diese sind beliebig austauschbar.

Ich habe diese mal für dich wiederholt. Hier das Ergebnis:

Das bedeutet: Transportiere dein USP = Alleinstellungsmerkmal über deine Social Media Kanäle.

Die Bilder sind auf keinen Fall eine Inspiration. Dabei ist das doch so wichtig, denn:
9 von 10 Buchern nutzen Social Media ausschließlich in der Traumphase.

In 8 Schritten zum Social Media Marketing im Hotel

Welcher Social Media Kanal eignet sich für meine Zielgruppe?

Willst du mit einen Kanal bedienen oder lieber eine Mulit-Channel-Strategie fahren? Diese Frage musst du dir eindeutig beantworten. Doch dazu ist es wichtig zu wissen, wo sich deine Zielgruppe aufhält.

Content muss zur Plattform passen

Der Inhalt muss zur Plattform passen. Das bedeutet, jeder Kanal hat seine Art der Anwendung.

  • Facebook: Storytelling mit Fotos, (Live) Videos, Veranstaltungen, Kundenbewertungen
  • Instagram: authentische und qualitative hochwertige Bilder, Videos und Stories die nach 24 Stunden wieder verschwinden.
  • Twitter: kurz, knapp, informativ

WICHTIG: Der Inhalt muss pro Kanal erstellt werden und sollte nicht automatisch geteilt werden. Oftmals werden Bilder auf dem Instagram Account geteilt und gleichzeitig auf Facebook. Das ist nicht gut. Du solltest für jeden Kanal eigene und einzigartige Beiträge verfassen.

Tipps von Fabian Reichle:

  • Texte sollen deine Fans und Follower informieren und inspirieren
  • Bilder müssen qualitativ hochwertig sein
  • Aussagekräftige Profilbeschreibungen
  • Facebook: Mehrsprachig posten

User Generated Content – Benutzergenerierter Inhalt

Was ist das? User zeigen, was sie erleben, fühlen, meinen und teilen es in den sozialen Netzwerken mit ihren Freunden und Followern.

Die Vorteile davon:

  • Authentizität und Glaubwürdigkeit
  • Kundenbindung
  • Reichweite, Markenbekanntheit, Image
  • Identifikation mit deinem Hotel
  • Kostengünstiger Inhalt
  • Anreicherung mit eigenen Inhalten

Der Hastag

Ein Hashtag kann von jedem erstellt werden. Meiner ist zum Beispiel #hotelomotion.

Für dein Hotel könntest du einen Hashtag mit deinem Hotelnamen oder einen mit deinem Alleinstellungmerkmal.

Deinen Hashtag solltest du auf allen Kanälen publizieren, auf denen du aktiv bist und auch im Hotel bzw. analog auf Printmedien oder in der Gästekommunikation anwenden, um ihn bekannt zu machen.

Bei Instagram sind 5-10 Hastags sinnvoll, auf Twitter solltest du deine Keywörter/Schlagwörter mit Hashtag posten.

Scheduling – Zeitliche Planung deiner Beitrag

Um so viele Follower und Fans wie möglich mit deinen Posts zu erreichen, musst du wissen, wann sie online sind.

Bei Facebook lässt sich das ganz leicht in der Statistik ablesen.

Meine Facebook Statistik: Wann sind meine Fans online?

Das bedeutet: Poste deine Inhalte dann, wenn deine Fans und Follower online sind.

Weitere Tipps zum Thema Social Media

Influencer, sprich „Beeinflusser“ können helfen Reichweite und Sichtbarkeit zu erhalten. Doch auch hier gilt, dass die Person zu deinem Hotel passen muss.
Die kannst du auf entsprechenden Events finden. Ich möchte an dieser Stelle nicht genauer darauf eingehen, da es hierzu ausführliche Artikel im Netz gibt.

Außerdem solltest du nicht nur von deinem Hotel erzählen, sondern auch oder vor allem die Umgebung zeigen.
Wanderwege, Skipisten, Erlebnisparks und was sich alles in deiner Umgebung befindet. Die Gäste möchten wissen, was sie bei dir machen können.

Tipp Nummer 8 ZUHÖREN bzw. lesen!

Auf Social Media hast du die Chance direkt mit deinem Kunden in Kontakt zu treten. Nimm diese Chance wahr und nehme aktiv an Diskussionen teil. Das gilt nicht nur bei schlechten Kommentaren, sondern umso mehr bei positiven!

Hier kannst du eine Community aufbauen und pflegen und so deine Kundenbindung ausbauen.

Moment! Ich hab da mal eine Frage!

Ich habe mir das alles angehört und wie du gemerkt hast, auch sehr vieles aufgeschrieben. Dieser Artikel ist sehr lang, ich weiss.

Doch mein Anliegen konnte niemand ausführlich beantworten.

Im Workshop über Storytelling und im Vortrag von Fabian Reichle wurden zwei Netzwerke nicht genannt.

Errätst du welche ich meine?

Ich spreche von Xing und LinkedIn.

Ja, auf Facebook zu sein macht Sinn. Auch mit Instagram kannst du tolle Sachen posten. Und sicherlich holen sich deine Gäste dort Inspiration.

Meiner Meinung nach, aber nur wenn sie in den Erholungsurlaub fahren und NICHT wenn es um das Finden oder Suchen von Tagungshotels geht.

Meine Frage an Herrn Reichle lautete also:

Welche Inhalte kann ich auf LinkedIn und Xing posten? Wo finde ich meine Geschäftskunden?

Seine Antwort, nach meinem Geschmack zu einfach: dort könnte man Posts über Leadership posten.“

Aha. Herzlichen Dank fürs Gespräch. 😉

Doch verkaufen Beiträge über Leadership ein Hotel?

Würde sich ein Tagungsplaner oder Bucher aufgrund eines Beitrags über Leadership für einen Aufenthalt in deinem Hotel entscheiden?

Ich bin mir nicht sicher, ob das so einfach ist.

Doch gerade Tagungsgäste – also Unternehmenskunden, Corporates – befinden sich dort.

Eine Antwort mit Umsetzungsvorschlag habe ich dazu leider nicht.

Wie können Hoteliers die Tagungsplaner auf Xing und LinkedIn erreichen? #corporate #leadership… Klick um zu Tweeten

Workshop 2: Online Distribution mit Heiko Siebert

Themen des Workshops bei Heiko Siebert:

  • Augmented Reality (AR)
  • Blockchain
  • Sprachsteuerung, z.B. Alexa
  • Künstliche Intelligenz
  • Roboter

Wie zuvor bereits erwähnt, zählt Geschwindigkeit und die OTAs (Online Travel Agencies) nehmen diese Entwicklung wahr und auf. Mit dem Chatbot Kontakt zum Kunden auf der Seite aufnehmen (du erinnerst dich am Anfang in 5 Minuten Ruhm hat LiveRate davon erzählt) gehört bei den OTAs zum Tagesgeschäft.

Ein weiteres rotes Tuch ist die Sharing Economy wie Airbnb.
Laut Aussage von Heiko Siebert, hat Airbnb Einfluss und auch wenn du deine Airbnb – Anbieter nicht zu deinem Wettbewerb zählst, solltest du deine Umgebung nach diesen Anbietern überprüfen.

Auch in der Gastronomie nimmt „eat with“ Fahrt auf.

Im Rahmen der Online Distribution solltest du dir auch überlegen, ob Eigenvertrieb für dich sinnvoll ist. Folgende Fragen helfen dabei:

  1. Mögen die Gäste dein Hotel? Hast du gute Bewertungen?
  2. Was macht dein Hotel einzigartig? Was ist dein USP?
  3. Bist du bereit zu investieren? Zeit und Geld!
  4. Bist du risikofreudig?

Erst wenn du alle Punkte mit JA beantwortest, macht Eigenvertrieb laut Heiko Siebert Sinn.

Fazit aus diesem Workshop:

  • Alles messen
  • Verkaufen wo der Kunde ist
  • Professionalisieren des Online-Auftritts

Online Travel Agent SECRET ESCAPES

Tom Brechwoldt referiert über das Online Portal Secret Escapes, das in der Schweiz noch nicht so etabliert ist, wie in Deutschland.

Das Portal vertreibt hauptsächlich Wellnessurlaub. In Planung sind Familienreisen, also Secret Families.

Der grosse Unterschied zu anderen Online-Reisebüros: Um an die Angebote zu kommen, muss der Gast registrierter Kunden sein. Das bedeutet, dass das Portal auf einem Community Management basiert und aufbaut.

Somit sind Vorlieben einfacher zu identifizieren und der Kunde erhält massgeschneiderte Angebote.

9 von 10 Käufen sind Impulskäufe.

60% Frauen lassen sich inspirieren.

70% Männer buchen.

Die Angebote werden vom Hotelier selbst geschnürt und auf der Plattform zum Verkauf gestellt.

Alle Buchungen sind garantiert und können nicht mehr storniert werden.

(Wäre ja noch schöner, bei den Rabatten…)

Leider setzt Secret Escapes auch auf Last Minute – Buchungen. Wie du weisst halte ich davon überhaupt nichts.

Doch leider funktioniert es und es gibt Hotels die das aktiv praktizieren.

Change Management und Humanität

Mit der Webseite whatchado.com hat Ali Mahlodji einen Nerv getroffen. Auf dieser Seite stellen er und sein Team Interviews mit Menschen über ihr Leben und ihre Berufe online.

In seinem Vortrag stellt Ali Mahlodji, den wir alle Ali nennen dürfen 😀 die Frage: Was treibt Menschen an? Und sagt auch: Ein Mensch ist die Summe seiner Erfahrung.

Die Alte Welt mit der vorherrschenden hierarchischen Struktur, der Karotte und dem Karriereplan hat ausgedient.

In der Neuen Welt muss dem Mitarbeiter die Frage auf das Warum? erklärt werden. Deine Mitarbeiter müssen verstehen, wie er auf das grosse Ganze wirkt und was sein Beitrag dazu ist.

Mitarbeiter sind immer motiviert, wenn sie wissen um was es geht.

Bei all der Digitalisierung geht es vor allem um Menschen. Auf der einen Seite die Kunden und Gäste die du erreichen musst und auf der anderen Seite, deine Mitarbeiter die das möglich machen sollen.

Nimm deine Mitarbeiter also mit ins Change Managment. Lass sie teilhaben an der Entwicklung!

Schau dir Ali auf Youtube oder seine Seite an! Es lohnt sich!

Sein Vortrag war ein sehr gelungener und emotionaler Abschluss.

Ich hab sogar ein Selfie bekommen. 🙂

Mein Fazit aus dem Hotel Sales & Pricing Day

Die Veranstaltung war rundherum gelungen.

Was mir persönlich gefehlt hat, waren weibliche Vortragsrednerinnen auf der Hauptbühne. Lediglich der Workshop über Storytelling wurde von einer Frau gehalten.

Wie wichtig die Digitalisierung ist und dass sich die Schweizer Hoteliers nicht dagegen verschließen, beweist eine ausgebuchte Veranstaltung.

Die Herausforderungen liegen ganz klar in der Umsetzung und in dem Respekt vor dem grossen Unbekannten: Digitalisierung.

Ein sehr grosses Wort.

Doch die Veranstaltung macht Mut, denn sie hat aufgezeigt, dass bereits Lösungen vorhanden sind, die es anzuwenden gilt.

Und vor allem der letzte Vortrag hat gezeigt, dass es im Grunde nicht darum geht, dass die Digitalsierung in der Hotellerie nicht Einzug halten kann oder wird, sondern darum das Change Management richtig zu begleiten und alle Beteiligten darauf vorzubereiten und vor allem mitzunehmen!

Ja, ich weiß, es war ein sehr langer Artikel. Doch ich wollte dich teilhaben lassen, an dieser Veranstaltung.

Wenn du es also bis hierher geschafft hast, freue ich mich, wenn du den Artikel in deinem Netzwerk teilst oder weiterzwitscherst.

Und besonders freue ich mich, wenn du mir hier unter dem Beitrag ein Kommentar hinterlässt und mir sagst, was du vom Thema hälst. Vielen Dank!

Die Fotos im Titelbild wurden freundlich zur Verfügung gestellt von www.azureart.ch.

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