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So geht Hotel-Distribution morgen

So geht Hotel-Distribution morgen

Es donnert und blitzt, ein Sturm zieht auf. Ein gewaltiger, vorher nie da gewesener Orkan wird über das Land ziehen!

Und dann ist der da!

Der Jahrhundertsturm.

Es kracht und rüttelt und erschüttert die Gebäude. Irgendwo gehen Gläser zu Bruch, ein Kind schreit, Türen knallen zu.

Und plötzlich. Stille.

Ich trete vor die Tür. Die Sonne scheint. Vögel zwitschern.

Was ein herrlicher Tag.

Das Unwetter ist vorbei. Weitermachen.

Nicht quatschen -> machen! #distribution in der #hotellerie Klick um zu Tweeten

Warum über das Wetter reden?

Dieses Bild habe ich vor Augen, wenn ich mir die Diskussionen der Branche in der vergangenen Woche so durchlese. Egal auf welchen sozialen Netzwerken, es wird getobt und wilde Drohungen werden ausgesprochen.

Die am Ende eines tun.

Nichts.

Es ändert nichts.

Aber von vorne. Die Branche beklagt sich über Buchungsportale und Bewertungsportale. Das es für höhere Provisionszahlungen, eine bessere Platzierung auf dem Buchungsportal gibt.

Mein Vergleich, dass ein Gast für eine bessere Zimmerkategorie auch mehr bezahlen muss, kommt nicht an. Ich würde Äpfel mit Birnen vergleichen.

Ich sehe das anders.

Und ich erkläre kurz warum.

Das Geschäftsmodell der OTAs (Online Travel Agencies) oder Bewertungsportale besteht aus Reichweite und Sichtbarkeit. Wenn du dein Hotel dort listen lässt – und ja das ist eine freie unternehmerische Entscheidung – dann bezahlst du für Reichweite und Sichtbarkeit.

Und weil diese Kennzahlen für eine Rechnungserstellung nicht exakt messbar sind, erhält der OTA bei erfolgreicher Vermittlung eine Provision.

Denn wenn du nicht gelistet gewesen wärst, hätte der Gast dein Hotel nie gefunden.

Und nun nimmst du mit deinem Hotel am Partnerprogramm des OTA teil und bezahlst mehr Provision für ein besseres Ranking.
Das heisst, dein Hotel erscheint in den Suchergebnissen weiter oben und wird vermutlich tendenziell öfter gebucht.
Deshalb kostet das mehr Geld.

Ein Gast der ein grösseres Zimmer möchte und andere Zusatzleistungen, bezahlt dir auch mehr.

Mehr Provision = besseres Ranking

Höherer Zimmerpreis = bessere Zimmerkategorie

So einfach ist das.

Mehr #Provision = besseres #Ranking und #höherer Preis = bessere #Zimmerkategorie Geschäftsmodell der #OTA vs. Geschäftsmodell der #Hotellerie Klick um zu Tweeten

Wie es dazu kommen konnte

In ihrer Studienarbeit erzählt Stefanie Dietsch von der Entwicklung der deutschen Hotellerie.

Diese begann um das Jahr 1500. Zu dieser Zeit waren die Gastwirte an strenge gesetzliche Vorschriften gebunden und gezwungen jeden Reisenden aufzunehmen. Auch wenn absehbar war, dass er nicht bezahlen konnte.

Zudem war das Gastgewerbe vielseitiger, da die Wirte den Reisenden Empfehlungen aussprachen, wo auf ihrer Reise sie weitere Unterkünfte finden konnten.

Warum erzähle ich das?

Damals war es das Empfehlungsmarketing von anderen Hoteliers, die die Gäste brachten. Ein Reisender musste nicht reservieren, er kam einfach vorbei.

Heute findet das Empfehlungsmarketing auf Plattformen und Portalen statt. Es werden Informationen von Nutzern für Nutzer bereitgestellt. Person A schreibt über das Hotel oder das Produkt und Person B liest das und bucht.

Vom menschlichen Verhalten hat sich also nichts geändert. 37% der Nutzer in Deutschland halten Informationen auf Vergleichsportalen für glaubwürdig.

Und dennoch lässt sich der Grossteil der Nutzer nicht von Bewertungen beeinflussen.

Die Statistik zeigt eine Auswertung aus 2010. Falls du einen Pro-Zugang bei Statista hast, kannst du mal nach den aktuellen Zahlen schauen. Ich denke, da wird sich nicht viel geändert haben.

Früher war mehr #Empfehlungsmarketing #Hotellerie gestern und heute Klick um zu Tweeten

Once upon time…(Infografik)

Die Geschichte der Hotel-Distribution - So geht Vertrieb heute

Die Geschichte der Hotel-Distribution - So geht Vertrieb heute

Die Community im Mittelpunkt

Die Vision der Bewertungsportale stellte Information und Austausch in den Mittelpunkt. Bereits 1999 auf der Suche nach einer Urlaubsreise und detaillierten Informationen zu dem gebuchten Hotel, entstand die Idee eine Plattform zu erschaffen auf der alle Reisenden Wissenswertes über so viele Hotels wie möglich erhalten sollten. (Holidaycheck)

Am Anfang stand also die Community und der Informationsaustausch.

Hast du eine Plattform, auf der sich deine Gäste austauschen können?

Kennst du die Community Plattform von Airbnb?

Nein?

Die solltest du dir mal ansehen. Da wird das ganze ein bisschen umgedreht. Die Community sammelt nicht die Sorgen und Nöte der Gäste, sondern es ist eine Austauschplattform für die Hosts. Also die Vermieter von Wohnungen oder Zimmern.

Wo tauschen sich denn Hoteliers aus?

Nirgends.

Warum eigentlich?

Wie die fvw in ihrer 2. Ausgabe 2018 schreibt, „war früher mehr Community“.

Wo pflegst du eine Community, egal ob mit Gästen oder Mitarbeitern? In einer Facebook-Gruppe? Auf deiner eigenen Website?

Es geht doch um Zugehörigkeit. Wenn wir Menschen ähnliches erleben, wollen wir uns zusammenschliessen. Es entsteht Solidarität.

Warum wird das nicht auf Hotel-Websiten gebündelt?

Warte.

Ich weiss es.

Es macht Arbeit.

Ich finde es recht unfair, Geschäftsmodelle zu verurteilen, die genau das machen, was Gäste wollen und brauchen, aber selbst nichts auf die Beine zu stellen.

Ich betreibe seit April 2017 eine Facebook-Gruppe. Und es geht wirklich schleppend vorwärts. Ich habe bereits mit dem Gedanken gespielt die Gruppe einzustampfen, weil wirklich wenig Interaktion von den Mitgliedern ausgeht. Natürlich gibt es ein paar (wenige) Ausnahmen, die den Mut haben, sich zu zeigen. Ich schätze die meisten sind stille Mitleser.

Die Gruppe wächst langsam, aber stetig. Es macht viel Arbeit und kostet unendliche Motivation als Admin dran zu bleiben.

Aber hey, die Gruppe ist noch nicht mal ein Jahr alt. So what.

Das Zauberwort heisst: Beharrlichkeit. Dran bleiben. Das baut Vertrauen auf und irgendwann kommt das zurück. 🙂

Falls du Interesse an der Facebook-Gruppe hast, findest du sie hier. Du brauchst einen Facebook-Account und musst angemeldet sein, um die Gruppe zu finden und beizutreten. Eh klar, oder?

#Community Management auf der hoteleigenen Website - viel Arbeit die sich lohnt! #hotellerie #community #ecommerce Klick um zu Tweeten

Vision & Innovation auf der #boe18

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Bereits im November 2016 auf dem mbt Meetingplace  kündigte Fiylo an, das Anfang 2017 auch Tagungsanfragen live und in Echtzeit buchbar werden.

Fiylo ist ein Onlineportal für Eventlocations für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Zusammen mit MeetingMarket treiben sie die Möglichkeit der Echtzeit-Buchung im MICE-Bereich voran.

Alle auf fiylo gelisteten Locations können über die MICE-Buchungsmaschine in Echtzeit gebucht werden. Preisauskunft und Verfügbarkeiten werden dem potenzielle Kunden sofort angezeigt.

Und wo ist der Haken?

Dein Hotel muss dort gelistet sein.

Und aller Wahrscheinlichkeit nach, machen die das nicht aus Jux und Tollerei, sondern weil sie damit Geld verdienen.

Ausserdem gibt es die Möglichkeit die Echtzeit-Buchungsmaschine von MeetingMarket auf deiner hoteleigenen Homepage zu verwenden. Das Software-Unternehmen stellt es als White Label Lösung zur Verfügung.

Im Januar 2018 auf der Best of Events International #boe18 kommt Bernd Fritzges mit einer weiteren innovativen Vision um die Ecke.

Die Automatisierung des RFP – Prozesses. Hier geht es zum Facebook-Video. Um das Video zu sehen musst du bei Facebook eingeloggt sein.

Ab Minute [12:50] wird es spannend.

Von den Anfängen bei Okanda bis heute zu Spacebase.

Spacebase beschreibt sich als Direct Booking Tool mit persönlichem Service und Anbindung an andere Portale. Zum Beispiel CVent, Aloom oder Mice Portal.

Und MeetingMarket von Expedia sieht sich als Software as a Service und deshalb als Technologie-Unternehmen mit der oben genannten White Label Lösung für Buchungen in Echtzeit.

Und einmal mehr sind es die Vertriebspartner, die die Innovationen anschieben.

Doch das liegt eher an den Zielen dieser Unternehmen und der Strategie und nicht daran, die Hotellerie in eine Abhängigkeit zu bringen.

Online-Vertrieb, E-Commerce, Buchbarkeit, Technik, Reichweite, Sichtbarkeit das ist deren Geschäftsmodell.

Schlafen, Essen, Trinken, Wellness, Gastgeben, Menschlichkeit, Freundlichkeit, Herzlichkeit, Meetings, Events, Begeisterung – das ist das Geschäftsmodell der Hoteliers.

Die #OTA s treiben #Innovationen voran, die die #Hotellerie nicht leisten kann, aufgrund unterschiedlicher #Geschäftsmodelle #ecommerce #digitalisierung Klick um zu Tweeten

Eine Übersicht: Zahlen, Daten, Fakten

Netzwerk der Online Travel Agencies und Bewertungsportale

Netzwerk der Online Travel Agencies und Bewertungsportale

Netzwerk der Online Travel Agencies und Bewertungsportale

Netzwerk der Online Travel Agencies und Bewertungsportale

Netzwerk der Online Travel Agencies und Bewertungsportale

Anhand der Grafiken wirst du erkannt haben, dass es ziemlich ungünstig ist, sich nicht oder nicht mehr auf den Portalen listen zu lassen.

Die Reichweite ist gigantisch.

1,75 Mio Newsletter-Abonennten, kann dein Hotel da mithalten?
7,83 Mio. Unique Users pro Monat.

Hält da deine Website mit?

Betreibst du überhaupt schon Newsletter-Marketing? Also relevante Newsletter. Mit interessanten Informationen für deine Gäste und Kunden. Und nicht so 0815 – Mist mit dem 100. Sonderangebot oder Frühbucher-Rabatt. Du weisst was ich meine.

Ich bezweifle das.

Der Fremdvertrieb hat die #Reichweite, #Sichtbarkeit und #Technologie. Die #Hotellerie hat das #Produkt, ist #Gastgeber mit #Herz #ecommerce #erlebnis Klick um zu Tweeten

Nicht umsonst gehen viele Hotelketten eine Kooperation mit den OTA ein. Aus gutem Grund wie ich finde.

Eine weitere Aussage in der Diskussion um Bewertungs- und Buchungsportale war, dass nicht bekannt sei, auf welchen Seiten der Inhalt über das Hotel erscheint.

Ich habe mir die AGBs von Booking, HRS und die Nutzungsbedingungen von Holidaycheck und Expedia durchgelesen und festgestellt, dass es bei allen einen Hinweis darüber gibt.

…das Portal hat das Recht, diesen Vertrag auf verbundene Unternehmen zu übertragen. www.hrs.de

Oder auch

…kann die Unterkunftsinformationen der Unterkunfts- und Sonderangebote, die von der Unterkunft auf den Plattformen zur Verfügung gestellt werden, sowie alle weiteren in dieser Vereinbarung aufgeführten Rechte und Lizenzen unterlizenzieren, zur Verfügung stellen, offenlegen und anbieten über oder in Zusammenarbeit mit den Websites, Apps, Plattformen oder Tools von verbundenen Unternehmen und / oder Drittanbieterplattformen.www.booking.com

Das steht in den AGBs der Online Travel Agencies und das wird unterschrieben.

Vom Hotelier.

Du darfst dich also nicht wundern, wenn du plötzlich auf einem Portal buchbar bist, auf dem du dich nicht wissentlich registriert hast. Das wird dann zu einem der Global Playern gehören.

Falls es Trivago ist, ist es eine Drittanbieterplattform. Es ist die freie, unternehmerische Entscheidung des Buchungsportals sich auf dem Vergleichsportal listen zu lassen. Und dann kann es eben sein, dass dein Hotel von dort gebucht wird.

Das bedeutet aber nicht dass du Trivago bezahlst, das macht der OTA. Meistens im Pay Per Click Modell.
Du bezahlst dann die Vermittlungsprovision an den Online-Händler.

Auch darüber habe ich schon Hoteliers schimpfen hören.
Unqualifizierte Aussagen, dass sie die Vertriebskosten der OTAs doch nicht bezahlen.

Meine Güte!

Erstens bezahlst du dafür nicht, sondern die Provision durch erfolgreiche Vermittlung.

Und zweitens: Was ist besser?

Kalte oder warme Betten?

Also bitte!

Natürlich ist es nicht sinnvoll, den Direktvertrieb völlig ausser Acht zu lassen.

Die Sichtbarkeit und Reichweite der OTA wirst du allerdings nicht erreichen. Die haben sich das lange Zeit aufgebaut.

Die Mischung macht's #Hotel #Distribution mit Fremd- und #Direktvertrieb. Das ist #Ecommerce heute! #sale #marketing Klick um zu Tweeten

Mix it, Baby!

Der Leitsatz im Revenue Management lautet:

„Das richtige Produkt, zum richtigen Preis, an den richtigen Kunden, zur richtigen Zeit über den richtigen Vertriebskanal zu verkaufen.“

Um ein ausgewogenes Verhältnis in deinen Vertriebsmix zu bekommen, solltest du zuerst herausfinden woher deine Buchungen kommen.

Folgende Fragen gilt es zu beantworten:

  • Wer sind deine Kunden? (Ziel-Bedarfsgruppe)
  • Woher kommen deine Kunden? (Herkunft)
  • Wo buchen deine Kunden? Über welche Vertriebskanäle kommen deine Gäste in dein Hotel?

Konzentriere dich dabei auf die 3-5 stärksten Vertriebspartner und schmeiss die anderen raus.

Ja. Mein Ernst.

Love it or leave it.

Für ein gutes #ecommerce musst du deine #kunden kennen. Kennst du die #Bedürfnisse deiner #Zielgruppe? #hotellerie #sale #marketing Klick um zu Tweeten

Ist dein Hotel DIREKT buchbar?

Na klar! Oder?

Du hast eine Homepage und auf der kann dein Gast direkt buchen. Wie beim OTA gibt er seine Daten an und kann über deine Buchungsmaschine auch direkt kaufen. Und bezahlen.

Sensationell!

Und deine Buchungsmaschine zeigt auch direkt und in Echtzeit an, wie viele Zimmer, wann verfügbar sind.

Dein Gast hat die Wahl, ob er Frühstück direkt bucht oder nicht.

Er kann sich Zusatzleistungen dazu kaufen. Zum Beispiel ein Blumenstrauss auf dem Zimmer bei Anreise oder er kann sofort einen Tisch im Restaurant reservieren.

Ach, doch nicht?

Lass mich raten: Kontaktformular? Das ganz schnell nach 2 Tagen per Email beantwortet wird.

Naja du, jedem das seine.

Dein Hotel muss auf deiner Website direkt buchbar sein. Deine Gäste rufen nicht mehr an oder schreiben eine E-Mail… Sie wollen einen Warenkorb. #ecommerce #hotellerie #digitalisierung #online #marketing Klick um zu Tweeten

Um deinen Direktvertrieb zu steigern, solltest du auf jeden Fall eine grossartige Website haben. Eine auf der sich deine potenzielle Gäste wohlfühlen. Auf der sie finden, was sie suchen! 

In meiner Facebook-Gruppe hatte ich neulich eine Unterhaltung bzw. einen Post. Das Mitglied hat sich über die Homepages von Hotels beschwert. Aufgrund einer Veranstaltung die sie organisiert, war sie auf der Suche nach einer Location mit Zimmern und Tagungsräumen.

Schon die Navigation auf der Seite war ein Desaster. Und das nicht nur von einem Hotel, sie hatte sieben angefragt. Ja angefragt.

Eine Preisauskunft und die Abfrage der Verfügbarkeit war nicht möglich.

Hm.

Also für den Direktvertrieb brauchst du eine ordentliche Website, die deinen Kunden und Gästen alle relevanten Informationen zur Verfügung stellt.

Neben der Website gibt es natürlich noch weitere Instrumente für Direktbuchungen. Gern genutzt werden Kundenbindungsprogramme. Ich persönlich verstehe den Sinn dahinter, halte es aber mittlerweile für ein sehr ausgereiztes Instrument. Das mag aber auch daran liegen, dass ich weder bei Payback noch bei sonstigen Treue-Programmen mitmache. Diese Programme müssen echten Mehrwert liefern. 

Leider wird bei solchen Programmen meist über den Preis verkauft, anstatt auf Qualität zu setzen.

Zeitgemässere Bindungsprogramme sind Kunden zu Fans der Facebook-Seite zu machen oder sie als Follower auf Instagram, Twitter, LinkedIn und Xing zu gewinnen. Oftmals werden auch Fans zu Kunden und Gästen.

Und richtig genial: eine Community auf der eigenen Website!

Mit einer Website die Mehrwert bietet, klappt das! Eine passende Social Media Strategie ergänzt das ganze und schafft Reichweite.

Deine #Website muss #Mehrwert bieten und #relevante #Informationen liefern. So geht #Ecommerce in der #Hotellerie Klick um zu Tweeten

Drum prüfe, wer sich ewig bindet…

Externe Vertriebspartner gibt es einige.
Bei welchen du dein Hotel listen lässt, hängt sehr stark von deiner Zielgruppe ab.

Externe Vertriebspartner

  • Reiseveranstalter: Wholesaler, Tour Operator. Das sind zum Beispiel Thomas Cook, Öger Tours, DERTour, Neckermann Reisen, Schauinsland Reisen, FTI, L’Tur, TUI usw.
  • Reisebüros: Retailer, Travel Agents oder auch Implant-Reisebüros, wie BCD oder HRG
  • Tourismusstellen, z.B. Deutsche Zentrale für Tourismus auf Landesebene oder Tourimuszentrale Hamburg, Köln-Tourismus auf städtischer Ebene.
  • Autovermietungen, Bahn- und Fluggesellschaften, Kreditkartenunternehmen, Automobilclubs, z.B. Hotelfrüher des ADAC oder Ameropa der Deutschen Bahn.

Und wie oben bereits beschrieben gehören die Online Travel Agencies ebenfalls zu deinen externen Vertriebspartnern. Und die Zugehörigkeiten der unterschiedlichen Plattformen und damit verbunden die Reichweite und Sichtbarkeit im Online-Vertrieb ist enorm und solltest du nicht ausser Acht lassen.

Kennst du die #Zielgruppen deiner #Vertriebspartner? Das solltest du vor einer Zusammenarbeit herausfinden. #ecommerce #hotellerie #sale #marketing Klick um zu Tweeten

Entscheidungsfaktoren für deine Vertriebskanäle

  • in Bezug auf dein Unternehmen: Hotelgrösse, Leistungsprogramm (Full-Service, Garni o.ä.), Personalstruktur, Vertriebskompetenz
  • in Bezug auf dein Angebot: Erklärungsbedarf des Angebots, Beratung, Bedarf
  • in Bezug auf deine Kunden: Anzahl der Kunden, Ziel- oder Bedarfsgruppe, Buchungsverhalten, Herkunftsländer, Erwartungen
  • in Bezug zu deinem Wettbewerb: Anzahl und Art des Wettbewerbs, Wettbewerbsdruck in den Vertriebskanälen
  • in Bezug zu deinen Vertriebspartnern: Art, Anzahl, Bedeutung, Wachstum, Image, Rahmenbedingungen, Steuerbarkeit, Kosten
  • in Bezug zu deinem Umfeld: Gesetzgebung, Technologien, Sanktionspotenzial

Quellmärkte deiner Vertriebspartner

  • B2B – Business to Business: Geschäftskunden
  • B2C – Business to Consumer: Privat-/Leisure-Kunden
  • Mixed: Privat- und Geschäftskunden

Welche Kunden erwartest du über deine Vertriebspartner?

Überwiegend arbeiten Buchungsportale mit gemischten Kundengruppen. Das heisst das Portal spricht Geschäfts- wie auch Privatkunden an.

Geschäftsmodelle des Vertriebspartners

  • Agent: Der Mittler arbeitet auf Provisionsbasis (HRS, Booking)
  • Merchant: Der Mittler arbeitet als Händler mit Netto-Preisen (Expedia)
  • Opaque: Der Gast weiss nicht, in welchem Hotel er übernachten wird. Du kannst die Anfrage annehmen oder eben nicht und bezahlst eine Provision. Die Buchung ist nicht stornierbar. (Surprice HRS, Priceline, Travelocity)
Kennst du das #Vertriebsmodell deiner Partner? Das solltest du vor einer Partnerschaft herausfinden und Überraschungen vermeiden. #hotellerie #sale #marketing #distribution Klick um zu Tweeten

Fazit

Im Zeitalter der Digitalisierung ist es nicht möglich die externen Vertriebspartner komplett zu ignorieren. Die Reichweite und Sichtbarkeit wirst du nicht aufholen können. Dein Hotel existiert quasi nicht, wenn du nicht gelistet bist.

Dennoch ist es deine Entscheidung WO du gelistet bist. Es wird ein Vertrag abgeschlossen. Doch du solltest wissen, welche Reichweite das Portal hat und welche weiteren Plattformen angeschlossen sind.

Die Recherche dazu, hab ich mal übernommen und durch die Grafiken oben bekommst du einen Überblick. Die erheben natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da das Netzwerk sehr weitläufig ist.

Und um die Sache rund zu machen: Wenn es deine Vertriebsstrategie ist, durch höhere Provisionen ein besseres Ranking zu erhalten und tendenziell öfter gebucht zu werden, dann ist das deine unternehmerische Entscheidung.

Das ist nicht verwerflich.

Denn am Ende des Tages, musst du die Wirtschaftlichkeit deines Hotels sicherstellen.

Und was hoffentlich auch klar hervorgeht aus diesem Artikel:

Mit deiner eigenen Website kannst du einiges machen.

  • Die Direktbuchungen steigern
  • eine Community aus treuen Gästen aufbauen
  • ein Informationsportal aufbauen rund um dein Hotel
  • ein Partnernetzwerk aufbauen von dem deine Gäste profitieren

Der einzige Haken daran: Es macht Arbeit.

Und genau dort liegt der Hase im Pfeffer. Viele Hoteliers haben sich auf die externen Vertriebspartner verlassen. Und nun, wenn es bereits wieder mal kurz vor zwölf ist, wachen sie auf und erkennen, dass all das was die Portale seit Jahren tun auch selbst machbar ist. Und das ist der eigentliche Grund dieser Diskussion.

Wie geht denn Hotel-Distribution morgen?

Ein Mix aus Fremd- und Direktvertrieb, das ist ein Muss. Doch das hast du selbst in der Hand und kannst dir aussuchen mit welchem Partner du zusammenarbeiten willst.

Eine herausragende hoteleigene Website. Mit Buchungsmaschine, Echtzeit-Buchbarkeit, relevanten Informationen und einer Community. Das muss gepflegt werden.

Vertrieb findet online statt. Mehr denn je mobil. Deshalb muss deine Website responsive und mobile-friendly sein. Das gefällt auch der Suchmaschine.

Das ist E-Commerce in der Hotellerie und du kommst nicht mehr drum herum.

Und du so?

Kannst du dir vorstellen, deine Website so zu optimieren, auf der deine Gäste alle relevanten Informationen finden?

Was hälst du von Kundenbindung durch Community Management?

Auf welchen Portalen ist dein Hotel gelistet?

Welche Vertriebsstrategie verfolgst du in deinem Hotel?

Ich freue mich auf deinen Kommentar unter diesem Beitrag! Und wenn dir dieser Artikel gefallen hat dann like, teile und zwitschere ihn weiter. Danke!

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4 Kommentare

    • Hallo Jochen,

      Danke für deinen Kommentar.
      Ich bin allerdings der Meinung dass der Community-Gedanke nicht nur ein Trend ist, sondern sich durchsetzen wird. Warum bewerten Gäste auf Portalen? Weil sie dort die Möglichkeit haben. Ich habe bisher kein Hotel gesehen, auf dessen Website man ein Kommentar oder gar eine Bewertung hinterlassen kann. Und was noch hinzukommt: Kommentare und Bewertungen, auch in sozialen Netzwerken, werden von den Hotels kaum bzw. gar nicht beantwortet? Warum? Weil einige nicht kritikfähig sind bzw. das Potenzial nicht erkennen. Der Kreis schliesst sich, wenn dann argumentiert wird, dass es dafür kein Personal gibt und schwups schon wird das Thema wieder auf den angeblichen Fachkräftemangel gelenkt.
      Der Aufbau einer Community kostet Zeit und macht viel Arbeit. Es bleibt aber überschaubar, denn lediglich 1% der Gäste nimmt sich die Zeit, ein Kommentar zu schreiben und das Hotel zu bewerten.

      Dein Artikel zu den Fehlern im Umgang mit Buchungsportalen finde ich interessant. Doch Punkt 7 wird schwierig umzusetzen. Dafür hat z.B. Booking in seinen AGBs festgehalten, dass die Unterkunft die Rechte am geistigen Eigentum dem Portal zu Verfügung zu stellen. Es wird also vertraglich vereinbart diese zu verwenden, zu reproduzieren, zu vervielfältigen, unterzulinzesieren, kommunizieren usw. Bis hierhin nicht so schlimm, dem könnte man widersprechen. Das Portal koppelt allerdings diese Bedingung an die Vertragsausführung und sagt, dass dies notwendig ist, damit es die Verpflichtungen aus der Vereinbarung erfüllen kann. Widerspricht also ein Hotelier diesem Punkt, kommt kein Vertrag zustande.
      Und hier kann ich aus Erfahrung berichten: Das ist dann auch so.

      Grüsse,
      Valerie

  1. Danke, eine zutreffende Beschreibung der aktuellen Situation.

    Der Denkansatz, das es eine unternehmerische Entscheidung ist ob man sich bessere Rankings erkauft oder nicht ist korrekt – und war für mich sicherlich genauso hilfreich wie die Aussage von Marco Nussbaum – “Vertrieb kostet Geld “. Die Aussage hat mir auch sehr geholfen und mich weggebracht von der Denke ” Die Otas nehmen uns etwas weg, was uns gehört “.

    Wer sich seine Umgebung in der Wirtschaft bewußt angesehen hat der weiß da gilt für alle Branchen.

    Wundert mich schon sehr, daß wir in der Hotellerie geglaubt haben, bei uns wäre das nicht so. Ich gehörte früher auch zu denen.

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