Forecast oder der Blick in die Kristallkugel

Forecast - Hotellerie


Den Forecast erstellst du auf Basis der History deines Hotels.

Wie war die Belegung zum selben Zeitpunkt im Vorjahr?

Ich habe es damals noch mit Excel erstellt und das Vorjahr händisch übertragen oder meinen manuellen Pickup Report dazu verwendet.
In der Zwischenzeit bieten viele Property-Management-Systeme (PMS) eine Export in Excel an oder das Reporting kann komplett über das System erstellt werden.

Das Bild zeigt eine Exceltabelle vom 1.1. bis 31.12. das laufende Jahr im Vergleich zum Vorjahr
Auf der rechten Seite ist das Vorjahr aufgelistet. Die gebuchten Zimmer 2 Wochen, 1 Woche, 7 Tage, 6 Tage, 5 Tage usw. vor dem Tag der Anreise und mit welcher Belegung der Tag beendet wurde.

Außerdem werden in diesem Kalender auch die Ferienzeiten, Messen, Feiertage und sonstige Spezialitäten eingetragen. Dazu gehören auch Betriebsferien und je nach Standort oder Kundenorientierung auch Fußballspiele, Sommersaison, Wintersaison usw.

Der Forecast soll Antwort auf die Frage geben:

Welche Faktoren werden die Nachfrage beeinflussen?

Der strategische Forecast basiert außerdem auf dem Demand Calendar den OTB-Buchungen, das heißt die Buchungen die bereits in den Büchern stehen und den oben genannten Nachfragezeiten, wie Messen, Ferien, Feiertage etc.

Der Forecast hat das Ziel rechtzeitig einschätzen zu können wieviel und welche Art von Geschäft erreicht werden kann. Und das möglichst tagesaktuell!

Operativer Forecast

Der strategische Forecast steht, das Jahr beginnt.
Er wird mit dem operativen Forecast immer wieder angepasst und stellt damit ein Tool des Revenue Managements dar, welches immer wieder neu ausgerichtet wird und neue Faktoren aufnimmt oder löscht.

Diese Informationen bekommst du aus dem Pick up Report.

Das Bild zeigt eine Exceltabelle, die Reiter sind in Monate eingeteilt, die Tabelle geht vom 1. bis 31. und zeigt die Belegung bzw. Nachfrage

Der operative Forecast unterstützt dich bei der praktischen Umsetzung und basiert auf täglichen Beobachtungen zum Buchungsverhalten und der Nachfrage am Markt.

Weicht der Buchungsvorlauf vom Vorjahr ab?
Welche Änderungen gibt es dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahr? Das könnte z.B. eine Messe sein, die nur alle 2,3,4 Jahre stattfindet.

Nur mit einem detaillierten Reporting kannst du yielden!

Der Forecast lebt! Es lebe der Forecast!

Beim Forecast handelt es sich um einen laufenden Prozess, der dem Revenue Manager hilft, die Buchungssituation besser einzuschätzen und strategische Anpassungen vorzunehmen. Dadurch kann der Revenue Manager besser auf Nachfrageschwankungen reagieren und mit dem gesamten Team neue Angebote erstellen.

Menge oder Umsatz?

In der Vorschau wird einerseits die zu erwartende Auslastung erfasst und andererseits der zu erwartende Umsatz. Weitere Ziele die im Forecast stehen können sind RevPAR oder ADR.

Zusammenfassung:

Im Forecast werden folgende Fragen berücksichtigt:

  • Wieviele Übernachtungen wurde an einem Tag (von 365) im Vorjahr verkauft?
  • Wie hoch war der Tages-Verkaufspreis im Vorjahr?
  • Tagesauslastung in Prozent
  • Feiertage, Ferienzeiten
  • Winter- und Sommersaison
  • Messezeiten, Events, Fussball – WM, EM usw.
  • RevPAR
  • ADR

Diese Vorschau solltest du für die Budgetierung verwenden, aber unterjährig anpassen. Im regelmässigen Rhytmus, je nach Größe des Hotels und den Tools die dir zu Verfügung stehen, kannst du das wöchentlich machen, optimal täglich mindestens aber monatlich. Grundlage für den Forecast ist immer der Demand Calendar, der die Nachfrage zeigt.

Arbeitest du mit dem Forecast? Machst du ihn manuell oder erledigt das eine Software für dich? Lass uns darüber sprechen und hinterlasse eine Kommentar!

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