Floating Rate

Floating Rates

Oftmals können Eventplaner die Preise nicht verstehen und argumentieren, dass auf der Plattform X die Zimmer viel günstiger angeboten werden. Das hat mit den Buchungsbedingungen zu tun.

Die Lösung für eine Preistransparenz konnte sich leider (noch) nicht durchsetzen. In diesem Artikel versuche ich die Vorteile von Floating Rates herauszustellen.

Dynamische Vertragsraten: Die Floating Rate

Der Grund liegt in der Budgetkalkulation der Firmen. Die planen den Kostenblock „Reisebudget“ zu Anfang eines Jahres. Dynamische Vertragsraten sind daher nicht zu kalkulieren, da sie immer einen Abschlag der besten verfügbaren Rate  enthalten.

Die Vorteile der sogenannten Floating Rate liegen jedoch auf der Hand:

  • auf Kundenseite: durch einen definierten Abschlag auf die beste verfügbare Rate. Das bedeutet, dass der Preis niemals über einer Aktionsrate liegen kann, weil er sich an der BAR orientiert und somit der Preisstruktur folgt.
  • auf Hotelseite: erleichtert Zugeständnisse wie zum Beispiel Last Room Availability (LRA)
    Mit Floating Rates könnten auch bessere Partnerschaften entstehen, da es Zugeständnisse auf beiden Seiten fördert.

Um Floating Rates durchzusetzen, könnten sich Hotels überlegen, einen Maximalpreis mit entsprechenden Bedingungen anzubieten.

Die Floating Rate orientiert sich an der BAR, übersteigt aber nicht einen Preis X. Somit wäre diese Art der Vertragsrate ein Vorteil für beide Seiten. Die Hotels wären freier in ihrer Preisbildung und dennoch transparent und die Firmen hätten Planungssicherheit für die Reisekosten.

Warum macht das noch niemand?

Wie kann die Floating Rate eingesetzt werden?

Die Preisstrategie eines Hotels basiert auf der sogenannten BAR oder Best Available Rate. Das ist die beste verfügbare Zimmerrate pro Tag.

Wenn du nun eine Floating Rate vereinbarst, also eine neue Vertragsrate, dann erhält die Firma das ganze Jahr über einen Abschlag auf die BAR von X%.

Die BAR kann täglich variieren. Manchmal liegt sie bei 89 EUR, manchmal bei 119 EUR, manchmal bei 105 EUR usw. Je nach Preisstrategie, Angebot und Nachfrage.

Berechnung der Floating Rates

Die vereinbarte Floating Rate gewährt einen Abschlag von 20%, also erhält der Vertragskunde folgende Preise:

89 EUR = 71,20 EUR
119 EUR = 95,20 EUR
105 EUR = 84 EUR

Darauf solltest du achten

Sicherlich hast du als Revenue Manager einige “Hot Deals” im Umlauf. Das sind die Raten die nicht mehr kostenfrei stornierbar sind, zum Bespiel. Und die wofür du eine Vorkasse haben möchtest.

Es ist kein Problem, dass die Floating Rate unter diesen “Hot Deals” liegt, weil sie nicht öffentlich sind! Und das ist wichtig.

Floating Rates sind nicht öffentliche Vertragsraten.

Warum du die “Hot Deals” unterschreiten kannst?

Du solltest die Floating Rate nur den Kunden anbieten, die das ganze Jahr über bei dir buchen. Das ist nichts für einen One Night Stand. 😉

An diese Raten sind ebenfalls Bedingungen geknüpft, aber andere als bei den “Hot Deals”.
Deinem Kunden kannst du mit dieser Art von Rate auch eine Last Room Availability gewähren.

Arbeitest du mit Floating Rates? Wenn ja, wie reagieren die Kunden darauf? Wenn nicht, warum? Denkst du es liesse sich auch bei dir im Hotel umsetzen?

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