#blogswirken: 4 Tipps wie du Blogger Relations aufbaust und Kunden gewinnst

#blogswirken: 4 Tipps wie du Blogger Relations aufbaust und Kunden gewinnst

Blogger gestalten Inhalte die überzeugen. Sie können Geschichten erzählen, rund um deine Hotelmarke und sie können Interaktion mit deiner Marke erzeugen. Die Follower von Reisebloggern sind deine Zielgruppe: Gäste und Kunden.

Interessenten in der Planungs- und Suchphase finden Informationen über dein Hotel im Netz, auf Google, Bing oder über andere Suchmaschinen. Sie finden Artikel über dein Hotel – z.B. Erfahrungsberichte – und kommen so auf deine Website. Und wenn es optimal läuft, buchen sie bei dir. Direkt.

Spielst du mit dem Gedanken deine Marketingaktivitäten um Blogger Relations zu erweitern? Dann erhältst du in diesem Beitrag 4 Tipps, wie es richtig geht.

  • 4 Tipps für Wertschätzung in der Beziehungsarbeit mit Bloggern
  • 4 Tipps für den Umgang miteinander!
  • 4 Tipps für mehr Direktbuchungen im Hotel

Katrin Hilger von „Hilgerlicious – Luxus ist unsere Natur“ hat zur Blogparade aufgerufen. Es geht um die Wertschätzung in der Zusammenarbeit mit Bloggern. Du kannst dankbar sein. Ohne Katrin’s Blogparade „Blogparade: Wertschätzung für Blogs“ hätte es heute keine Artikel gegeben.

Die Win-Win-Situation, die ich irgendwie immer verpasse

Ich schreibe nun seit über 2 Jahren über digitales Hotelmanagement. In dieser Zeit habe ich etliche Anfragen für Kooperationen erhalten.

Es läuft meistens so ab: Ich erhalte eine E-Mail in der mir lang und breit Honig ums Maul geschmiert wird. Das mein Blog doch echt großartig sei und ich ja die einzige in der DACH-Region bin, die über Hotelmanagement bloggt.

Soweit korrekt! Ich biete hochwertige Inhalte und ja, ich bin die einzige in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die in dieser Art und Weise über digitales Hotelmanagement schreibt. Warum bin ich nicht schon längst Millionärin und könnte schreiben lassen…? 🤔

Die Antwort: Wegen der Win-Win-Situation! Ist doch glasklar!

In dieser E-Mail erhalte ich also eine Anfrage für einen Artikel auf deren Blog oder Website. Meine Antwort beinhaltet unter anderem die Frage nach dem Budget für diesen Beitrag. Erstaunt wird geantwortet, dass leider kein Budget zur Verfügung steht, es doch aber für beide Seiten eine nicht zu unterschätzende Win-Win-Situation gäbe! Schließlich würde mein Artikel im Newsletter beworben und auf den sozialen Netzwerken geteilt werden.

Ich bin kein Unmensch und wenn die Seite zu meinem Thema passt und der Absender sympathisch ist, drücke ich mal ein Auge zu. Gerade in der Anfangszeit, habe ich das oft gemacht.

Das Ergebnis: Die Win-Win-Situation endete darin, dass ich meinen Beitrag von deren Blog oder Website mehrmals auf Social Media geteilt habe. Schließlich war es so abgesprochen. Ich hab diesen Artikel in meinem Newsletter beworben und auf die Liste auf meinen Blog gesetzt.

Der „Kooperations-Partner“ hat den Artikel genau einmal geteilt und mich einmal erwähnt, das heißt mich auf Facebook oder Twitter markiert. Die versprochene Erwähnung im Newsletter gab es nicht.

Blogger Relations Tipp 1:

Halte dich an Abmachungen! Teile Beiträge mehrmals und mache im Newsletter darauf aufmerksam. Das gilt für unbezahlte und bezahlte Beiträge!

Auch als Hotel kannst du Win-Win-Situationen schaffen. Warum du einen Blog brauchst, habe ich in meinem Artikel „5 Gründe für ein Corporate Blog im Hotel und 3 Tipps wie du einfach damit startest“ schon erklärt. Du kannst diese Beiträge auch in deinen Netzwerken und in deinem Newsletter teilen. Schließlich geht es um dein Produkt.

Das Barter-Agreement, das keines ist

Eine andere Möglichkeit der Zusammenarbeit ist ein sogenanntes Barter-Agreement. Das ist ein Kompensationsgeschäft und bedeutet, das Waren oder Dienstleistungen nicht mit Geld bezahlt werden, sondern mit einer Gegenleistung. Es handelt sich also um ein Tauschgeschäft.

Auf einem Blog kann ein Artikel auf meinem Blog, gegen eine Artikel auf einem anderen Blog getauscht werden. Wichtig dabei ist, dass der Beitrag einzigartig ist und sonst nirgendwo auftaucht. Das straft Google nämlich ab und das Tauschgeschäft ist für die Katz.

Ist so ein Tauschgeschäft also abgesprochen, dann erwarte ich auch, dass ich unaufgefordert den versprochenen Artikel erhalte. In meinem Fall wurde davon ausgegangen, dass ich nicht darauf bestehe und vergesse, dass ich noch einen Beitrag bekomme. Blöd nur, dass ich ein Gedächtnis wie ein Elefant habe und immer wieder daran erinnerte. Nach 2,5 Monaten habe ich dann endlich den Artikel erhalten… Wer solche Kooperationspartner hat… Naja, lassen wir das.

Blogger Relations Tipp 2:

Überlege dir genau welche Art von Kooperation du eingehen willst und ob du das was du versprichst einhalten kannst.

Beispiel: Du gehst ein Barter-Agreement mit einem Reiseblogger ein. Auf dem Blog kannst du über dein Hotel schreiben, ein Interview führen, in dem du die wichtigsten Fragen zu deinem Hotel/Destination beantwortest.

Bloggerreisen, die ich mir nicht leisten kann

Ebenfalls weit verbreitet sind Einladungen zu Events. Anfangs habe ich mich darüber sehr gefreut. Ich wurde auf Veranstaltungen eingeladen, habe dafür ein Ticket erhalten und vor Ort über Twitter oder Instagram berichtet. Manchmal gab es auch einen Blogbeitrag, also einen Erfahrungsbericht über die Veranstaltung.

Ich habe die Anreise mit der Bahn und die Übernachtung im Hotel selbst bezahlt. Ein Budget für mein Honorar gab es nicht. Im Prinzip war der Preis für das Ticket mein Honorar. Ich habe also im Schnitt 250 Euro für Anreise, Übernachtung und Verpflegung investiert. Der Veranstalter hatte keinerlei geldlichen Aufwand.

Selbstverständlich habe ich vor Ort Leute getroffen, mich unterhalten und mein Netzwerk erweitert. Das ist schon was.

Das bringt mir aber alles nichts, wenn meine Beiträge auf Social Media oder meine Blogbeiträge nicht mit der Veranstaltung in Verbindung gebracht werden. Es bringt mir nichts, wenn meine Beiträge nicht im Nachgang, weiterverwertet werden. Oder noch besser: Wenn schon im Vorhinein die Kooperation nicht bekannt gemacht wird.

Dann sind meine 250 Euro schlecht investiert!

Der Veranstalter kann sich zurücklehnen, denn ich hatte den Aufwand. Zusätzlich habe ich meine wertvolle Lebenszeit investiert und war zwischen ein bis drei Tagen in meiner Freizeit unterwegs.

Blogger Relations Tipp 3:

Plane ein ordentliches Budget dafür ein!

Beispiel: Du lädst einen Blogger in dein Hotel ein. Bezahle die An- und Abreise, übernimm die Übernachtung und lade ihn zum Essen ein. Das ist das Mindeste!

Blogger Relations ist Beziehungsarbeit!

Auch wenn wir uns über Tools wie WhatsApp, E-Mail oder Messenger austauschen: Auf der anderen Seite befindet sich ein Mensch. Mit Gefühlen und Bedürfnissen.

Oft habe ich es erlebt, dass ich fünf Minuten vor der Angst kontaktiert werde. Vier Wochen vor der Veranstaltung, erhalte ich eine E-Mail à la „Hey Valerie, wie geht es dir… Du wir machen am XY wieder das Event YZ und wollten fragen, ob du Lust hast dabei zu sein. Konditionen wie immer.“

Oder noch besser: eine standardisierte E-Mail die an einen Verteiler rausgeht, in dem ich gelandet bin.

Zwischen den Veranstaltungen herrscht Funkstille. Es wird nicht kommuniziert. Weder per E-Mail noch über Social Media.

Mittlerweile weiß ich, wenn plötzlich meine Posts auf den sozialen Netzwerken geliked, geteilt oder retweetet werden, bald kommt Post… Und meistens liege ich richtig. Zwei Tage später flattert eine E-Mail in mein Postfach mit oben erwähntem Inhalt.

Blogger Relations Tipp 4:

Halte kontinuierlich Kontakt. Reagiere auf Social Media Beiträge, kommentiere unter Artikeln, schreibe hin und wieder eine unverbindliche E-Mail. Pflege die Beziehung zum Blogger. Netzwerke!

Du hast den Blogger gefunden, der optimal zu dir und deinem Hotel passt. Dann pflege diese Beziehung! Wir Blogger gehen gerne die Extrameile, wenn wir für unsere Arbeit Wertschätzung erhalten.

Fazit: Blogger Relations – kostenlos ist leider ausverkauft!

Auf der ITB – nach einer Berichterstattung im TV – ist Instagram DER Kanal, wenn es um Werbung geht, die nicht wie Werbung daher kommt. (Aber dennoch als solche gekennzeichnet werden muss… 😇)

Das eine eigene Plattform – Website, Onlineshop, Blog, Forum – viel nachhaltiger ist, wird dabei oft vergessen. Ein Bild auf Instagram ist schnell erstellt und schnell vergessen.

Ein Blogbeitrag ist zwar nicht schnell geschrieben, dafür aber länger sichtbar. Er ist keinem Algorithmus ausgesetzt. Manchmal muss er reifen, wie Käse oder Wein. Ein Blogbeitrag ist nachhaltig.

Blogger optimieren ihre Beiträge für Suchmaschinen, stecken viel Herzblut, Schweiß und Tränen in einen Artikel. Sie sorgen dafür, dass ein Blogbeitrag länger lebt und teilen ihn mehrmals auf Social Media. Wandeln den Beitrag um, zum Beispiel in kurze Videos oder teilen ihn über den Newsletter. Sie überarbeiten Beiträge und ergänzen sie mit Neuigkeiten.

Ein Fachmagazin verlangt für einen Artikel zwischen 800 bis 12’000 Euro. Aus welchem Grund sollte ich kostenlos Beiträge erstellen?

Ich schreibe für Hoteliers. Ich unterstütze Hoteliers bei der Digitalisierung. Ich stelle Tools vor, teile Erfahrungen von anderen Hoteliers in meiner Podcast-Reihe „Stimmen für die Hotellerie“.

Ich poste regelmäßig in meinen sozialen Netzwerken; tausche mich mit meiner Zielgruppe aus; versende Newsletter und beantworte E-Mails in denen mich Fragen zu bestimmten Themen erreichen. Mit einigen Keywords bin ich auf Google Seite 1. Das habe ich mir selbst erarbeitet, beigebracht und erreicht.

Deshalb sage ich: Kostenlos ist ausverkauft!

Wenn du also mit dem Gedanken spielst deine Marketingaktivitäten zu ergänzen und dafür Blogger Relations nutzen willst, nimm dir meine Tipps zu Herzen.

Schätze den Wert deines Gegenübers. Schätze den Wert der Arbeit und vor allem schätze den Mensch, der mit Leidenschaft, Inhalte erstellt und auch den Wert deines Produkts anerkennt. Das gilt nicht nur für Blogger Relations, sondern allgemein für mehr Wertschätzung untereinander.

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Blog-Marketing bringt Kunden und Umsatz!

Meine Empfehlungen für Reiseblogs

Travelnette – schreibt seit 2017 ihre Reiseerlebnisse auf. Annette leitet seit vielen Jahren die Orphée Hotels in Regensburg. Sie war außerdem mein erster Gast in meiner Podcast-Reihe „Stimmen für die Hotellerie“.

reise-wahnsinn – Ingo schreibt seit 2009 über Flugreisen und Hotels. Im ARD Morgenmagazin und im Saarländischen Rundfunk hat er 2018 über die Pleite von Ryan Air gesprochen.

Vielweib on Tour  – Tanja bloggt seit 2010 über Road – und Kurztrips, Städtereisen und Cabriotouren. Ihr Schwerpunkt liegt auf individuellen Genussreisen.

#blogswirken: 4 Tipps wie du Blogger Relations aufbaust und Kunden gewinnst

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Infografik: #blogswirken – Wie du mit Blogger Relations Kunden gewinnst

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4 Kommentare

  1. Liebe Valerie,
    dein Blogbeitrag greift viele wichtige Punkte auf, die bei Blogger Relations wichtig sind. Ich finde es gut, dass du das Thema Instagram einbringst und dass es eben nicht sehr nachhaltig ist. Dennoch geht es auch in der Reisebranche immer noch sooo oft um Instagram Follower und generell um Zahlen. Vielleicht kannst du dazu mal einen netten Rant schreiben? 😉
    Vielleicht könnte man den jetzigen Beitrag noch um verschiedene Kooperationsformen ergänzen, auch hinsichtlich „Kooperationspartner zu Markenbotschaftern machen“? Das wäre etwas für die Hoteliers, die schon ein Stück weiter beim Thema Blogger/Influencer Relations sind. Was meinst du?
    Liebe Grüße
    Anna

    • Hallo Anna,

      vielen Dank für dein Feedback. Eine gute Idee mit dem Rant, muss ich mir mal Gedanken dazu machen. In der Hotellerie muss ALLES messbar sein. Als dieses „Neuland“ plötzlich auftauchte, haben es viele nicht wahr- und ernstgenommen, denn es gab ja keine Zahlen. Mittlerweile sind sie deshalb ins Hintertreffen geraten. Dann wurde Hoteliers jahrelang erzählt: ALLES muss messbar sein. Sie bestehen zwar hinsichtlich der Digitalisierung auf ihr „People Business“, fordern aber online Zahlen und Beweise. Das geschieht, weil sie nicht verstanden haben, dass online und offline dasselbe ist. Hinter jedem Account steckt ein Mensch, ein Gast, ein Kunde. Sehr schön kannst du das bei Bewertungen auf Plattformen beobachten. Entweder gibt es keine Antwort auf eine Bewertung oder sie verlieren sich in Polemik oder sie antworten, wie allen anderen mit Copy & Paste.

      Deine Idee „Kooperationspartner zu Markenbotschaftern machen“ würde vielen Hotels gerade in der aktuellen Corona-Krise sehr helfen. Reiseblogger gehen nun dazu über vergangene Reisen und ihre Berichte in den sozialen Netzwerken zu teilen. Versehen mit einem #dreamnowvisitlater laden sie ihre Zielgruppe zum träumen ein. Die Destination oder das Hotel, das im Artikel erwähnt wird, erhält erneut Aufmerksamkeit. Doch diese Mechanik verstehen leider nur wenige.

      Dein Kommentar hat mich auf eine Idee gebracht. 😏

      Grüße
      Valerie

  2. Danke für die Empfehlung. Das sind gute Tipps für Hotelbetreiber in Deinem Artikel. Ganz wichtig finde ich das Beziehungsmanagement. Man lernt sich immer besser kennen, weiß, wie der andere tickt. Ich bin beispielsweise falsch in einem Sporthotel aufgehoben, dafür passen zu mir und meinem Blog wunderbar Unterkünfte mit Fokus Kulinarik, Wellness, Luxus oder Städtereisen. Stimmen die Interessen überein, wird jeder glücklich: der reisende Blogger und auch das Hotel mit dem späteren Bericht.
    LG Tanja

    • Hallo Tanja,

      ich lese deine Beiträge sehr gern. Und ich finde dass Hoteliers das auch tun sollten. Dort können sie so viel darüber lernen, was Gäste erwarten.
      Und deine Beiträge über Städtereisen und Genuss gefallen mir besonders gut. Da hab ich schon den ein oder anderen Tipp entdeckt.

      Ganz wichtig finde ich, dass sich beide Seiten miteinander auseinander setzen und das schon bevor eine Anfrage gestellt wird.

      Liebe Grüße
      Valerie

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  1. Was ich mir von Hotels wünsche - und Du Dir vielleicht auch? - Vielweib on Tour

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