Bloggen verbindet und macht glücklich

Blogparade #liveloveblog von Meike Leopold

Bloggen verbindet und macht glücklich

Ich will etwas bewirken. Deshalb gibt es dieses Blog.

In der Blogosphäre werden hin und wieder Rufe laut: Blogs sind tot. Die Diskussion über die Notwendigkeit von Blogs kommt immer wieder hoch. Insbesondere dann, wenn es Veränderungen auf Social Media gibt oder ein neuer Player das Spielfeld betritt.

Meike Leopold von start:talking startete Anfang Januar eine Umfrage auf Twitter. Ihr Tweet erzeugte viel Resonanz. Das Feedback enthielt mehrere Perspektiven und die Idee zur Blogparade #liveloveblog war geboren. Ich durfte den Hashtag beisteuern und nachdem schon 40 + Artikel erschienen sind, ist das mein Beitrag zur Blogparade „Das Blog — ein Medium von gestern? #Blogparade #liveloveblog“.

Bloggen verbindet

Am 01. Januar 2021 feierte ich den 4. Geburtstag meines Blogs. Ein intensives Bloggerjahr 2020 liegt hinter mir.

Nach dem ersten Schock über den Shutdown und die Betriebsschließungen von Hotels und Restaurants im März habe ich im April einen persönlichen Rekord aufgestellt: Ich habe 12 Beiträge in einem Monat veröffentlicht. Artikel und Podcast-Folgen, die Gastgeber:innen in dieser schweren Zeit helfen sollen.

Im erfolgreichsten Artikel 2020 „Corona-Krise in der Hotellerie: Was können Hoteliers jetzt tun?“ gab und sammelte ich Tipps, die unfreiwillig freie Zeit zu nutzen. Ich erhielt E-Mails, Direktnachrichten und Anrufe von Hoteliers und konnte auch mit meiner #hotelsaufinstagram Challenge unterstützen.

Ich habe – schon vor Corona – zahlreiche Artikel zu digitalen Tools, digitaler Kommunikation, Social Media und Hotelvertrieb- und Marketing veröffentlicht. Darin findest du viele Informationen, Tipps, Tricks und Anleitungen, die Möglichkeiten des World Wide Web für dich und dein Unternehmen zu nutzen. Du musst es nur umsetzen.

Meine Community ist eine Nische in der Nische

Es gibt nur wenige, die sich mit diesen Themen wirklich auseinandersetzen. Digitalisierung von Prozessen, digitale Kommunikation, Social Media oder Content Marketing – das Netz bietet unfassbar vielfältige Möglichkeiten. Nur die wenigsten Gastgeber:innen nutzen sie. Doch die, die sie nutzen, sind meine Community und mit ihnen habe ich regelmäßig Kontakt.

Diejenigen, die immer schon Dinge etwas anders angehen als andere, fallen auf. Sie fallen mir auf. Ihnen gebe ich eine Bühne im Netz. Für die Blogparade von Anna Koschinski habe ich die Heldengeschichten von Gastgeber:innen im Blogartikel „Gastgeber:innen erzählen, ihre Heldengeschichten!“ zusammengetragen. Viele Hoteliers waren zu Gast in meiner Podcast-Reihe „Stimmen für die Hotellerie“.

Für diese Gastgeber:innen schreibe ich. Deshalb gibt es meinen Blog über digitales Hotelmanagement. Für diese Leser:innen soll(te) mein Blog wirken.

Nachhaltig sichtbar und unabhängig bleiben

Seit Beginn der Corona-Krise haben viele Gastgeber:innen – und andere – die Social-Media-Plattformen für sich entdeckt. Plötzlich ging es darum, sichtbar zu bleiben oder auch andere sichtbar zu machen. Wichtig war es, mit den Gästen in Kontakt bleiben und vor allem: nicht vergessen zu werden.

Ich dachte mir, was erzähl ich euch eigentlich schon seit vier Jahren?! Und: verdammt noch mal! Warum bringst du dich von einer Abhängigkeit in die nächste?

Ein Tweet ist nach 20 Minuten verschwunden; ein Facebook-Post ist nach fünf Stunden weg. Deine Botschaft überlebt auf LinkedIn ungefähr 24 Stunden. Auf Pinterest überlebt ein Pin vier Monate. Ändert eine dieser Plattformen ihren Algorithmus, werden deine Inhalte nicht (mehr) ausgespielt. Das Ergebnis: Deine Botschaft, dein Hotel, dein Unternehmen ist unsichtbar und du musst in Ads investieren.

Meine Blogartikel, die ich 2017 veröffentlicht habe, werden noch heute nach vier Jahren über die Suchmaschine(n) gefunden und gelesen. Aufgrund dieser Blogartikel werde ich angeschrieben und angefragt.

Im Gegensatz zu den Social Media Plattformen gelten auf meinem Blog meine Regeln. Ich bin keinem Algorithmus ausgesetzt, sondern „nur“ dem Wohlwollen der Suchmaschine(n). Und die kann ich beeinflussen – mit Suchmaschinenoptimierung durch gute Keywordrecherche. Das mache ich zu einigen Keywords sehr erfolgreich und werde über die erste Google-Seite gefunden.

Eigentlich ist alles gesagt

Ich bin 2017 mit der Vision und Mission gestartet, die Hoteliers im DACH-Raum zu unterstützen. Ich wollte Hilfe zur Selbsthilfe geben.

Nach all den Jahren in der Hotellerie und den verschiedenen abgeschlossenen Studiengängen wollte ich mein Wissen darüber nicht für mich behalten. Ich wollte es in die Branche hinaustragen. Die Hotellerie liegt mir am Herzen. So sehr, dass ich trotz beruflicher Neuausrichtung dieses Blog über digitales Hotelmanagement ins Leben gerufen habe.

Ich hadere oft damit, dass mein Blog nicht weit genug wirkt. Das ich meine Botschaft nicht vermitteln und meine Zielgruppe nicht erreichen kann.

Es gibt schier unzählige Beiträge über „Wie du mit Instagram… dies und das“, „Vermeide diese 5 Fehler im Online-Marketing und werde über Nacht reich“ oder „11 ultimative Tools mit denen du…“.

Diese ultimativen Tipps und Tricks werden für gut befunden. Zumindest macht es den Anschein, denn sie werden oft geteilt. So habe ich nie geschrieben; wollte ich nie und werde ich auch nie. Mit Ultimativen kann ich wenig anfangen.

Es ist erschreckend, dass gerade die Artikel, die extrem polarisieren, eine große Aufmerksamkeit erfahren. Dabei ist Kommunikation im Netz auch besonnen möglich und in explosiven Zeiten umso wichtiger.

Für mich gilt deshalb: Es ist alles gesagt.

Ich habe über Social Media, E-Commerce und Revenue Management in der Hotellerie geschrieben. Auf meinem Blog findest du viel kostenlosen Content, der dir weiterhilft. Und wenn nicht, dann hat irgendjemand da draußen die ultimative Anleitung für dich 😉.

Langlebe das Blog!

Blogs sind alles andere als tot. Das beweisen die vielen Artikel der Autor:innen die an Meikes Blogparade teilnehmen. Zahlreiche Blogs übers bloggen, schreiben, Social Media, Kommunikation oder über Geschichten, die das Leben schreibt, haben teilgenommen. Es wird gebloggt, was das Zeug hält und – viel wichtiger – es wird gelesen. Das kann man an Resonanz zu dieser Blogparade erkennen.

Für mich ist mein Blog, mein Wohnzimmer im Netz; mein digitales Zuhause oder auch mein digitales Herz.

Und auch wenn dieser Artikel den Anschein erwecken mag, dass ich genug habe: Bloggen macht mich glücklich. In den letzten vier Jahren habe ich dadurch ein Netzwerk aufgebaut. Mein Blog verbindet mich mit Gleichgesinnten. Ich habe Spaß am Recherchieren und schreiben, an Geschichten und am Lernen.

Ich mache weiter – über das wie denke ich noch nach.

Leseempfehlungen

Dass bloggen verbindet, habe ich selbst erlebt. Die Artikel zu Meikes Aufruf trudelten nur so herein und ich hatte lediglich eine Idee im Kopf. Sie wollte einfach nicht aufs Papier oder besser gesagt in mein Schreibprogramm. Über Twitter hat Edda Klepp von Töfte Texte den Vorschlag gemacht, dass wir uns zum Schreibtreff verabreden. Gesagt, getan. Über das Schreiben reden hilft. Ich konnte meine Gedanken sortieren und Edda hat einen wunderbaren Artikel über Relevanz geschrieben: „Relevanz, Baby!“.

Eine Gastgeberin die es anders macht und erkannt hat mit der Zeit zu gehen ist Uta Janbeck. Sie betreibt eine Pension im Norden an der Grenze zu Dänemark. Uta und ihr Mann bewirtschaften den Betrieb nachhaltig, davon erzählt sie auf Instagram und auch in meinem Podcast. Sie bloggt über Nachhaltigkeit und E-Mobilität und eben auch für die Blogparade #liveloveblog: „Warum ich blogge…?“.

Monika Fritsch kenne ich von Twitter – und seit Mitte 2020 auch über die Vereinigung Deutscher Reisejournalisten (VDRJ). Sie beschäftigt sich hauptberuflich mit Bloggern, Kommunikation, PR und Marketing für die Tourismusbranche. Ich lese ihre Artikel sehr gerne und hab mich gefreut, dass sie bei der Blogparade mitgemacht hat: „Warum blogge ich eigentlich?“.

Anke Tomfohrde ist mir vor einiger Zeit eigentlich wegen ihres Namens aufgefallen. Und vielen schönen Beiträgen auf Twitter. Sie hat erst neulich ein Blog gestartet: Das Buchzuhause. Ich bewundere Menschen die Rezensionen über Bücher verfassen können. Sie schrieb für die Blogparade: „Darf es noch ein Blog mehr sein?“.

Mit Katrin Hilger habe ich schon im Podcast über Instagrammer und Influencer gesprochen. Diese oberflächlichen Litfasssäulen nerven uns. Auch diese Vernetzung startete auf Twitter. Kartin bloggt auf „Hilgerlicious – Luxus ist unsere Natur“ und fiel mir wegen ihrer starken und polarisierenden Meinung auf. Für die Blogparade schrieb sie: „Blogs – die Oldtimer unter den Onlinemedien…“.

Janett verfolge ich auch schon eine Weile. Sie habe ich dieses Jahr beim virtuellen Reiseblogger-Barcamp in einer Session kennengelernt. Mit ihrem Reiseblog Teilzeitreisender ist sie seit 2013 online. Und natürlich gab es auch von ihr einen Beitrag zu #liveloveblog: „Wer liest eigentlich noch Reiseblogs?“.

Ich könnte die Liste ewig fortführen. Es sind gigantisch viele Artikel erschienen. Meike sammelt alle in ihrem Aufruf zur Blogparade.

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6 Kommentare

  1. Hallo Valerie,
    Du hast die Nachteile der sozialen Netzwerke ganz klar erkannt – und auch die Vorteile, die ein Blog hat. Trotzdem macht Ihr es – das ist das, was ich nicht verstehe. Alleine dieses Cluhouse, wo alle, die kein iPhone haben nicht teilnehmen können. Das ist ja schon fast Diskriminierung, wenn 50% der User aufgrund falscher Hardware nicht teilnehmen können..
    In einem meiner letzten Blogbeiträge habe ich gezeigt, wie man mit einfachsten Mitteln ein Video-Meeting machen kann und dies auf seinem Blog für interessierte User veröffentlichen kann. Ob mit oder ohne Kamera ist jedem selbst überlassen. Ich bin jetzt immer Sonntags 18:00 Uhr Online. Der Link zur Besprechung ist in meinem Veranstaltungskalender. Ist wie der Werbespruch einer namhaften Bank: „wenn einfach, einfach einfach ist..“.. 😉

    • Hallo Peter,

      ich freu mich riesig über deinen Kommentar! Denn genau dass wünsche ich mir als Bloggerin zu meinen Artikeln. Und weil das nicht immer direkt aufm Blog klappt, bin ich auch auf Social Media vertreten. Dort finde ich Gleichgesinnte oder im optimalen Fall auch Kritiker mit denen ich in Kontakt treten und mich (konstruktiv) austauschen kann. Einige haben es in den vielen Blogartikeln zu Meikes Blogparade geschrieben: Kommentare unter Blogbeiträgen sind seltener geworden. Die Diskussion verlegt sich auf Facebook, Twitter und Co. Auch dich und deinen Blog hab ich über Twitter entdeckt.

      Ich bin immer offen für Neues und natürlich hab ich mir auch Clubhouse angesehen. Der Zauber vom Anfang ist für mich verflogen. Das bei einer neuen Plattform nicht alles von Beginn an optimal läuft und die Macher:innen von Clubhouse noch keinen Zugang für Android-Nutzer gebaut haben, fand ich nicht schlimm. Diskriminierung würde ich hier nicht pauschal unterstellen. Das ist ebenfalls ein Nachteil der durch Social Media sehr sichtbar wird: Alles wird aufgebauscht und medial dramatisiert. Deshalb halte ich mich aus dieser Diskussion raus. Clubhouse ist einfach eine weitere Plattform, auf der dieselben Leute, dasselbe erzählen. Nur dass man halt zuhören „muss“, bevor man erkennt, dass es derselbe Marketingsprech ist, den sie auch auf anderen Kanälen mit Text und Video verbreiten.

      Deinen Artikel über das Video-Meeting hab ich gesehen. Eine gute Idee! Ich bin gespannt was du darüber berichtest, wenn das eine Weile gelaufen ist. Und vielleicht komm ich auch mal vorbei.

      Grüße
      Valerie

      • Hi Valerie,
        das mit der Diskriminierung war natürlich eher satirisch gemeint. 🙂
        Schön, dass Du relativ schnell erkannt hast, dass Clubhouse auch nur eine weitere Profilierungsplattform für „Coaches“ ist.. Das hatte ich aber schon vermutet, ohne auch nur je einen Fuß dort hineingesetzt zu haben.
        Naja, Du bist ja noch jung, lernst Du auch noch.. 🙂
        Na, bisher ist da gar nicht viel gelaufen mit meinem NERD-Haus Video-Chat. Ich glaube, die meisten haben gedacht, dass es ein Witz ist – ist bei mir ja immer schwierig auseinanderzuhalten.. 😉
        Aber ich bin wirklich jetzt immer Sonntags ab 18:00 Uhr online.
        Ich denke solche „Gesprächsrunden“ könnten auch als Austausch zwischen Kunden und Anbieter funktionieren. In deiner Sparte als Reiseblogger könnten dann interessierte Reisende nachfragen, wie das mit der Unterbringung von Tieren ist, ob die Speisekarte auch für Veganer ausreichend gefüllt ist, wie der Corona-Schutz dort funktioniert, usw..
        Also dann Valerie – bis nächsten Sonntag..
        CU
        Peter

        • Oh, vielen Dank für die Blumen. Man ist ja bekanntlich, so alt wie man sich fühlt 😉.

          In der Reiseblogger-Kategorie verortest du mich leider falsch. Ich blogge für Gastgeber:innen über (digitales) Hotelmanagement. Somit ist meine Zielgruppe Inhaber:innen von Hotels, Pensionen und/oder Gaststätten. Dafür kann ich mir ein Video-Meeting schon sehr gut vorstellen. Der Charme an Clubhouse ist ja, dass ich ganz einfach von Raum zu Raum hüpfen kann und vorab nicht weiß worauf ich mich einlasse und dann genauso schnell verschwinden kann. Von daher finde ich es nicht zu 100 Prozent vergleichbar, aber auf jeden Fall eine gute Idee.

          Grüße
          Valerie

  2. Liebe Valerie!
    Sehr schön gebloggt, wenn ich das mal so sagen darf.
    Und ja diese „5 Tipps warum man dies und das nicht machen soll „ gehen mir auch allmählich auf den Keks. Danke für die Lesetipps, da werde ich gleich mal stöbern. Ich kann Deine Kritik an der Hotel Branche gut verstehen und kann da auch vieles nicht nachvollziehen.Wie heißt es so schön: „wer nicht will der hat schon.“ Schade, weil das Sprachrohr gerade jetzt ein viel Größeres sein könnte.
    Also: lieber eine Nische in der Nische und ehrlich gebloggt als gar nicht oder wertlos.
    Wer weiß vielleicht ändern sich die Zeiten der Sichtbarkeit ja noch. Ich wünsch Dir das für Deine Mühen auf jeden Fall.
    Viel Grüße
    Uta

    • Liebe Uta,

      vielen Dank! Ich erreiche die, die ich erreichen möchte und bin sehr sichtbar. Aber es sind leider nur wenige Gastgeber:innen, die wirklich einen Unterschied machen wollen. Ich hab diesbezüglich gerade 2020 viel dazu gelernt.

      Es geht weiter, nur wie muss ich mir noch überlegen.

      Grüße
      Valerie

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