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19 Tools die mir beim Podcasten helfen (Bild: canva.com)

19 Tools die mich beim Podcasten unterstützen

In den letzten acht Jahren habe ich einige Hilfsmittel gesammelt, die mich bei der Podcast-Produktion unterstützen und die ich dafür benötige. Aktuell verwende ich insgesamt 19 Tools, um meine Sendungen zu produzieren. Dabei geht es um Hilfsmittel zur Ideenfindung, Recherche, Planung der Folgen, Struktur der Episoden, Kommunikation mit den Gesprächspartnern und Co-Hosts und technische Unterstützung.

Natürlich sind Tools rausgefallen, die ich zwar noch in der Anfangszeit verwendet doch in der letzten Zeit ersetzt habe. Außerdem sind ein paar auch vom Markt verschwunden. Deshalb war jetzt mal Zeit den Artikel upzudaten. Mal sehen ob ich wieder auf 19 Tools komme oder sich die Zahl reduziert. Die Tools helfen mir beim Podcasten und Bloggen. Ich nutze sie abwechselnd und nach Lust und Laune, doch ich brainstorme oder suche einen Einstieg für eine Recherche. Ich schreibe und produziere meine Podcasts selbst.

Die Ergebnisse der künstlichen Intelligenz prüfe ich mit ein bis zwei weiteren bzw. anderen Quellen und veröffentliche nur, wenn ich hinter dem geschriebenen oder geschnittenen stehen kann. Das wünsche ich mir von allen die Inhalte ins Netz stellen.

Dieser Artikel erschien erstmals am 21. Januar 2024. Ich habe ihn überarbeitet.

Suchmaschinen: Google, Bing, Escosia etc.

Wenn ich eine Idee habe, ist meine erste Anlaufstelle eine Suchmaschine. Google ist für mich am einfachsten, es ist meine Standardsuchmaschine und ich kann schon gut ablesen, wie gut die Idee ist, wer sie schon hatte und wie das Ranking dazu ist.

Weil ich auf Bing andere Suchergebnisse als auf Google erhalte, recherchiere ich auch dort. Ehrlicherweise finde ich es ganz sympathisch dass bei Bing eine Seite 2 und mehr gibt. Das unendliche Scrollen auf Google ist nicht immer so befriedigend, als aktiv auf Seite 2 zu klicken.

Answer the public

Ein Black Friday Deal brachte mich zu „answer the public“. Der ungeduldige ältere Herr, der zwischendurch durch einen jüngeren Herrn ersetzt worden war, ist nun einer einfachen Suchleiste gewichen. Und in den Tool-Kosmos von Neil Patel übergegangen. Wer answer the public noch nicht kennt: das gab es früher kostenfrei und mit besagtem Mensch, der schon beim Eingeben des Suchbegriffs ungeduldig auf die Uhr blickte und mit den Fingern trommelte. Gründer.de schreibt über das Keyword-Recherche-Tool so:

„Answer the Public ist ein Online-Tool, das Content-Erstellern, Marketern und SEO-Spezialisten dabei hilft, relevante Fragen und Suchbegriffe zu einem bestimmten Thema zu generieren.“

Und Neil Patel über sich selbst:

„Neil ist Bestsellerautor der New York Times. Das Wall Street Journal nennt ihn den Top-Influencer im Web, laut Forbes zählt er zu den Top 10 Vermarktern im Internet und das Entrepreneur Magazin sagt, er habe eins der 100 erfolgreichsten Unternehmen geründet. Noch vor seinem 30. Lebensjahr wurde er von Präsident Obama als einer der 100 wichtigsten Unternehmer anerkannt. United Nations zeichnete ihn vor seinem 35. Lebensjahr als Top-Unternehmer aus.“

Social Media (LinkedIn und Instagram)

Wenn ich wissen will, worüber im Moment geredet wird, dann geh ich auf Instagram oder seit neuestem Threads. Twitter/X ist ja nicht mehr zu gebrauchen. Dort habe ich früher die Stimmung einfangen können, heute ist es dort nicht mehr schön. Auf Instagram oder Threads suche ich nach Themen oder scrolle durch meine Timeline.

Chat GPT (OpenAI)

Ich bin fasziniert von Chat GPT, nutze aber nur die kostenlose Version. Daher stoße ich oft an Grenzen, zum Beispiel der Aktualität. Der Wissensstand der kostenlosen Version reicht nur bis Januar 2022. Das bedeutet – wie bei allem im Netz! – ich verifiziere die Informationen mit mindestens einer 2. Quelle, was sowieso zu meiner journalistischen Sorgfaltspflicht gehört. Und ich lasse keine Texte von der KI verfassen. Ich nutze Chat GPT zum Brainstormen, lasse mir eine Struktur geben oder eine Zusammenfassung eines Textes den ich geschrieben habe.

Perplexity AI (Perplexity AI, Inc)

Das Tool ist eine Such- und Antwortmaschine und ähnelt einem Chatbot. Sie funktioniert wie Chat GPT, gibt aber Quellen an. Letzteres finde ich sehr nützlich und fair! Ich kann mir die Quellen genauer ansehen, was gerade das verifizieren erleichtert und vor allem laufe ich nicht Gefahr auf Desinformation hereinzufallen. Kurz: ich kann es direkt mit einem Klick prüfen. Außerdem brauche ich keine Account für Perplexity AI, was ich bequem und einfach finde.

Claude.ai (Anthropic)

Ich nutze Claude für Recherche, Ideenentwicklung und Brainstorming. Claude AI ist ein fortgeschrittener KI-Assistent, der Sprache versteht und generiert. Er hilft bei Texten, Zusammenfassungen, Übersetzungen und Antworten auf Fragen. Claude kann Ideen entwickeln, E-Mails und Texte schreiben. IJe nach Version bietet er größere Kontexte und längere Ausgaben.

Ultraschall.fm

Puh, das hat jetzt ne Weile gedauert. Ich wollte erzählen, wie ich früher Podcasts aufgenommen habe. Mit meinem allerersten Podcast Hotel-O-Motion on Air, der noch online ist und für den ich nichts Neues mehr produziere, habe ich nur Skype genutzt. Damit konnte ich meine Interviewpartner anrufen und aufnehmen. Zwischendrin war es dann mal zencastr und zoom. Heute nutze ich nur noch Ultraschall. Das ist meine Schnittsoftware und wird zur Aufnahmesoftware für Interviews mit dem Plugin Studio Link.

„Das Open-Source-Projekt Ultraschall erweitert die kommerzielle Digital Audio Workstation (DAW) REAPER.“ – und wer dahinter steckt, kannst du hier lesen.

Studio Link

Verbindet mich mit meinen Podcastgästen. Studio Link schafft eine professionelle Audio Over IP Verbindung. Und weil sie sich nur auf Audio und nicht Video konzentriert, läuft das stabil und es können Gäste auch über Smartphones und mobil dazugeholt werden.

Aiko

Das Tool ist kostenfrei und leider nur für iOS verfügbar. Aiko hab ich auf meinem Mac aus dem App Store installiert. Es läuft lokal und wird dabei von Open AI Whisper unterstützt. Laut Anbieter, verlässt das Audiomaterial niemals das Gerät. Für dreißig Minuten Audio benötigt Aiko ungefähr zwei Stunden. Es ist sehr präszise, kann Groß- und Kleinschreibung auf Deutsch, Satzzeichen, Absätze und die Ergebnisse sind sensationell! Alternativen für Windows und Android findest du hier: Klick.

🚨 Wichtig bei allen Tools mit oder ohne künstliche Intelligenz und vor allem, wenn du ein Interview hochlädst und weitere Menschen betroffen sind, informiere deine Gesprächspartner. Wenn du unsicher bist, dann hole dir anwaltlichen Rat. Es geht mitunter um Urheberrechte, Persönlichkeitsrechte und die Datenschutzgrundverordnung. Dr. Schwenke hat einen ausführlichen Text auf seiner Website zum Thema KI Datenschutz und Dr. DSGVO schreibt über „Künstliche Intelligenz: Fakten und Missverständnisse. Datenschutz? Urheberrecht?“.

Auphonic

Auphonic unterstützt mich in der Post-Produktion meiner Podcastfolgen. Es ist sehr einfach, weil ich nichts einstellen muss, sondern das Tool das selbst macht. Auphonic balanciert die Lautstärke aus und normalisiert sie. Ich nutze es oftmals zur Nachbearbeitung von „verrauschten“ Folgen bei denen ich manuell nicht mehr weiterkomme. Das Tool kann auch Transkripte erstellen und bindet Metadaten oder Kapitelmarken ein. Vieles kann ich schon in Ultraschall und bei der Aufnahme und beim Schnitt bearbeiten, den letzten Schliff mach ich hin und wieder mit Auphonic.

DeepL Write

Der Bruder vom Übersetzer DeepL ist DeepL Write. Damit prüfe ich meine Texte und schicke sie in ein Mini-Lektorat. Auch den Einstieg in diesen Text hab ich überprüfen lassen und den ein oder anderen Vorschlag angenommen.

DeepL Write schlägt auf der rechten Seite Verbesserungen für meinen Einstieg in diesen Text vor. (Screenshot: Valerie Wagner)

Papyrus Autor

Papyrus Autor ist eigentlich ein Tool für Buchautoren. Ich nutze es gerne weil es direkt mit dem Dudenkorrektor arbeitet. Ich kann einstellen, ob es mir auch Stilvorschläge gibt, Synonyme oder Antonyme aufzeigt und es überprüft die Kommasetzung sowie Füllwörter. Schön, ist dass ich immer dazu lernen kann. Zum Beispiel habe ich früher meine Sätze sehr oft mit einem „Und“ gestartet. Durch die Überprüfung in den Tools, fällt es mir nun selbst auf und ich kann es gleich umschreiben.

Welche Tools nutzt du?

Kennst du ein paar Tools, die ich vorgestellt habe? Welche nutzt du und warum? Schreibs in die Kommentarspalte!

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